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Einführung in die Philosophie

 

Die großen Fragen interessieren uns wieder. Sie lauten vereinfacht mit Kant: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch? In vielen Schulen spielt Philosophieunterricht eine große Rolle und im öffentlichen Diskurs erleben die alten Ideen dank neuer Denker ein Comeback. Sei es im Fernsehen, in ganz dem Thema gewidmeten Magazinen oder im Themenspecial der ZEIT.

Das Spektrum philosophischer Ideen ist Gegenstand der neuen Themen-Serie auf ZEIT für die Schule. Sie sind Schüler oder junger Student und auf der Suche nach einer schnellen Einführung oder einer Anleitung zur Vertiefung? Sie sind Lehrer an einer Schule und suchen Inspiration für den Philosophieunterricht? Oder interessieren Sie sich einfach für die grundlegenden Fragen der Philosophie, hatten aber nie die Gelegenheit, sich mit ihnen zu befassen? Dann ist unser Angebot für Sie gemacht.

Unsere Beiträge erklären einzelne Standpunkte von Kant und Hegel, Marx und Adorno, Platon und Aristoteles in wenigen, einfachen Worten. Und sie laden ein, miteinander zu philosophieren. Dafür haben wir uns etwas einfallen lassen: Jeden Teilaspekt können Sie in eigens dafür vorgesehenen Bereichen kommentieren und auf diese Weise mit anderen Lesern besprechen. Videos, Bilder und praktisch orientierte Aufgabenstellungen machen Theorien greifbar und schnell verständlich. Unter den Artikeln freuen wir uns über Ihr Feedback oder über weiterführende Hinweise, die anderen Lesern helfen können.

Das Angebot befindet sich im Aufbau und wird regelmäßig erweitert. (Stand: 03/2014)

 

Einführung in die Philosophie der Aufklärung

Einführung in die Philosophie der Aufklärung
© Christof Stache/Getty Images

Die Einführung in die Philosophie der Aufklärung stellt Ihnen die wichtigsten Philosophen dieser Epoche vor. Nach Immanuel Kant meint Aufklärung im philosophischen Sinne einen Prozess, der sich nicht etwa auf eine Epoche beschränkt, sondern der immer wieder wiederholt werden muss. Die Aufklärung ist eine Aufforderung an jeden einzelnen, sich diskursiven Machtverhältnissen nicht unhinterfragt zu fügen, sondern sich immer wieder mündig zu machen, indem man sich mit ihnen befasst. [Zum Dossier]

John Locke: Empirismus und neues Bürgerrecht

Philosophie John Locke EmpirismusJohn Locke ist einer der wichtigsten Vertreter des Empirismus in der Philosophie. Seine Auffassung war es, dass wir nur durch die Wahrnehmung zu Wissen gelangen können. [Zum Text]

René Descartes: Der methodische Zweifel

René Descartes: kartesische SkepsisKönnen wir unserer Wahrnehmung trauen? René Descartes stellte das Wissen seiner Zeit auf eine schwere Probe – und ebnete so den Weg für viele weitere wichtige Erkenntnisse in der Philosophiegeschichte. [Zum Text]

Peter Maffay erklärt Immanuel Kant

Grab von Immanuel Kant, Kaliningrad 1991Immanuel Kants Philosophie kennzeichnet einen Meilenstein in der Geisteswissenschaft. Seine Erkenntnisse bestimmen noch heute viele unserer Auffassungen in der Wissenschaft, aber auch in der Politik. [Zum Text]

Die harmlosen Garnelen und Kant

Was kann ich guten Gewissens noch kaufen? © ZEIT ONLINE/David FülekiWas kann ich essen? Was darf ich kaufen? Was kann ich importieren? Was ist nachhaltig?
Wir prüfen mit Immanuel Kant, ob konventioneller Konsum ethisch vertretbar ist. [Zum Text]

Thomas Hobbes: Der Naturzustand des Menschen

Thomas Hobbes' NaturzustandWie kann man das Verhältnis von beiden, von Bürgern zueinander, aber auch von Staaten zueinander denken? Thomas Hobbes plädiert für einen starken Herrscher, an den wir unsere Freiheiten abtreten sollen. [Zum Text]

Jean-Jacques Rousseau: Kommen die Schwierigkeiten erst mit der Kultur?

Jean-Jacques RousseauJean Jacques Rousseau greift den Gedanken vom Naturzustand gut 100 Jahre nach Hobbes wieder auf, kommt aber zu anderen Schlüssen: Erst durch die Kultur würde der Mensch Konflikte entwickeln. [Zum Text]

Adorno und Horkheimer: Kann Aufklärung scheitern?

Horkheimer Adorno Dialektik der AufklärungNach zwei Weltkriegen ziehen die Philosophen Adorno und Horkheimer eine Bilanz zur Philosophie der Aufklärung: Wenn Kriege noch möglich sind, ist die Aufklärung dann nicht gescheitert? [Zum Text]

Einführung in die Philosophie der Moderne

Einführung in die Philosophie der Moderne
© Christof Stache/Getty Images

Die Einführung in die Philosophie der Moderne behandelt die wichtigsten Fragen dieser Epoche. Die Industrialisierung verändert die Lebenswelt im 19. und im 20. Jahrhundert radikal. Die Philosophie steht vor vielen ethischen Fragen, die es in den vorherigen Jahrhunderten nicht gegeben hat. Angesichts des schwindenden Einflusses der Kirchen muss man sich neu orientieren.[Zum Dossier]

Georg W. F. Hegel: Subjekt-Objekt-Dialektik

Hegel Subjekt Objekt DialektikAus seiner Subjekt-Objekt-Dialektik leitet Georg Wilhelm Friedrich Hegel Aussagen über unsere Fähigkeit ab, uns selbst als Subjekt zu erkennen. Der bloße Konsument kann es nicht. [Zum Text]

Karl Marx und die Industrialisierung

Karl Marx Industrialisierung ArbeiterrevolutionDie Arbeiten von Karl Marx befassen sich mit moderner Ökonomie: Welche Rollen nehmen darin die Menschen ein? Lassen sich die Interessen der Arbeitnehmer mit denen der Produzenten vereinbaren? [Zum Text]

Friedrich Nietzsche: Es denkt

Friedrich Nietzsche Skepsis SpracheIch denke, also bin ich? Friedrich Nietzsche stellt dieses „Ich“ grundlegend infrage: „Es denkt“, provoziert er, müsse es heißen. Des Weiteren fragt er: Können wir mit unserer Sprache wahre Aussagen treffen? [Zum Text]

Charles Darwin: Die Entstehung der Arten

darwinCharles Darwins Hauptwerk Die Entstehung der Arten bricht radikal mit dem Entstehungsmythos der Bibel. Wir erklären sein Evolutionsmodell anhand eines Kinderspielzeugs. [Zum Text]

Jean-François Lyotard: Das postmoderne Wissen

Postmoderne LyotardSeit Nietzsche und Wittgenstein steht infrage, ob wir mittels der Sprache überhaupt etwas Wahres über die Welt aussagen können. Jean-François Lyotard leitet daraus den Begriff der Postmoderne ab. [Zum Text]

Paul Boghossian: Wissen ist nicht verhandelbar

BoghossianSolange die Tatsachen nicht überprüft worden sind, können wir auch keine wahren Aussagen treffen – selbst dann nicht, wenn wir mit einer Spekulation zufällig den Tatsachen entsprechen. Paul Boghossian widerspricht Lyotard in seiner Arbeit „Angst vor der Wahrheit“ entschieden. [Zum Text]

26 Kommentare


  1. Eine tolle Idee. Bravo!

  2.   simlei

    Ohne mich jetzt eingelesen zu haben (mache ich aber noch): Gute Idee — stark, das kostenfrei zur Verfügung zu stellen =)

  3.   Tlaloc

    Sehr gute Idee. Bin 70 und wohne in Mexiko. Habe dergleichen schon lange gesucht. Danke. Und wie unter Beitrag 2 genannt, besonders gut, dass das Angebot kostenfrei ist – wenn dergleichen etwas kosten würde, könnte ich es mir nicht (mehr) leisten. Doch soetwas versöhnt mit Deutschland, eine gute Mitteilung im Gegensatz zu der traurigen, dass einige deutsche Unternehmer schon wieder Substanzen für die Giftgasherstellung verkauften. Nochmals Dankeschön


  4. Philosophie die Liebe zum Denken.


  5. Die Macht des Bösen in der Philosophie.

    Wenn das Böse auf das Böse hinweist, ist es dann gut?
    Nein, raffiniert!


  6. 20.09.013KHG

    Die Lüge ist die subtilste Form der Gewalt.

  7.   Sweta

    In der Tat, eine wundervolle Idee! Ich hatte zwar Philosophie in der Schule, habe aber leider mittlerweile vieles vergessen und freue mich daher, hier nunmehr einiges auffrischen zu können.


  8. Vielleicht sollte man den Gerechtigkeitsbegriff aus Sicht der diversen philosophischen Denkrichtungen hierzu beleuchten.

    Gerade in der derzeitigen politischen Situation ist Klarheit über das unterschiedliche Verständnis der Begriffe extrem von Bedeutung


  9. Klar könnte man Gerechtigkeit aus philosophischer Sicht näher erläutern. Mit Rawls z.B..

    Interessiert nur leider keinen. Die Philosophie ist in dieser Welt weniger eine Methode zur Analyse menschlichen und gesellschaftlichen Verhaltens geworden, als eine Art Selbsterfüllung für Interessierte. Denn sie „produziert“ ja nichts. Sie nimmt nur Sachen auf, die andere Disziplinen „erschaffen“ haben und arbeitet damit. Und z.B. die Erkenntnistheorie ist ja in ihrem Bestreben eh total sinnlos. Das ist zumindest leider die Auffassung vieler Leute.
    Und etwas, das nichts produziert, das ist in dieser Wirtschaftsordnung auch nichts wert, stimmts? Diese Sichtweise wurde mir nun des Öfteren schon weitergegeben. Von Naturwissenschaftlern, versteht sich.

    Nach wie vor heisst es: Alles für den Markt, egal mit welchen Auswüchsen. Menschen, die so denken, glauben dann leider auch, trotzdem moralisch handeln zu können. In den Banken zocken sie schon wieder, und sehen keine Probleme damit. Ein Grund mehr, mein Erspartes lieber im Sparstrumpf von der Inflation auffressen zu lassen.

    Solange die Mär vom selbstregulierenden Markt von Bestverdienern und marktwirtschaftlichen Extremisten aufrecht gehalten wird, wird es dem „normalen“ Bürger immer schlechter gehen. Aber der interessiert ja nun wirklich am wenigsten.

  10.   2b

    gerechte Bedürfnisse
    … was nützte es die Bedürfnispyramide auf den Kopf zu stellen?

    ( ein wirklich interessanter Ansatz für onlineErwachsenenbildung und onlineVHS, in einer etablierten Gesellschaft in DemokratisierungsProgress [lateinisch progressus ‚Fortschritt‘], welcher einer privatwirtschaftlichen Zeitung in Zusammenarbeit mit innovativen Bildungsformern für eine globale Weiterentwicklung auch längerfristig einen vorbildenden Standpunkt ermöglichen könnte? )

    zwischenZeit