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Geschichte

Industrialisierung und Arbeiterbewegung

Von 25. Januar 2014 um 00:05 Uhr

Als der Engländer James Hargreaves 1764 seine “Spinning Jenny” getaufte Erfindung anwirft, stößt er damit eine Bewegung an, die das Leben der Menschen weltweit grundlegend verändern wird. Die Spinning Jenny ist die erste industrielle Spinnmaschine in der Geschichte der Technik. Mit bis zu 100 zeitgleich arbeitenden Spindeln ersetzt sie acht Spinner und einen Weber und steigert so die Produktivität und Gewinnspanne jedes Betriebs, der ein Modell in seinem Besitz hat. Kein Wunder, dass sich die Technik schnell in der gesamten Textilindustrie verbreitet.

Industrialisierung_1868-580

Dieses Bild zeigt die Maschinenfabrik des Unternehmers Richard Hartmann in Chemnitz im Jahr 1868. Hartmann zählte zu den wichtigsten Arbeitgebern im Königreich Sachsen.

Die durchschnittliche Lebenserwartung ist in der Anfangszeit der Industrialisierung gering

Die Industrialisierung ist keine historische Epoche. Vielmehr beschreibt der Begriff den rasanten technischen und gesellschaftlichen Wandel, den die Spinning Jenny in der Mitte des 18. Jahrhunderts einleitete. Erzeugte man Waren bislang von Hand und in Manufakturen und lebte weit mehrheitlich von der Landwirtschaft, verlegen sich jetzt immer mehr Betriebe auf die neuen Maschinen. Die Massenproduktion ermöglicht die Herstellung riesiger Kontingente an Waren. Immer größere Dampfmaschinen transportieren Güter in immer größerer Zahl schnell über weite Strecken. Der Ausbau der Eisenbahnnetze, der Bau großer Dampfschiffe und die Erfindung des Automobils und der Luftschifffahrt verändern den Warenhandel global.

Auch für die Menschen wird das Reisen über lange oder kurze Wege immer einfacher. Weil sich der Arbeitskräftebedarf von der Landwirtschaft in die Fabriken verlagert, wird Mobilität für die Menschen zunehmend wichtig. Aus ländlichen Gegenden wandern immer mehr in die wachsenden Städte aus. Das verändert die soziale und ethnische Zusammensetzung in den Großstädten. Spannungen zwischen Alteingesessenen und Neuankömmlingen, Armen und Reichen entstehen. Immer mehr Menschen leben unter schlechten Bedingungen auf immer engerem Raum. Gerade in der Anfangszeit des Industriezeitalters ist die durchschnittliche Lebenserwartung gering.

Industrialisierung: Dampfmaschine England 1851

Auch die Feldarbeit wurde durch die Dampfmaschine revolutioniert: Erntemaschine auf einem Maisfeld in England im Jahr 1851 © Hulton Archive/Getty Images

Experten sollen das soziale Chaos ordnen

Da die meisten Menschen in Fabriken arbeiten, werden die Lohnarbeiter zur größten sozialen Gruppe. Mit ihren ärmlichen Lebensverhältnissen, den gefährlichen Arbeitsbedingungen und langen Arbeitszeiten geben sich immer weniger Menschen zufrieden. Die Arbeiterbewegung entsteht. Dazu gehören die Arbeitervereine und die im 19. Jahrhundert entstehende Sozialdemokratie und der Kommunismus. Auch die Frauenbewegung erhält durch die Industrialisierung Zulauf. Da Frauen als Arbeitskräfte benötigt werden, nehmen sie immer öfter am öffentlichen Leben teil und gewinnen dadurch ein neues Selbstbewusstsein.

Die gesellschaftlichen Veränderungen machen die politischen und wirtschaftlichen Eliten nervös: Wie sollen sie auf die Forderungen der Arbeiter und Frauen reagieren? Wie damit umgehen, dass die Wohnverhältnisse in den Städten immer katastrophaler werden? Der technologische Fortschritt und die neuen Erkenntnisse in den Naturwissenschaften erzeugen bei Unternehmern und Politikern eine neue Geisteshaltung: Wenn die Natur zu berechnen und Maschinen zu kontrollieren sind, dann müsste es doch gelingen, wissenschaftliche Erkenntnisse dazu zu nutzen, Ordnung in das soziale Chaos zu bringen.

Im Zuge der Industrialisierung entsteht darum auch ein neues Expertentum: Stadtplaner und Soziologen, Kriminologen und Mediziner werden zurate gezogen, um die industrialisierte Gesellschaft zu vermessen und ordnen. Experten ordnen auch das Wirtschaftsleben: Die Nationalökonomie entsteht.

Auch die Konsumgesellschaft entsteht letztlich nur, weil durch die industrielle Produktion Waren nicht mehr in Handarbeit, sondern mit Maschinen hergestellt werden. Dadurch nämlich sinken die Produktionskosten, während gleichzeitig die Produktivität steigt. Das Endprodukt wird günstiger und für die Masse erschwinglich. Die Produzenten entdecken die Konsumenten als Mitspieler im Wirtschaftskreislauf. Die Konkurrenz um den Konsumenten macht die Werbung zu einem eigenen Wirtschaftszweig.

 

Die Materialien auf dieser Themenseite erläutern zunächst, was die Industrialisierung verursacht hat und was sie kennzeichnet. Weitere Texte und Videos zeigen, wie die Industrialisierung auf Wirtschaft und Politik, auf Wissenschaft und Kultur und auf das Alltagsleben gewirkt hat.

Politische und philosophische Grundlagen der industriellen Wirtschaftsordnung

Voraussetzungen für den Beginn einer Industrialisierung (geschichte.attendorn.de)
Auf dieser Seite erfahrt ihr, welche Faktoren für die Entwicklung zur Industrienation zusammen kommen mussten.

Industrialisierung und moderen Gesellschaft (bpb.de)
Der Autor dieses Textes beschreibt, wann und warum in Deutschland die Industrialisierung begann. Er erklärt außerdem wie die Industrialisierung die Klassengesellschaft erzeugte.

Von Taylor und Ford zur lean production (Lehrstuhl für Geschichte der Technik, RWTH Aachen)
In diesem Text beschreibt der Autor, wie sich Arbeitsprozesse in der Industrialisierung verändert und sie  gleichzeitig voran getrieben haben. Er erklärt, was Begriffe wie Taylorismus und Fordismus bedeuteten und was mit Rationalität, Strukturwandel und lean production gemeint ist.

Technologie, Wissenschaft und Industrialisierung


James Watt und die Dampfmaschine (Dokumentarfilm, SWR, YouTube)
Die Dampfmaschine – sie war der Antrieb der Industriellen Revolution. Ohne sie wären Eisenbahn und Fabriken undenkbar gewesen. Eine kurze Dokumentation über ihre Erfindung.

 


Pioniere: Stahlkrieg an der Ruhr (youtube.de, arte)
Konkurrenz belebt das Geschäft. In Deutschland gilt das definitiv für die Geschichte der Stahlproduktion. Die beiden Unternehmer Jacob Mayer und Alfred Krupp arbeiteten ihr ganzes Leben daran, das Geheimnis der Stahlerzeugung zu ergründen und ihre gigantischen Stahlerzeugnisse zu perfektionieren.

Wer eine komplette, kurze und globale Geschichte der Kohle braucht, kann sich Teil 1 und Teil 2 der Sendung Mit offenen Karten anschauen.

Europäische Themenroute Eisen und Stahl (erih.net)
Ohne Eisenerz und Kohle gäbe es weder Eisen noch Stahl. Ohne Eisen und Stahl keine Dampfmaschine und Flugzeuge, keine Hochseeschiffe, Automobile, Waffen und Panzer. Auf dieser Seite könnt ihr nachlesen, welche Bedeutung der Hochofen und die sogenannte Verhüttung für die industrielle Produktion hatten.

Meisterwerke aus dem Deutschen Museum (deutsches-museum.de)
Auf dieser Seite könnt ihr euch durch die technischen Meisterwerke der Industrialisierung klicken: Dieselmotor und Dampflok, Puffing Billy und Motorflugzeug, Linotype, Spinning Jenny, Kamera, Telefon und vieles mehr …

Carl Benz – Lebensfahrt eines deutschen Erfinders (zeno.org)
Wenige Menschen haben sich um die Mobilität so verdient gemacht wie Carl Benz. Er war, richtig, der Gründer des Unternehmens Mercedes Benz. Auf dieser Seite könnt ihr nachlesen, wie er den Benz Patent-Motorwagen Nummer 1 entwickelte.

Die Firma Carl Zeiss ist auch heute noch erfolgreich in der Herstellung von Mikroskopen und Augenoptik. Den Ruhm der Glasprodukte aus Jena begründeten die Wissenschaftler Carl Zeiss, Ernst Abbe und Otto Schott mit ihren Erfindungen im 19. Jahrhundert.

Das Mutterland der Industrialisierung – Großbritannien

Industrialisierung in England (globalisierung-fakten.de)
Warum die Industrialisierung ausgerechnet in England begann, erfahrt ihr auf dieser Seite.

Gerecht ist nur die Freiheit (Die Zeit, 41/2003)
Der Begriff Manchester-Liberalismus gilt heute oft als Schimpfwort. Kritiker meinen damit den entfesselten Kapitalismus. Die Erfinder aus Manchester haben das gar nicht im Sinn gehabt. Was sie vor 150 Jahren damit meinten, erklärt der Autor dieses Artikels.

Sir William George Armstrong (erih.net)
Dass einer der Väter der Wasserkraft ausgerechnet aus England kommt, verwundert wohl nicht. Schließlich war er Zeit seines Lebens von Wasser umgeben. Auf dieser Seite erfahrt ihr, welchen Beitrag zur Industrialisierung er geleistet hat.

Sir Richard Arkwright (erih.net)
Noch ein Pionier der Industrialisierung, der aus England stammt. Sir Richard Arkwright hat Englands Textilindustrie durch die Spinnmaschine Water Frame voran gebracht.

Industrialisierung in Deutschland

Industrie und Wirtschaft 1850-1870 (dhm.de)
Auf dieser Seite bekommt ihr einen guten Überblick über den Verlauf der Industrialisierung in Deutschland. Die Autoren erklären die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Aufbruch in die Moderne – das Beispiel Westfalen (lwl.org)
Auf dieser Seite erfahrt ihr, wie sich die Industrialisierung in der Region Westfalen vollzog. Die Texte beschreiben, wie wichtig dort die Energievorkommen, Erfindergeist und die Gewerbefreiheit waren.

Industrialisierung in Friedrichshafen (Landesbildungsserver Baden-Württemberg)
Auf dieser Seite gibt es ein weiteres Beispiel, das aufzeigt, wie in einer konkreten Region die Industrialisierung ablief: Die Geschichte der Zeppelinstadt Friedrichshafen.

Gründerkrach und Gründerkrise (dhm.de)
Auf dieser Seite erfahrt ihr, was mit dem Begriff Gründerzeit gemeint ist. Sie ging mit dem Gründerkrach zu Ende, bleibt der Nachwelt aber durch die Gründerzeitarchitektur erhalten.

Wer hat das Qualitätssiegel Made in Germany erfunde? (planet-wissen.de)
Der Autor dieses Textes beschreibt die Herkunft des Labels Made in Germany. Er erklärt auch, warum es anfangs keineswegs für Qualität stand.

Oft waren es einzelne Unternehmer, ihre Ideen und ihrer Hartnäckigkeit, die Qualität Made in Germany voran trieben. Im Eisenbahnbau waren das die Unternehmer Richard und Gustav Hartmann mit der Sächsischen Maschinenfabrik und der sogenannte Eisenbahnkönig Bethel Henry Stroußberg. Einige Unternehmen gibt es sogar heute noch: Faber-Castell und M.A.N. sind nur zwei Beispiele.

Sigmund Schuckert und die Schuckert Werke (nuernberg-infos.de)
Ihr kennt die Schuckert Werke nicht? Das liegt daran, dass Siemens die Firma 1903 gekauft hat. Ein guter Kauf, denn Sigmund Schuckert war mit seiner Arbeit ein Pionier der Elektrotechnik.

Ausländerbeschäftigung und restriktive Integrationspolitik (bpb.de)
Nicht nur die in Deutschland geborenen Menschen zog es vom Land in die Stadt. Auch aus anderen Ländern kamen Arbeitskräfte auf der Suche nach Lohn und Brot nach Deutschland. Dieser Text beschreibt, wie die Zuwanderung politisch geregelt wurde.

Das Ruhrgebiet – Deutschlands Industrierevier


Steinkohle: Entstehung und Gewinnung im Ruhrgebiet (youtube.de)
Im 19. Jahrhundert wuchs das Ruhrgebiet zum größten Industrieraum Europas. Ohne die Entdeckung von Steinkohle wäre die Region vielleicht noch heute Bauernland. Doch seitdem die Steinkohlevorkommen entdeckt wurden, säumten Zechen die Ruhr, zogen Arbeiter in die Region und Städte wie Essen, Bochum, Bottrop oder Dortmund entstanden.

Themenroute Mythos Ruhrgebiet (route-industriekultur.de)
Technischer Fortschritt und stolzes Unternehmertum, Zeche Zollverein, Arbeitersiedlungen und Wohnungselend, das alles macht das Ruhrgebiet aus. Auf dieser Seite könnt ihr euch auf eine virtuelle Reise durch die stolze und schmutzige Geschichte des Ruhrgebiets machen.

Industriemuseum Zeche Zollern (lwl.org)
In den Zechen bauten Arbeiter die Kohle für die Stahlproduktion ab. Wie die Arbeitsbedingungen in einer Zeche waren, erfahrt ihr anhand der Texte zur Ausstellung in der Zeche Zollern.

Die Krupps (planet-wissen.de)
Die meisten kennen den Namen Krupp, weil die Firma als Hitlers Waffenschmiede galt. Friedrich Krupp gründete die Firma im 19. Jahrhundert, weil er die Gussstahlproduktion nicht länger den Engländern überlassen wollte. Mehr über Stahl und Kanonen aus dem Hause Krupp erfahrt ihr aus den Texten und Videos auf dieser Seite.

Industriekultur-Fotografie und Geschichte (industriedenkmal.de)
Auf dieser Seite findet ihr Fotos von Bergwerken, Hüttenwerken und Kokereien aus dem Ruhrgebiet. Jede Fotosammlung ist kurz beschrieben.

Die Wohnungsfrage – Arbeitersiedlungen und Großstadtelend

Geschichte des Wohnens (youtube.de, segu Geschichte)
Dieser Film beschreibt die Veränderung der Wohnverhältnisse im 19. Jahrhundert. Der Sprecher erklärt wichtige Begriffe wie Urbanisierung, Kernfamilie und Mietskaserne.

Arbeiterwohnen im 19. Jahrhundert (giesau.com)
Diese Hausarbeit ist eine gute Einführung zum Thema Wohnungselend in den Industriestädten. Der Autor beschreibt das Leben in den Mietskasernen. Er erklärt, wie Experten und Reformer die Wohnverhältnisse einschätzten und verändern wollten.

Das Wohnungselend in Bildern
Diese Präsentation zu einer Vorlesung haben wir ausgewählt, weil auf den ersten zehn Seiten Fotos zu sehen sind, die sehr gut verdeutlichen, was Wohnungselend im 19. Jahrhundert in europäischen Ländern bedeutete.

Wohnungssiedlungstypen (lwl.org)
Auf diesen Seiten erhaltet ihr einen guten Überblick darüber, warum Unternehmer Siedlungen für ihre Arbeiter bauen ließen, wie diese aussahen und wo die Stärken und Schwächen solcher Siedlungen lagen.

Arbeiterwohnen in der Lausitz (lausitzer-bergbau.de)
Der Abbau von Erz und Kohle führte dazu, dass Deutschland dichter besiedelt wurde. Denn die Arbeiter zogen dort hin, wo die Rohstoffe gefunden und abgebaut wurden. Das konnte auch auf der grünen Wiese oder bei Dörfern sein. Dort entstanden dann neue Siedlungen. Wie das geschah, erfahrt ihr auf dieser Seite am Beispiel des Lausitzer Bergbaus.

Themenroute Arbeitersiedlungen (route-industriekultur.de)
Dass Arbeitersiedlungen im 19. Jahrhundert wie Pilze aus dem Boden schossen, zeigt diese virtuelle Route durch Siedlungen an den Flüssen Ruhr und Lippe. Einundfünfzig Stationen könnt ihr abradeln oder euch im Internet anschauen.

Schöne neue Welt: Gartenstädte (feruni-hagen.de)
Schmutzig, eng, dunkel und muffig. So waren im 19. Jahrhundert viele Arbeiterwohnungen in den Großstädten. Einige Stadtplaner und Architekten meinten, dass die Menschen nicht nur in größeren Wohnungen, sondern auch in einer erholsamen und schönen Umgebung leben sollten. Die Idee der Gartenstadt war geboren

Arbeiter und Arbeitsbedingungen

Industrialisierung/Arbeitsbedingungen – Publikationen (library.fes.de)
Auf dieser Seite findet Ihr digitalisierte Quellen aus dem 19. Jahrhundert, in denen die Autoren die Arbeitsbedingungen in verschiedenen Branchen der deutschen Wirtschaft beschreiben.

Acht Stunden ist kein Tag (Haus der bayerischen Geschichte)
Der Acht-Stunden-Tag ist für viele Menschen in Europa heute vollkommen normal. Im 19. Jahrhundert mussten ihn sich die Arbeiter erkämpfen. Denn die Arbeitszeit lag damals bei bis zu sechzehn Stunden.

Kind sein im 19. Jahrhundert war nur dann Spaß und Spiel, wenn man aus einer adeligen oder bürgerlichen Familie kam. Alle anderen Kinder mussten ran: In den Kohlegruben, an die Förderbänder in den Fabriken und an die Webstühle. Auf dieser Seite findet ihr Quellen zur rechtlichen Regelung und zeitgenössische Beschreibungen von Kinderarbeit.

Zur Geschichte der Kinderarbeit in Deutschland und Europa (bpb.de)
Der Autor beschreibt in diesem Text, welche Arbeit Kinder auf dem Land und in Fabriken leisteten. Außerdem beschreibt er, wie das Schulsystem sich im 19. Jahrhundert veränderte, so dass Kinder später arbeiten gingen und länger lernen konnten.

Die Industrialisierung und die politischen Bewegungen


Die Deutschen – Karl Marx und der Klassenkampf (youtube.de, zdf_neo)
Marx war der Überzeugung, dass die Industriellen die Arbeiter ausbeuten und unterdrücken. Die Arbeiter sollten sich als politische Klasse begreifen und befreien, forderte er. Marx war der bedeutendste Vordenker der Arbeitsbewegung. Ihn und seine Ideen könnt ihr in dieser Dokumentation kennen lernen.

Wer nachlesen möchte, was Marx über das Kapital, die Revolution der Arbeiterklasse und die kommunistische Bewegung geschrieben hat, kann das hier tun.

Weitere Materialien zu Karl Marx findet ihr in unserem Philosophie-Dossier.

Arbeiterbewegung und Sozialpolitik in Deutschland 1900-1914 (bibliothek.uni-kassel.de)
Der Autor dieses Buches beschreibt ausführlich die Geschichte der verschiedenen Arbeiterbewegungen: von den ersten Arbeitervereine hin zu Gewerkschaften und Sozialdemokratie. Außerdem erklärt er sozialpolitische Maßnahmen wie die Arbeiter- und Invalidenversicherung und Krankenkassen.

Wie alles begann – Frauen um 1800 (bpb.de)
Diese Überblicksdarstellung zeigt, wie sich Frauen seit der französischen Revolution organisierten. Denn Freiheit und Gleichheit wollten die Revolutionäre zunächst nur für Männer erkämpfen.

Die deutsche Frauenbewegung (dhm.de)
Es gab nie die eine Frauenbewegung. Noch nicht einmal über das Wahlrecht waren sich die verschiedenen Gruppierungen einig. Auf dieser Seite erfahrt ihr mehr über die proletarische und die konservative Frauenbewegung.

Menschen, die von Alkohol durchtränkt sind” (labournet.de)
Ein wichtiges Thema für Sozialreformer war der Alkoholkonsum der Arbeiter. Die meisten Experten sagten, er würde die Arbeiter sittlich und körperlich verderben. Wie die SPD dem Problem begegnen wollte, schildert der Autor dieses Textes.

Konsum, Kultur und Unterhaltung

Die Weltausstellung 1851 in London (expo2000.de)
Weltausstellungen waren Leistungsschauen der Industrienationen. Die Werke der Ingenieurskunst, des Kunsthandwerks, Glaspaläste und neue Erfindungen zogen ein staunendes Publikum an. Überall in der jeweiligen Gastgeberstadt gab es Neues zu entdecken, Besucher und Einheimische feierten reichlich. Die Briefe eines deutschen Besuchers vermitteln euch einen Eindruck, wie die Weltausstellung von 1876 aussah.

Auch Künstler beschäftigten sich mit der Industrialisierung. Manche von ihnen waren fasziniert von der Ästhetik der Stahlproduktion. Andere Künstler, etwa die Expressionisten, beobachteten die industrialisierte Gesellschaft eher kritisch.

Karl Ernst Osthaus – Millionenerbe mit Mission (planet-wissen.de)
Nicht alle Industriellen im 19. Jahrhundert dachten nur daran ihren Reichtum zu vermehren sondern begeisterten sich auch für Kunst. Sie förderten Künstler und wurden deswegen Mäzene genannt. Den Mäzen Karl Ernst Osthaus könnt ihr auf dieser Seite kennen lernen.

Mythos Fußball und Arbeiter (geschichtskultur-ruhr.de)
Ohne die Industrialisierung wäre Fußball vielleicht bis heute kein Breitensport. Vor der Industrialisierung haben nur Gymnasiasten, Angestellte und Adelige Fußball gespielt und geschaut. In diesem Text könnt ihr nachlesen, was der Fußball der Industrialisierung zu verdanken hat.

An illustrated guide to Blackpool Tower, 1899 (amounderness.co.uk)
Ingenieure galten im 19. Jahrhundert auch als Künstler. Viele Menschen bewunderten ihre massiven oder fragilen und schwindelerregenden Konstruktionen. Ein Beispiel für ein solches Kunstwerk ist der Blackpool Tower. Die Stahlkonstruktion war ein Vergnügungsort mit Aquarium, Garten und Tanzsaal. Mit einem Lift konnten Besucher alle paar Minuten auf bis zu 131 Meter Höhe fahren. Noch heute ist der Turm eine Attraktion. Schaut ihn euch an! Erinnert er auch an etwas?

Brot und Dividende (digitale-sammlungen.de)
Konsumgenossenschaften entstanden in England und breiteten sich im 19. Jahrhundert auch in Deutschland aus. Arbeiter und Handwerker schlossen sich zusammen, um die günstige Versorgung mit Waren gewährleisten. Eine ausführliche Geschichte der Konsumgenossenschaften ist in diesem digitalisierten Buch dargestellt.

Ernst Litfaß darf erste Säule aufstellen (br.de)
Der Drucker Ernst Litfaß hat das Medium erfunden, das auch heute noch große Firmen für ihre Werbeplakate nutzen. Die Geschichte der Litfaßsäule und eine Geschichte der frühen Werbung könnt ihr euch in diesem Radiobeitrag nahebringen lassen.

Geschichte der Werbung (spiegel.tv)
Die Litfaßsäule ist schon über 150 Jahre alt. Die Fernsehwerbung ist natürlich jünger. Ihre Geschichte erzählt dieser Film und damit auch eine Geschichte der deutschen Konsumgesellschaft.

Ad Access (Duke University)
Die USA gelten als erste Konsumgesellschaft. Daher kommt von dort besonders viel Werbung – die im 19. Jahrhundert noch Reklame hieß. Auf dieser Seite können Schüler in einer großen Sammlung alter Werbeplakate und Anzeigen stöbern. Wer Bildmaterial für ein Referat braucht, wird hier sicher fündig.

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Europäischer Kolonialismus

Von 24. Januar 2014 um 17:52 Uhr
Kolonialismus Sklaven

Sklaven werden an Bord eines Schiffs von einem Kolonialherrn befragt. © Hulton Archive/Getty Images

Die Epoche des neuzeitlichen Kolonialismus begann Ende des 15. Jahrhunderts und reichte bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dass die Europäer auf die Idee kamen, Länder außerhalb Europas zu erkunden, für den Handel zu erschließen und die Herrschaft über die Bevölkerung zu beanspruchen, hatte verschiedene Gründe.

Erst seit der Mitte des 15. Jahrhunderts war es europäischen Seefahrern möglich, die sieben Weltmeere zu besegeln. Bis dahin waren Schiffe nicht hochseetauglich, und das Wissen der Kartografen und Astronomen reichte nicht aus, um zu allen Kontinenten zu gelangen.

Der Wille, fremde Länder für den Handel zu erschließen, entstand mit den kapitalistischen Wirtschaftssystemen in Europa ab dem 16. Jahrhundert. Denn der Bedarf an Rohstoffen, Gold, Gewürzen und Farbstoffen war in Europa hoch und nicht mehr durch die lokalen Ressourcen zu decken. Die Waren von Zwischenhändlern wie dem Osmanischen Reich zu kaufen war teuer. Auch das Bevölkerungswachstum und der steigende Bedarf an Nahrungsmitteln führten dazu, dass die Europäer Kolonien errichteten. Die Industrialisierung beförderte die Bewegung zusätzlich.

Kaufleute schlossen sich zu Handelsgesellschaften zusammen und finanzierten ebenso wie Könige und Adelige die Fahrten in die neue Welt. So entstand zunächst ein weltumspannendes Handelsnetz. Die Herrschaft über Kolonien erlangten die Machthaber Europas, indem sie Militär in die Kolonien entsendeten und Zivilverwaltungen aufbauten. Dieses Vorgehen rechtfertigten sie damit, dass sie die Bevölkerung in den kolonialen Besitzungen für minderwertig erklärten. Die sogenannten Wilden betrachteten sie als rassisch unterlegen, als unzivilisiert und unfähig, sich selbst zu verwalten. Es galt daher als legitim, sie in den Kolonien zur Arbeit zu zwingen oder als Sklaven zu exportieren.

Kolonialmächte wollten Kolonien aber nicht nur beherrschen und ausbeuten, sondern ihnen auch ihre Kulturen und Religionen aufprägen. Die Kirchen entsendeten Missionare, um die Menschen in den Kolonien zu christianisieren. Die Kolonialverwaltungen zwangen der Bevölkerung die Sprache der Kolonialherren auf und versuchten, regionale Traditionen abzuschaffen. Gleichzeitig nutzten Wissenschaftler die koloniale Bevölkerung als Forschungsgegenstand.

Aus dem Wettstreit um die besten Kolonien resultierten immer wieder gewaltsame Konflikte. Sie führten dazu, dass die Kolonialreiche Spaniens und Portugals im 17. Jahrhundert ihre Bedeutung verloren. Auch die Unterdrückung der Bevölkerung in Kolonien führte zu Kriegen. Der Boxeraufstand und Herero-Krieg zeigen, dass die Menschen in den Kolonien sich gegen Versklavung und die Ausbeutung ihrer Rohstoffe wehrten. Sie zeigen auch, wie brutal die Kolonialherren gegen Menschen vorgingen, die sie als minderwertig betrachteten.

Auf dieser Seite erfahren Schüler mehr über die wirtschaftlichen, politischen, sozialen, wissenschaftlichen und kulturellen Aspekte des Kolonialismus. Die Texte und Videos behandeln auch die Geschichte der Sklaverei, der Kolonialgesellschaften und der Verbindung von Wissenschaft und Kolonialismus.

Zu den Begriffen: Kolonialismus, Imperialismus

Kolonialismus und Imperialismus von 1450 bis 1950 (Europäische Geschichte Online)
Wann begannen die Europäer, ferne Länder zu kolonialisieren? Was bedeuten die Begriffe Kolonialismus und Imperialismus? Das erfahren Schüler aus diesem Text.

Kolonialherrschaft und Imperialismus – ein Blick zurück (Deutsches Historisches Museum)
In diesem Artikel erklärt der Historiker Wolfgang Mommsen ausführlich den historischen Kontext von Kolonialismus und Imperialismus. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den kolonialen und imperialistischen Ideen und Praktiken des Deutschen Reichs.

Europäische Begegnungen im Zeitalter der Expansion (Europäische Geschichte Online)
Der Beitrag rekonstruiert die europäische Expansion in Übersee. Der Autor beschreibt die vielfältigen Begegnungen von europäischen Seefahrern, Eroberern, Kolonisatoren, Kaufleuten und Missionaren mit den “anderen” Völkern und Kulturen im Verlauf von vier Jahrhunderten.

Kolonialismus: Bereiche der Kolonialpolitik

Herrschaft (Europäische Geschichte Online)
Die europäischen Mächte haben mit den Kolonien in Übersee Herrschaftsgebiete errichtet. Eine banale Feststellung. Doch wer kann auf die Schnelle beantworten, wie sie das getan haben? Dieser Text erklärt, wer die Akteure europäischer Kolonialisierung waren, welche Herrschaftsstrukturen sie aufgebaut haben und wie die sich veränderten.

Wie funktionierten afrikanische Gesellschaften, bevor die Kolonialmächte kamen? Mehr darüber erfahren Schüler hier. Wie der Wettlauf um die Kolonien ablief und wie die Kolonialisten die Gesellschaft, Politik und Wirtschaft in Afrika veränderten, erklärt diese Publikation.

Kolonialpolitik (Deutsches Historisches Museum, DHM)
Das DHM erklärt die Grundlagen der deutschen Kolonialpolitik. Schüler können nachlesen, was die Deutschen in den Kolonien Kamerun, Togo, Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia) und Deutsch-Ostafrika (heute Tansania, Ruanda und Burundi) wollten.

Bernhard von Bülow über Deutschlands “Platz an der Sonne” (germanhistorydocs.ghi-dc.org)
Bernhard von Bülow hielt seine berühmte Rede 1897, als er Außenminister war. Seine Vision deutscher Kolonialmacht lieferte das ideologische Fundament für die expansionistische deutsche Flottenpolitik, die kurz darauf begann.

Kolonialismus und Landwirtschaft (LwG, Universität Hannover)
Auf dieser Seite erfahren Schüler, wie die Kolonialherren die Landwirtschaft in den Kolonien veränderten und den modernen europäischen Staat nach Afrika zu exportieren versuchten.

Kolonialrecht (Europäische Geschichte Online)
Die Europäer legten Gesetze fest, die das Leben in den Kolonien in Übersee regelten und die Inbesitznahme der Kolonien legalisierten. In diesem Text rekonstruiert der Autor, wie sich das Kolonialrecht entwickelte.

Sprachenpolitik in Togo als Mittel kolonialer Herrschaft (freiburg-postkolonial.de)
Am Beispiel Togo zeigt die Autorin, dass Sprachenpolitik ein wichtiges Mittel war, um die Herrschaft in einer Kolonie zu sichern.

Afrika in der NS-Planung eines großgermanischen Reiches (africavenir.org)
Mit dem Versailler Vertrag hatte das Deutsche Reich seine Kolonien verloren. Das hinderte die Nationalsozialisten nicht daran, sich eine eigene Kolonialpolitik zu überlegen. Der Autor beschreibt, was die Nationalsozialisten in Afrika wollten und wie sie mit den afrikanischen Einwohnern umgehen wollten.

Kolonialismus: Sklaverei und Sklavenhandel

Sklaverei in Afrika (LwG, Universität Hannover)
Auf dieser Seite erfahren Schüler, was der Begriff Sklave bedeutet und was die Sklaverei in der Zeit des Kolonialismus von der Sklaverei in der Antike unterscheidet.

Sklaven für Amerika (planet-wissen.de)
Auf dieser Seite können Schüler sich über die Geschichte des transatlantischen Sklavenhandels informieren.

Der Transatlantische Dreieckshandel (zuckerinfo.de)
Auf dieser Seite erfahren Schüler am Beispiel des Zuckers, was der Begriff Dreieckshandel bedeutet. Außerdem wird erklärt, was die Stationen des Dreieckhandels waren und warum Sklaven eine so wichtige Rolle dabei spielten.

Sklaverei in Südafrika (LwG, Universität Hannover)
Die Sklaverei in Südafrika unterscheidet sich von der in anderen Teilen Afrikas, weil die Europäer im Land selbst Sklaven hielten. Hier erfahren Schüler mehr über die Sklavenhaltung und wie sie in die Kritik geriet.

Der Kampf gegen die Sklaverei (radioWissen, BR)
Reiche Engländer konnten ein luxuriöses Leben führen, weil sie Sklaven auf Plantagen ausbeuteten. Dennoch spielten die englischen Quäker im Kampf gegen die Sklaverei die Vorreiterrolle. Verboten wurde sie aber erst im Jahr 1807.

Kolonialismus: Die portugiesischen Kolonien

Die europäische Expansion in den Indischen Ozean bis zum 18. Jahrhundert (Militärgeschichtliches Forschungsamt)
Portugiesische Seefahrer segelten im 16. Jahrhundert zu den Ländern entlang der afrikanischen Ostküste, am Horn von Afrika und im Persischen Golf, um dort Handelsplätze zu erschließen. Warum die Portugiesen sich auf den Weg in die bisher islamische Welt machten, wie sie ihre Vormachtposition sicherten und schließlich verloren, erklärt dieser Text.

Zeitalter der Entdeckungen: Die Portugiesen vor der Küste Westafrikas (Militärgeschichtliches Forschungsamt)
Bereits im 15. Jahrhundert, lange bevor der Kongo belgische Kolonie wurde, war das Land portugiesische Kolonie. Die Portugiesen beuteten die Ressourcen aus und versklavten die Bevölkerung. Wie Portugal zum Kolonialreich aufstieg und im Kongo herrschte, erfahren Schüler aus diesem Text.

Kolonialismus: Die spanischen Kolonien

La Conquista (laconquista.de)
Herzstück des spanischen Kolonialreichs waren Mexiko und Peru. Auf dieser Seite finden Schüler ausführliche Informationen zum Verlauf der Kolonialisierung, Biografien der Akteure sowie wichtige Dokumente und Verträge.

Die Geschichte der Expansion des Spanischen (Ludwig-Maximilians-Universität München)
Dieser Überblick fasst zusammen, was die Voraussetzungen für die spanische Expansion waren, wie Spanien Kolonien in Besitz nahm und dann besiedelte und verwaltete.

Hernán Cortés – Ein Eroberer mit vielen Gesichtern (radioWissen, BR)
Aus diesem Radiobeitrag erfahren Schüler, wie der Konquistador Hernán Cortés für die spanische Krone nach Mexiko segelte, dort die Azteken besiegte und Spanien so eine reiche Kolonie erschloss.

Kolonialismus: Die Niederlande und ihre Kolonien

Niederländisch Guyana / Suriname (Universität Münster, Haus der Niederlande)
Die Niederländer besaßen auf dem amerikanischen Kontinent Kolonien, die heute Suriname und Guyana heißen. Welche Wirtschaftszweige dort eine Rolle spielten, wie die Kolonialherren mit den Sklaven umgingen und wie diese sich befreiten, erfahren Schüler auf dieser Seite.

Niederländisch-Ostindien (Universität Münster, Haus der Niederlande)
Das heutige Indonesien war einst im Besitz der Niederländer. Welche Politik die Niederländer verfolgten, wie die Arbeitsverhältnisse waren und welcher Skandal schließlich zum Ende der Kolonialherrschaft führte, erfahren Schüler auf dieser Seite.

Kolonialismus: Die Kolonien Großbritanniens

Das Britische Empire – Geschichte eines Weltreichs (chbeck.de, Buchauszug)
Bevor Großbritannien im 18. und 19. Jahrhundert zur größten Kolonialmacht wurde, unternahmen britische Kaufleute, Seefahrer und die britische Krone viele Versuche, auf dem Seeweg zu fremden Kontinenten zu gelangen, um dort Kolonien in Anspruch zu nehmen. Die Vorgeschichte des Empire, die Geschichte der Konkurrenz mit anderen Kolonialmächten und die Geschichte der großen englischen Seefahrt, können Schüler hier nachlesen.

Von den Kolonien zur geeinten Nation – Kolonialzeit (Bundeszentrale für politische Bildung)
Auf dieser Seite finden Schüler eine Einführung in die Geschichte der britischen Kolonien in Amerika. Von den ersten Siedlungen über die Hochphase der Kolonialzeit bis zum Unabhängigkeitskrieg reichen die Informationen.

Die Kolonialisierung Indiens und der Weg in die Unabhängigkeit (Universität Freiburg)
In diesem Text schildern die Autorinnen, wie Britisch-Indien von einem Handelsstützpunkt zur Herrschaftskolonie wurde, wie die Briten die Gesellschaft veränderten, warum schließlich 1947 die Unabhängigkeit verkündet wurde – und die beiden Staaten Indien und Pakistan entstanden.

Britisch-Indien – Vom Beginn der europäischen Expansion bis zur Entstehung Pakistans (Militärgeschichtliches Forschungsamt)
Die größte britische Kolonie war Britisch-Indien. Dieser Text erzählt, wie die Briten zu der Kolonie kamen, sie beherrschen und wirtschaftlich ausbeuteten und wie schließlich ein Teil der Kolonie zum heutigen Pakistan wurde.

Verwaltungsstrukturen und Herrschaftsinstitutionen in den britischen und französischen Kolonialimperien (Sonderforschungsbereich Governance)
In einem Abschnitt dieses Textes beschreiben die Autoren das politische System in den britischen Kolonien Massachusetts und South Carolina.

Kolonialismus: Das Deutsche Reich und seine Kolonien

Die Kolonialpolitik des Deutschen Kaiserreichs in Afrika (Militärgeschichtliches Forschungsamt)
Aus diesem Text erfahren Schüler, wie das Deutsche Reich ab 1871 zur Kolonialmacht in Afrika aufstieg. Die heutigen Staaten Togo, Kamerun, Tansania, Namibia, Ruanda, Burundi und Papua-Neuguinea wurden zu Schutzgebieten, in denen die Deutschen nach und nach die Vorherrschaft etablierten.

Das Weltreich der Deutschen – Sturm über Südwest (Phoenix Dokumentation, youtube.com)
Dieser Film zeigt die Geschichte der deutschen Kolonie Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia). Er beginnt mit der Inbesitznahme durch den Kaufmann Adolf Lüderitz. Es geht um die sogenannten Schutzverträge zwischen den Einheimischen und den Kolonialherren, die Auswanderung Deutscher, den Herero-Aufstand und den von Lothar von Trotha erlassenen Vernichtungsbefehl.

Freiburg und der Gouverneur von “Deutsch-Südwestafrika”, Theodor Leutwein (freiburg-postkolonial.de)
Theodor von Leutwein war ab 1898 Gouverneur von Deutsch-Südwestafrika und ließ sich nach Ende des Herero-Aufstands in den Ruhestand versetzen. Auf dieser Seite finden Schüler Zeitungsartikel über Leutwein. Sie erfahren so mehr über seine Politik in Deutsch-Südwestafrika.

Deutschland und China im Zeitalter des Kolonialismus (Bundesarchiv, mehrteilig)
Das sogenannte Schutzgebiet Kiautschou mit der Hauptstadt Qingdao/Tsingtau war deutscher Flottenstützpunkt und Zugang zum begehrten Handelsraum in China. Die sieben Dokumentationen einer Ausstellung zeigen, wie das Gebiet Kolonie wurde, wie danach die politische und wirtschaftliche Entwicklung verlief und geben Informationen zum Boxeraufstand. Hier finden Schüler Teil zwei, drei, vier, fünf, sechs und sieben.

Der Aufbau der Kolonialstadt Tsingtau: Landordnung, Stadtplanung und Entwicklung (Deutsches Historisches Museum)
Dieser Artikel beschreibt ausführlich, was nach der Besetzung der Kiautschou-Bucht 1897 geschah. Denn bis dahin hatten die Deutschen ja nur ein Stück Land besetzt. Das wurde nun vermessen, aufgeteilt, Bebauungspläne wurden erstellt, und schließlich entstand die Stadt Tsingtao mit einem Handelshafen und Flottenstützpunkt.

Afrikanische Zuwanderung nach Deutschland zwischen 1884 und 1945 (Bundeszentrale für politische Bildung)
Wie haben die Menschen afrikanischer Herkunft bis 1945 in Deutschland gelebt? Wer waren sie und unter welchen Bedingungen meisterten sie das Leben in einer Gesellschaft, die sie als  Fremde betrachtete? Eine Analyse von Originaldokumenten und Fotografien.

Eine deutsche “Musterkolonie” – Samoa unter dem Kosmopoliten Wilhelm Solf (Bundesarchiv)
Anhand von Bildern und Dokumenten erfahren Schüler, wie der deutsche Munizipalpräsident von Samoa, Wilhelm Solf, die politischen Spannungen in der Kolonie beurteilte und beseitigen wollte.

Die Kolonie Deutsch-Ostafrika (Deutsches Historisches Museum)
Auf dieser Seite erhalten Schüler einführende Informationen über die Kolonie Deutsch-Ostafrika.

Kolonialismus: Die Kolonien Belgiens

Das Unternehmen Kongo (DIE ZEIT, 23/1999)
In diesem Artikel beschreibt der Autor, warum König Leopold meinte, eine eigene Kolonie zu brauchen, wie er in den Besitz des Kongo gelangte und eine Verwaltung aufbaute, um das Land auszubeuten.

Weißer König, roter Kautschuk, schwarzer Tod (Phoenix, YouTube, neun Teile)
Der Kautschuk-Abbau im Kongo machte König Leopold zum zweitreichsten Mensch seiner Zeit. Der Reichtum beruhte auf Folter, Versklavung und Völkermord. Diese mehrteilige Reportage zeigt, wie Leopold die Kongolesen ausbeuten ließ und warum die belgischen Gräueltaten schließlich doch bekannt wurden.

Held des Kongo (DIE ZEIT, 44/2006)
Im Ausland wurde erst spät bekannt, mit welchen brutalen Methoden König Leopold die Kautschuk-Arbeiter ausbeuten ließ. Für deren Befreiung und gegen den König setzte sich der Missionar William Sheppard ein und musste dafür büßen.

Lumumbas Martyrium (DIE ZEIT, 3/2011)
Der Kongolese Patrice Lumumba wollte den Kongo nach der Dekolonialisierung zu einer Demokratie machen. Da die USA und Belgien aber gegen Lumumbas Befreiungspolitik waren, musste er sterben. Dieser Artikel zeigt, dass Kolonialmächte ihre ehemaligen Besitzungen auch nach der Dekolonialisierung unter Kontrolle behalten wollten.

Kolonialismus: Die Kolonien Frankreichs

Zwischen zwei Kolonialreichen: Algerien im 19. Jahrhundert (LwG, Universität Hannover)
Dieser Artikel beschreibt die Geschichte Algeriens unter französischer Kolonialherrschaft im 19. Jahrhundert.

Das Königreich Dahomey zwischen Sklavenhandel und französischer Kolonie (LwG, Universität Hannover)
Aus diesem Text erfahren Schüler mehr über die Geschichte Französisch-Westafrikas. Dazu gehörte das Königreich Dahomey (heute Benin). Der Autor schildert die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse vor der Kolonialisierung, wie Dahomey zur französischen Kolonie wurde und welche Rolle der Sklavenhandel spielte.

Verwaltungsstrukturen und Herrschaftsinstitutionen in den britischen und französischen Kolonialimperien (Sonderforschungsbereich Governance)
In einem Abschnitt dieses Textes beschreiben die Autoren das politische System in den französischen Kolonien Canada und Louisiana.

Frauen im Spannungsfeld des Droit colonial in Afrique Occidentale Française (Universität Wien)
In diesem Text beschreibt die Autorin, dass die Franzosen Kolonialrecht entwickelten, um die Bevölkerung in ihren Kolonien zu kontrollieren und zu “zivilisieren”. Anhand von zwei Fallbeispielen beschreibt sie, wie sich dadurch die Rechte und die Rolle der Frauen veränderten.

Die Verdoppelung der USA (DIE ZEIT 18/2003)
Die Kolonie Louisiana mitten in den heutigen USA gehörte Frankreich bis 1803. Warum Napoleon Bonaparte sich entschied, die Kolonie zu verkaufen und die Geschichte einer ganz und gar ungewöhnlichen Entkolonialisierung erzählt dieser Artikel.

Kolonialismus: Kolonialgesellschaften und kolonialer Handel

Afrika Hamburg (afrika-hamburg.de)
Hamburg war das Zentrum des deutschen Kolonialismus. Von dort stachen die Schiffe der Handelsgesellschaften in See. Hier erfahren Schüler, wie Hamburger Kaufleute die Kolonien und die Menschen dort sahen, welche Kolonialwaren nach Hamburg kamen und wo heute noch Spuren des Kolonialismus in Hamburg zu sehen sind. Außerdem gibt es eine ausführliche Literaturliste zum Thema Kolonialismus.

Kaufleute, Konsuln, Kapitäne: Frühe deutsche Wirtschaftsinteressen in China (Deutsches Historisches Museum)
Der Autor dieses Textes beschreibt die Geschichte der deutsch-chinesischen Handelsbeziehungen. Wie versuchten die Hamburger, sich gegen die dänische Konkurrenz durchzusetzen? Wer trieb den Handel voran? Welche Rolle spielten deutsche Konsulate?

East India Company (UK Tea Council)
Ab dem 17. Jahrhundert gab es mehrere Ostindien-Kompanien, die den Handel mit dem indischen Subkontinent und Südostasien organisierten. Eine davon war die britische. Sie sorgte dafür, dass die Engländer immer genug Tee hatten. Um die Handelsstationen zu sichern, unterhielt sie eine eigene Armee. Eine kurze Geschichte der Kompanie bis zu ihrem Ende können Schüler auf dieser Seite nachlesen.

Die Vereinigte Ostindische Kompanie (Universität Münster, Haus der Niederlande)
Die Vereinigte Ostindische Kompanie war die niederländische Handelsorganisation, die Amsterdamer Kaufleute gründeten, um das portugiesische Handelsmonopol zu brechen. Hier finden Schüler umfangreiche Informationen über die Gründung, die Monopolpolitik und wirtschaftliche Bedeutung der Kompanie.

Der Bildbestand der deutschen Kolonialgesellschaft (Universitätsbibliothek Frankfurt am Main)
Die Mitglieder der Deutschen Kolonialgesellschaft machten auf Handelsreisen und Expeditionen viele Fotos, die Schüler im Internet einsehen können. Sie erfahren so, welches Bild sich die Kolonialisten von den Menschen in Kolonien, der Flora und Fauna, dem gesellschaftlichen Leben und der Architektur machten.

Kolonialismus: Aufstände und Kriege in und um Kolonien

“… deutsches Blut zu rächen.” (DIE ZEIT, 3/1994)
Wie es zum Herero-Aufstand kam und wie er verlief, erfahren Schüler aus diesem Artikel des Historikers Volker Ulrich.

Der Krieg gegen die Herero 1904 (Bundesarchiv)
Hier finden Schüler digitalisierte Bilder, Texte und Karten über den Hereor-Aufstand: Wie beurteilten Kolonialverbände, Politiker und ausländische Beobachter den Aufstand? Welche Rolle spielte der deutsche Gouverneur Leutwein?

Der Herero-Aufstand aus der Sicht des Soldaten und Kolonialschriftstellers Paul Leutwein (Bundesarchiv)
Die digitalisierten Bilder zeigen, wie Leutwein die Kämpfer der Herero und die deutschen Soldaten sah – man könnte meinen, es sei kein Schuss gefallen.

Widerstand – Eine Erinnerung (africavenir.org)
Aus dieser Dokumentation erfahren Schüler Grundlegendes über die Phasen des afrikanischen Widerstands und können sich über vier afrikanische Widerstandskämpfer informieren: Hendrik Witbooi, Rudolf Manga Bell, Samuel Maharero und Kinjikitile Ngwale.

Gegen die ausländischen Barbaren: Die “Boxer” und ihr Mythos (Deutsches Historisches Museum)
Zwei Mythen rankten sich um den Boxeraufstand in China. Der Mythos des zivilisierten Abendlandes, das der “Gelben Gefahr” entgegen trat. Der andere, der chinesische, von mutigen chinesischen Bauern, die sich gegen die imperialistischen Besatzer gewehrt haben. Der Autor stellt diese beiden Mythen einander gegenüber und beschreibt so, was der Boxeraufstand war.

Die Sklavenrevolution von Saint-Domingue/Haiti und ihre internationalen Auswirkungen (1789/91-1804/25) (AVINUS-Magazin, magazin.avinus.de)
In der französischen Kolonie Saint-Domingue (heute Haiti) gelang der erste und einzige erfolgreiche Sklavenaufstand, der schließlich zur Ausrufung eines unabhängigen Staates führte. Mehr darüber erfahren Schüler aus diesem Artikel.

“Pardon wird nicht gegeben!” (DIE ZEIT, 2000)
1900 erhoben sich die chinesischen Yihetuan gegen die europäischen Besatzer, die sogenannten weißen Teufel, zum Boxeraufstand. Berüchtigt ist der Aufstand auch wegen der brutalen Reaktion deutscher Soldaten und Kaiser Wilhelms “Hunnenrede“.

Der Maji-Maji-Krieg (LwG, Universität Hannover)
Der Maji-Maji-Krieg zwischen 1905 und 1906 war der Widerstand von Afrikanern gegen die deutsche Kolonialherrschaft in Ostafrika. Auf dieser Seite können Schüler nachlesen, wie er verlief.

Eine deutsche Hölle (DIE ZEIT, 27/2005)
Der Autor dieses Artikels zeigt, dass deutsche Kolonialisten heute keinesfalls problemlos verehrt werden können. Er berichtet über den Maji-Maji-Aufstand, den die Deutschen 1905 niederschlugen.

Marokko 1921 – Ein vergessener Krieg (arte, YouTube)
Diese Dokumentation zeigt Auslöser und Verlauf des Rif-Kriegs. Spanier und Franzosen wollten ihre kolonialen Besitzungen in Nord-Marokko erweitern, da dort Eisenerzvorkommen im Boden lagen. Der Berberstamm der Rifkabylen unter Führung von Mohammed Abd al-Karim setzte sich immer wieder erfolgreich gegen die Eindringlinge zur Wehr, bis es 1921 zum Krieg kam.

Afghanistan als Objekt britischer und russischer Fremdherrschaft im 19. Jahrhundert (Militärgeschichtliches Forschungsamt)
In Zentralasien konkurrierten das zaristische Russland und Großbritannien um Handelswege und Rohstoffe. Der Historiker Jörg Barberowski erklärt, wie Afghanistan deswegen zum Kriegsschauplatz wurde.

Frankreichs Stalingrad (DIE ZEIT, 11/2004)
1954 begann die letzte Phase im Befreiungskrieg der Vietnamesen gegen die französischen Kolonialherren – die Schlacht um die Festung Dien Bien Phu. Was kaum bekannt ist: Auf beiden Seiten kämpften viele Deutsche.

Nordafrika im 19. Jahrhundert (Militärgeschichtliches Forschungsamt)
Nordafrika war im 19. Jahrhundert Schauplatz vieler Konflikte und Kriege um die begehrten Gebiete Tunesien, Libyen, Algerien und Ägypten. Russland, Großbritannien und Frankreich konkurrierten um nordafrikanische Besitzungen, das Osmanische Reich versuchte erfolglos, diesen Vorstoß aufzuhalten. Mehr über den Wettstreit um Nordafrika erfahren Schüler aus diesem Text.

Kolonialismus: Wissenschaft und Kolonialismus

Das Märchen von den menschlichen “Rassen” (köln-postkolonial.de)
Aus dieser Dokumentation erfahren Schüler, wie die ökonomischen Wissenschaften und die sogenannte Rassenkunde den Kolonialismus erforschten, förderten und die Ausbeutung der Menschen in den Kolonien rechtfertigten.

Schädel im Schrank (DIE ZEIT, 42/2011)
Händler brachten aus den Kolonien Waren mit, Wissenschaftler Menschen und deren Knochen, um “Rassenforschung” betreiben zu können. Wie Wissenschaftler an Knochen kamen, was sie daraus ableiteten und was nach dem Ende der Kolonialzeit mit den Knochen in Deutschland geschah, erfahren Schüler aus diesem Artikel.

Europäische Begegnungen im Zeitalter der Expansion (Europäische Geschichte Online)
In diesem Aufsatz beschreibt der Autor, wie Wissenschaftler, Reisende und Missionare auf die als “die Anderen” wahrgenommenen Menschen in den Kolonien reagierten. Welche Vorstellungen entwickelten sie von den Menschen, die dort lebten? Wie beeinflussten diese Vorstellungen europäischer Wissenschaftler den Umgang mit den Bewohnern in den Kolonien?

Deutsche Forschungsreisende im westlichen Zentralafrika des 19. Jahrhunderts (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
Für europäische Wissenschaftler war der afrikanische Kontinent ein Traumziel. Unzählige bisher unbekannte Tiere und Pflanzen gab es zu entdecken. Die Geografie des Kontinents galt es zu erforschen und nicht zuletzt die afrikanischen Völker und Stämme. Dieser Text berichtet über Ethnologen, die sich im 19. Jahrhundert aufmachten, um afrikanische Kulturen und Lebensweisen kennenzulernen.

Robert Koch, die Schlafkrankheit und Menschenexperimente im kolonialen Ostafrika (freiburg-postkolonial.de)
Den meisten Menschen ist Robert Koch heute als Begründer der Bakteriologie bekannt. In der Kolonialzeit erforschte er in Deutsch-Ostafrika Tropenkrankheiten. Als Versuchsobjekte dienten ihm die Bewohner der Kolonie.

Die Kaiserliche Marine und die Kaiserin-Augusta-Fluss-Expedition (Bundesarchiv)
Im 19. Jahrhundert hatte das Deutsche Reich die Inseln Kaiser-Wilhelms-Land, das Bismarck-Archipel und die nördlichen Salomonen in Besitz genommen. Die Expedition von 1912/1913 markiert die wissenschaftliche Erforschung des Kolonialgebietes. Hier finden Schüler den Bericht des Kommandanten der Kaiserin-Augusta-Fluss-Expedition.

Kolonialismus: Die christliche Mission in den Kolonien

Für Gott und Vaterland? Die christlichen Missionen (Deutsches Historisches Museum)
Am Beispiel Chinas zeigt der Autor auf, wie die katholische und protestantische Mission im 19. Jahrhundert verlief. Was waren die Ziele, welche Widerstände gab es und wie verhielten sich die Missionare?

Christliche Mission (Europäische Geschichte Online, englisch)
Dieser Text beschreibt die Hochphase der katholischen Mission zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert. Der Autor beschreibt die Ziele und das Vorgehen in Asien, Afrika und Amerika.

Kolonialausstellungen, Völkerschauen und Wahrnehmung der Kolonien im Deutschen Reich

Spuren des Kolonialismus in Hannover  (Universität Hannover)
Neben Menschen und Waren brachten die Kolonialherren auch Beschreibungen von Land und Leuten aus den Kolonien mit. In Straßennamen und Denkmälern verewigten sie die Größe des deutschen Reiches zu Hause und erinnerten an wichtige Ereignisse in den Kolonien. Wie Kolonialismus in Hannover präsent war und ist und was für ein Afrikabild Hannoveraner Kolonialisten hatten, beschreiben Studenten der Uni Hannover.

Kolonialausstellungen, Völkerschauen und die Zurschaustellung des “Fremden” (Europäische Geschichte Online)
Dieser Artikel erklärt ausführlich, welchen Zweck die sogenannten Völkerschauen hatten, wie sie aufgebaut waren und warum sie schließlich in die Kritik und damit aus der Mode gerieten.

Völkerschauen um 1900 in Freiburg – Kolonialer Exotismus im historischen Kontext (freiburg-postkolonial.de)
Auf sogenannten Völkerschauen wurden im 19. Jahrhundert Menschen aus fernen Ländern und ihre Lebensweisen ausgestellt. Die Darstellung der Menschen war dabei stark davon geprägt, dass die Kolonialherren und Wissenschaftler sie als fremd, anders, exotisch und wild wahrnahmen. Aus dieser umfangreichen Arbeit erfahren Schüler mehr über Afrikaner im Deutschland der Kolonialzeit.

Die Deutsche Colonial-Ausstellung von 1896 im Treptower Park (Deutsches Historisches Museum)
Im Rahmen der Großen Gewerbeausstellung in Berlin 1896 wurden einhundert Herero in einem nachgebauten Dorf in Berlin ausgestellt. Wie im Zoo sollten sie den Deutschen zeigen, wie Afrikaner in der Vorstellung der Deutschen lebten. Dass deutsche und afrikanische Normvorstellungen sehr unterschiedlichen waren und die menschlichen Ausstellungsstücke  aus Namibia daher für einige Aufregung sorgten, zeigt dieser Text.

Dokumentation von (post-)kolonialen Artikeln der Freiburger Lokalpresse (freiburg-postkolonial.de)
Was hielten die deutschen Medien von der deutschen Kolonialpolitik? Was schrieben Journalisten über die Themen Auswanderung, Sklavenhandel, den Boxeraufstand und andere Konflikte? Wie nahm die Presse die afrikanische Kultur und Künstler wahr, die Kolonialherren mitbrachten? In digitalisierten Artikeln der Freiburger Lokalpresse aus den Jahren 1853 bis 1943 finden Schüler Antworten auf diese und andere Fragen.

Das Ende des Kolonialismus? – Dekolonialisierung und Postkolonialismus

Deutschland in Afrika – der Kolonialismus und seine Nachwirkungen (Bundeszentrale für politische Bildung)
Der Verfasser dieser Publikation erklärt, welche Auswirkungen die deutsche Kolonialpolitik auch nach dem Verlust der Kolonien dort hatten.

Prozesse der Entkolonialisierung (1922–1962) (Militärgeschichtliches Forschungsamt)
Aus diesem Text erfahren Schüler, wie die Entkolonialisierung in den nordafrikanischen Ländern Ägypten, Algerien, Tunesien, Marokko und Libyen verlief. Es gab friedliche Prozesse, aber auf Bürgerkriege oder Kriege gegen die kolonialen Besatzer.

Der Vorwurf von kultureller Dominanz und Neokolonialismus (Bundeszentrale für politische Bildung)
Im 20. Jahrhundert haben die Kolonialmächte ihre Kolonien politisch in die Unabhängigkeit entlassen. Dennoch ist der Einfluss in den ehemaligen Besitzungen weiterhin groß. Daher ist oft die Rede vom Neokolonialismus. Was damit gemeint ist, erfahren Schüler aus dem Text.

Migrantische Einflüsse der Dekolonialisierung – von Britisch-Indien nach London  (DRadio Wissen, Deutschlandfunk)
Aus diesem Interview erfahren Schüler, was der Begriff Dekolonialisierung bedeutet. Der Historiker Sebastian Conrad erklärt auch, dass die Kolonialisierung nicht nur Spuren in den ehemaligen Kolonien hinterlassen hat. Auch die Kolonialmächte haben sich durch die Kolonialisierung verändert. Wie und warum, erklärt der Historiker im Interview.

Postkoloniale Studien (Europäische Geschichte Online)
Als postcolonial studies gilt die wissenschaftliche Untersuchung von nicht-materiellen Auswirkungen des Kolonialismus nach seinem Ende. Das bedeutet, dass die postcolonial studies nach Denkmustern, Wahrnehmungen und Vorstellungen fragen, die durch die Kolonialisierung entstanden sind und die Nach-Kolonialzeit beeinflussen.

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Kategorien: Geschichte, Kolonialismus

Zellbiologie und Stoffwechsel

Von 3. Dezember 2012 um 14:48 Uhr

Mikroskopisches Bild einer Stammzellentransplantation ® Tim Boyle/Newsmakers

Der kleinste Baustein des Lebens ist eine Zelle. Es gibt Lebewesen, die aus einer einzigen Zelle bestehen, sogenannte Einzeller, und solche, in denen mehrere verschiedene Zelltypen einen Organismus bilden. Dann sprechen Biologen von einem Mehrzeller oder Vielzeller. Dazu gehört zum Beispiel der Mensch, in dem rund 220 unterschiedliche Zell- und Gewebetypen vorkommen. Wie diese Zellen aufgebaut sind, wie sie sich vermehren oder sterben und welche Funktionen sie im Körper übernehmen, das erforscht die Zellbiologie, auch Zytologie genannt.

In jedem Körper, egal ob Mensch, Pflanze oder Tier, laufen immerzu verschiedene biochemische Vorgänge ab – Tag für Tag, Stunde um Stunde, Minute um Minute. Es werden Stoffe verwertet, um daraus Energie zu gewinnen oder etwas auf-, um- oder abzubauen. Nur so können Knochen wachsen, die Organe arbeiten und der Körper kann sich am Leben erhalten. Alle diese Vorgänge fassen Biologen unter dem Begriff Stoffwechsel zusammen. Dazu zählen zum Beispiel die Atmung, die Osmose, die Verdauung oder die Photosynthese.

Auf dieser Seite finden Schüler Materialien, die ihnen helfen, die Zellbiologie und die Stoffwechselvorgänge zu verstehen. In Texten, Videos oder ausführlich aufgeschlüsselten Zeichnungen und Bildern werden die Vorgänge Schritt für Schritt verständlich erklärt.
 

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ZEIT ONLINE-Dossier:
Zellbiologie und Stoffwechsel

 
Ausgewählte Artikel und Materialien zum Thema
 

Zellen und Zellvorgänge

Aufbau der Zelle
Wunderwelt Zelle (Planet Schule)
Wie sieht es in unseren Zellen aus? Der schwedische Medizinfotograf Lennart Nilsson zeigt mit seinen Bildern und Computeranimationen, wie das Wunderwerk Zelle funktioniert.

Zellanatomie (johnkyrk.com)
Die Struktur einer Tierzelle ist in diesem virtuellen mikroskopischen Bild zu sehen. Schüler können in die Zelle zoomen und erhalten so zusätzliche Informationen.

Leben im Kreisverkehr (DIE ZEIT, 42/2001)
Und immer wieder beginnt alles von vorn: Unser Leben beruht auf einem Kreislauf, dem Zellzyklus. Den haben zwei Briten und ein Amerikaner entdeckt – und dafür den Medizinnobelpreis bekommen.

Unser tägliches Sterben (Quarks & Co, WDR)
Diese Broschüre erklärt, warum der Traum von der Unsterblichkeit für den Menschen nicht erfüllbar ist. Schüler erfahren anhand von Beispielen mehr über Zellzyklen und Zelllebensdauern.

Mitochondrien
Mitochondrium (zytologie-online.net)
Diese Seite bietet eine Einführung zum Thema Mitochondrium und erklärt den Aufbau und die Funktion dieser Zellkraftwerke.

Miniaturbildübersicht Mitochondrien (Universität Mainz)
Auf dieser Seite zeigen zahlreiche Abbildungen, wie Mitochondrien unter dem Elektronenmikroskop aussehen.

Mitochondrien (johnkyrk.com)
In dieser virtuellen Animation können Schüler mit einem Klick auf die Pfeile in ein Mitochondrium hineinzoomen und verfolgen, wie sich seine Form ständig verändert.

Mitose
Mitose: Die ungeschlechtliche = vegetative Vermehrung von Zellen (Scheffel Gymnasium)
Diese Darstellung der Mitose haben Schüler im Unterricht erarbeitet. Sie erklären alle Fachbegriffe und ergänzen den Mitoseablauf mit einer Skizze nach der Chromosomentheorie.

Mitose (johnkyrk.com)
Diese kurze, einfache  Animation zeigt die Phasen der Mitose.

Osmose
Saubere Energie aus dem Osmosekraftwerk (nano, 3sat)
Dieser Beitrag erklärt, wie durch Osmose Energie entsteht. Das funktioniert in Gewässern, wo Süß- auf Salzwasser trifft.

Versuch zur Osmose (Planet Schule)
Wie wirken sich unterschiedlich konzentrierte Salz- und Zuckerlösungen auf Zellen aus? In diesem Osmose-Labor können Schüler selbst als Versuchsleiter experimentieren.

Warum schrumpelt die Haut beim Baden an unseren Füßen? (Planet Wissen)
Wenn die Haut an Füßen und Händen nach einem Aufenthalt in der Badewanne schrumpelig ist, war Osmose am Werk. Dieser Beitrag erklärt, was mit unserer Haut beim Baden passiert und warum nicht der ganze Körper schrumpelt.

Shrinking Eggs (Science Sparks)
Wie Osmose Eier schrumpfen lässt, zeigt dieses Experiment zum Nachmachen.

Stoffwechsel

Hormone
Wirkungsweise der Hormone (Planet Wissen)
Was sind Hormone und woher weiß ein Hormon, in welcher Zelle es welche Reaktion erzeugen soll? Aus den Texten erfahren Schüler unter anderem, wie das Schlüssel-Schloss-Prinzip funktioniert.

Die Schilddrüse – Das unterschätzte Organ (hr online)
Die Schilddrüse ist ein wichtiger Hormonproduzent im Körper. Wie Sie funktioniert und was passiert, wenn sie zu wenige oder zu viele Hormone produziert, erfahren Schüler auf dieser Seite.

Verdauung / Enzyme
Aus Kost wird Kot (Planet Schule)
Dieser Film zeigt in 3-D-Animationen, wie das menschliche und tierische Verdauungssystem von der Nahrungsaufnahme bis zum Ausscheiden von Kot funktioniert. Die Animationen zeigen, welche Rolle Darmbakterien und die Galle spielen.

Verdauen (Planet Wissen)
Verschiedene Texte und Videos erklären Schritt für Schritt die Verdauung und welche Rolle dabei zum Beispiel die Enzyme spielen.

Die weiße Revolution (ZEIT Wissen)
Das Verdauungssystem ist nicht bei allen Menschen gleich. Dieser Text erklärt, warum zum Beispiel viele Asiaten keine Milch vertragen.

Atmung
Wie die Lunge uns Leben einhaucht (br radio)
Dieser Beitrag erklärt, wie beim Atmen aus dem lebenswichtigen Sauerstoff Kohlendioxid entsteht. Atemmuskulatur, Atemzentrum und verschiedenen Formen des Atmens werden vorgestellt.

Lunge (Planet Wissen)
Die Lunge ist eines der leistungsstärksten Organe des Menschen. Hier finden Schüler mehrere Texte und Videos über die Lunge. Sie erklären unter anderem, wie ein Fötus im Mutterleib atmet und wie Taucher das Luftanhalten trainieren.

Atemlos – wenn die Luft knapp wird (Quarks & Co, WDR)
Wie die Luft auf die Erde gekommen ist, warum Fische im Wasser atmen können und was im Körper passiert, wenn die Luft knapp wird, erfahren Schüler aus dieser Broschüre.

Photosynthese
Photosynthese (toobrain.com)
In diesem Beitrag erklärt die Sprecherin anhand von Zeichnungen die Unterschiede zwischen der lichtabhängigen und der lichtunabhängigen Phase bei der Photosynthese.

Warum das Atmen der Bäume so wichtig ist  (ZEIT ONLINE, 27.11.2011)
Dank der Photosynthese sorgen Bäume in einer Stadt für gute Luft, so wie es Zimmerpflanzen in geschlossenen Räumen tun.

Kraft durch Saft (DIE ZEIT, 21/2008)
Verblühte Tulpen und Osterglocken sollte man nicht abschneiden, die Zwiebel benötigt die Blätter noch zum Krafttanken. Wieso, steht in diesem Text.

Glykolyse – Energiestoffwechsel
Glykolyse (johnkyrk.com)
Wie sich die Bestandteile eines Glukosemoleküls zu Fructose umwandeln, verdeutlicht diese animierte Grafik.

Sportverletzungen vorbeugen (Planet Wissen)
Wenn Muskeln sauer werden und Sport nicht den gewünschten Erfolg bringt, liegt das oft daran, dass ein Sportler im falschen Energiestoffwechsel trainiert. Was das bedeutet, erklärt dieser Text.

Glykolyse (u-helmich.de)
Auf dieser Seite können Schüler Schritt für Schritt den Abbau von Glukose durch Glykolyse nachvollziehen. Die Grafik rechts auf der Seite erklärt Gärung, den Zitratzyklus und die Atmungskette.

Blutkreislauf

Blut – Saft des Lebens (Planet Wissen)
Der englische Arzt William Harvey hat Anfang des 17. Jahrhunderts den Blutkreislauf entdeckt. Hier finden Schüler eine Sammlung von Texten und Videos rund um den tierischen und den menschlichen Blutkreislauf.

Diabetes

Diagnose “zuckerkrank“ (Quarks & Co, WDR)
Alles, was Schüler über Diabetes wissen müssen –  von der Entstehung bis zu den Auswirkungen auf den menschlichen Körper –, ist in dieser Broschüre zusammengestellt.

Diabetes (ZEIT Wissen 1/2010)
Diabetes ist eine Volkskrankheit. Doch bei vielen wird die Diagnose viel zu spät gestellt, lautet das Fazit dieses Artikels.

Geschichte und Entwicklung des Diabetes (DIE ZEIT, 48/2003)
Hier finden Schüler eine Zeittafel zur Geschichte und Entwicklung von Diabetes.


Anatomie

Organe
Human Anatomy – Organs (BBC)
Wo liegt die Lunge? Wo die Bauchspeicheldrüse? Und verläuft der Dickdarm wirklich hinter dem Magen? Diese interaktive Grafik zeigt die Positionen und Funktionen der Organe des Menschen. Inklusive Spiel.

Das Herz (Quarks & Co, WDR)
Aus diesem Script zur Quarks & Co Sendung über das Herz erfahren Schüler, wie das Organ funktioniert, wie es zu Herzerkrankungen kommt und wie eine Herztransplantation funktioniert.

Anatomie und Physiologie der Lunge (Universität Hamburg)
Aus diesem Lehrbuch für Forschungstaucher erfahren Schüler, wie die Lunge funktioniert. Sie können über Atmungsarten nachlesen, wie sich Sauerstoffmangel auf den Kreislauf auswirkt, wie im Blut Sauerstoff und Kohlendioxid transportiert werden und was in der Lunge beim Ertrinken passiert

Die Haut (Quarks & Co, WDR)
Schön soll sie sein, faltenfrei und rein – die Haut. Aus diesem Script zur Quarks & Co. Sendung erfahren Schüler, wie die Haut aufgebaut ist, welche Funktionen sie erfüllt und welche Stoffe und Umweltfaktoren auf die Haut einwirken.

Organverpflanzung (Planet Wissen)
Der Mensch versucht noch nicht sehr lange, Organe von einem Lebewesen zum anderen zu verpflanzen. Hier finden Schüler Texte und Videos zur Geschichte der Organtransplantation, zu künstlich gezüchteten Organen und ethischen Fragen der Organspende.

Die Olympiade der Leichen (DIE ZEIT, 35/2003)
Der Künstler Gunther von Hagens hat Menschen nach ihrem Tod plastiniert und teilweise zerschnitten, um so einen Einblick in das Körperinnere zu ermöglichen. Seine Ausstellungen sind sehr umstritten.

Skelett
Knochenbau (Planet Wissen)
Nach welchen Regeln unsere Knochen wachsen, wie stabil sie werden und was wir für gesunde Knochen tun können, erfahren Schüler auf dieser Seite.

Bewegungsapparat (Goethe Gymnasium)
Eine Ansicht des menschlichen Skelettes mit den deutschen und lateinischen Bezeichnungen für die Knochen finden Schüler hier.

Baukasten Mensch – Gelenke (Planet Schule)
Gelenke machen uns bewegungsfähig. Sie befinden sich überall dort, wo zwei oder mehr Knochen aufeinander treffen. Wie das Drehen, Biegen und Strecken funktioniert, zeigt dieser Film.

Die Qual mit dem Rücken – Was die Wirbelsäule leistet (Quarks & Co, WDR)
Die Wirbelsäule ist das Zentrum unseres Skelettes – und leistet im Laufe eines menschlichen Lebens Beträchtliches. Wie sie das aushält und mit welchen Beschwerden sie auf übermäßige Belastungen reagiert, wird in dieser Broschüre beschrieben.

Ost- und Westdeutschland (1949-1990)

Von 21. Januar 2014 um 18:00 Uhr
Ost- und Westdeutsche Polizisten stehen einander an einer Grenzmarkierung gegenüber, zirka 1955. (© Three Lions/Hulton Archive/Getty Images)

Der Zweite Weltkrieg hatte am 8. Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation der Deutschen Wehrmacht geendet. Das Land war nun zwischen den Siegermächten USA, Großbritannien, Frankreich und der Sowjetunion in vier Besatzungszonen aufgeteilt, auch die Hauptstadt Berlin wurde in vier Sektoren geteilt. Im Zeichen des erstarkenden Ost-West-Konflikts kam es 1949 schließlich zur Gründung zweier neuer deutscher Staaten: Der Bundesrepublik Deutschland (BRD) in den ehemaligen West-Besatzungszonen und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) in der ehemaligen Ost-Besatzungszone. Es dauerte jedoch noch bis 1972, dem Jahr in dem der Grundlagenvertrag abgeschlossen wurde, bis die beiden deutschen Staaten sich gegenseitig auch als souveräne Staaten anerkannten.

Die Staaten unterschieden sich deutlich in ihrer politischen und wirtschaftlichen Ausrichtung: Während in der BRD mit dem Wiederaufbau das “Wirtschaftswunder” begann, wurde in der DDR der Sozialismus installiert. SPD und KPD wurden zwangsvereinigt zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). In der neu geschaffenen Volkskammer wurde Wilhelm Pieck zum Staatspräsidenten und Otto Grotewohl zum Ministerpräsidenten gewählt, die entscheidende Macht hatte jedoch Walter Ulbricht inne, der Generalsekretär der SED. In der BRD fanden im Herbst 1949 die Wahlen zum ersten Deutschen Bundestag statt, bei denen die CDU/CSU die stärkste Fraktion wurde. Konrad Adenauer wurde zum Bundeskanzler, Theodor Heuss zum Bundespräsidenten gewählt.

In der BRD kommt in den sechziger Jahren die Studentenbewegung bzw. 68er-Bewegung auf: Verschiedene pazifistische, antiautoritäre, emanzipatorische und antikapitalistische Bewegungen bestimmen die Öffentlichkeit. Die linksextreme Rote Armee Fraktion (RAF) verübte in den Siebzigern mehrere Terroranschläge. Aus der 68er-Bewegung entstanden die Neuen Sozialen Bewegungen, aus deren Ökologiebewegung in den achtziger Jahren die Grünen als neue Partei hervorgingen.

In der DDR versuchen die Bürger mehrmals, sich gegen die SED-Diktatur zu wehren: Am 17. Juni 1953 protestieren sie in einem Volksaufstand gegen die Verschärfung der Arbeitsbedingungen. Doch ihre Lage verbessert sich zunächst nicht, 1961 werden die Grenzen zwischen DDR und BRD durch den Bau der Berliner Mauer noch undurchlässiger. Erst die ebenfalls friedlichen Proteste der Montagsdemonstrationen über dreißig Jahre später führen zum Sturz des SED-Regimes. Im Jahr 1990 kommt es schließlich zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten.


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Der Weg zur deutschen Einheit: Ausgewählte Artikel und Materialien zum Thema

Deutsche Teilung

BRD und DDR – doppelte Geschichte (ZEIT ONLINE, 4.9.2009)
Wie sich die beiden deutschen Staaten parallel entwickelten, zeigt diese Bildergalerie.

Staatschefs der ersten Stunde – der Diktator und der Patriarch (DIE ZEIT Nr. 1/2009)
Walter Ulbricht verkörperte den SED-Staat, Konrad Adenauer die frühe Bundesrepublik. In vieler Hinsicht waren die beiden Männer so gegensätzlich wie die politischen Systeme, denen sie dienten – doch sie hatten auch manches gemeinsam.

Das Potsdamer Abkommen (DIE ZEIT Nr. 32/2003)
Die Siegermächte beschlossen auf der Potsdamer Konferenz nicht nur die Teilung Deutschlands in die vier Besatzungszonen, sondern auch die zu zahlenden Reparationen sowie die Entmilitarisierung und Entnazifizierung. Hier finden Sie den Beschluss im Wortlaut.

Sechzig Jahre Bundesrepublik Deutschland (ZEIT ONLINE, 12.5.2009)
Die Geschichte der Bundesrepublik, erzählt in einer Fotostrecke mit 45 Bildern.

Gründung der DDR – Die Republik der Partei (DIE ZEIT Nr. 42/2009)
1949 erlaubte Stalin den ostdeutschen Kommunisten die Gründung der DDR. Die Geschichte der DDR-Gründung.

Die deutschen Bundeskanzler (ZEIT ONLINE, 10.11.2009)
Wer regierte wann? Eine Fotostrecke stellt alle Bundeskanzler vor und die erste Bundeskanzlerin.

DDR-Geschichte – Weißer Rabe im Unrechtsstaat (DIE ZEIT Nr. 46/2009)
Christian Führer, der als Pfarrer der Leipziger Nikolaikirche das Gelingen der Revolution beförderte, erzählt vom Leben in der DDR.

Wirtschaftswunder und Wirtschaftskrise

Die wirtschaftliche Entwicklung in Ost und West – Leistung, Leistung, Leistung! (DIE ZEIT Nr. 1/2009)
Im Westen wuchs nach dem Krieg mit dem Bruttosozialprodukt das Selbstbewusstsein. Im Osten gab es ein Industriewunder – aber keine Schokolade

Das Wirtschaftswunder (Dokumentarfilm, ZDF, YouTube)
Es sind die Jahre des unbekümmerten Geldausgebens, als Adenauer die dynamische Rente einführt, ein Gefühl grenzenlosen Wachstums herrscht damals vor das deutsche Wirtschaftswunder der 1950er und 1960er Jahre.

Ölkrise 1973 – Der Stillstand, der ein Fortschritt war (DIE ZEIT Nr. 48/1998)
Zwischen Ölkrise und neuer Lebensqualität: Eine Erinnerung an die autofreien Sonntage im Herbst 1973.

Kalter Krieg

Der Begriff Kalter Krieg bezeichnet die Phase ab dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion. Im Kalten Krieg standen sich zwei Lager gegenüber: die USA und ihre Verbündeten einerseits und die Sowjetunion und ihre Verbündeten andererseits. Er heißt Kalter Krieg, da die USA und die Sowjetunion nie direkt gegeneinander Krieg führten. Stattdessen gab es mehrere Stellvertreterkriege. Die Sowjetunion kritisierte die kapitalistische Politik der USA. Die Haltung der USA war anti-kommunistisch. Der Grund für den Kalten Krieg war also ein Konflikt zwischen zwei Ideologien: Kapitalismus und Kommunismus. Gleichzeitig fand zwischen den USA und der Sowjetunion über Jahrzehnte ein Wettrüsten statt. Aber keiner der Staaten wollte einen direkten Krieg. Denn beide Seiten hatten Atomwaffen und fürchteten sich davor, dass die andere Seite sie einsetzen würde.

Politische Kultur im Kalten Krieg (Bundeszentrale für politische Bildung)
In dieser Publikation finden Schüler mehrere Artikel, die beschreiben, wie der Gegensatz von Kapitalismus und Kommunismus die politische Kultur und die Filmkultur auf beiden Seiten beeinflusste.

Geschichte in Augenblicken – Warschauer Pakt (radioeins)
Der Warschauer Pakt war das Gegenstück zur Nato. In ihm waren die Sowjetunion und ihre verbündeten Staaten organisiert. Dieser Podcast erläutert die Entstehungsgeschichte des Warschauer Paktes.

Der Frieden am Südpol (ZEIT ONLINE, 23.06.2011)
Im Kalten Krieg ging es auch um die Aufteilung der Antarktis. Mit dem Antarktisvertrag von 1961 wurde der kälteste Ort der Welt mitten im Kalten Krieg zur ersten kernwaffenfreien Zone. Im Wettrüsten zwischen USA und Sowjetunion hatte es erstmals einen Stopp gegeben.

Schlug er zu? (DIE ZEIT, 27/2009)
Dass der Kalte Krieg eine hitzige Auseinandersetzung war, zeigen die Mythen, die damit verbunden sind. Nikita Chruschtschow, der ehemalige russische Regierungschef, soll vor der Vollversammlung der UN einmal mit seinem Schuh auf den Tisch eingeschlagen haben. Doch stimmt die Geschichte?

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben (ZEIT ONLINE, 11.03.2010)
Im Westen wird Michail Gorbatschow, der ehemalige Präsident der Sowjetunion, für seine Reformpolitik gefeiert. Im heutigen Russland ist er jedoch nicht annähernd so beliebt. Warum das so ist, erklärt Hellmuth

Studentenbewegung und Rote Armee Fraktion

Rudi Dutschke – Ein Rebell, der zum Idol wurde (DIE ZEIT Nr. 3/2004)
Kein Zweifel – niemand anders hat der 68er-Bewegung so sehr ihren Stempel aufgedrückt wie Rudi Dutschke. Eine Biografie klärt die Widersprüche des Studentenführers.

http://www.youtube.com/watch?v=jr1274QG3K0
Der Deutsche Herbst – Chronik des RAF-Terrors 1977 (Dokumentarfilm, Bayerischer Rundfunk, YouTube)

RAF – Dämonisierung des Terrors (DIE ZEIT Nr. 12/2007)
Die Taten der RAF waren von sinnloser Brutalität. Doch wer sie bloß als Ausdruck einer “Lust an Gewalt” betrachtet, der verfehlt das Phänomen des Terrorismus und leistet seiner Entpolitisierung Vorschub, schreibt ein ZEIT-Autor.

Neue politische Parteien

Von der SED zur Linkspartei – Auferstanden aus Ruinen (ZEIT ONLINE, 8.12.2009)
Im Dezember 1989 rettete sich die SED als PDS in die neue Zeit – die West-Ausdehnung schaffte sie nicht allein.

Geschichte der Linkspartei (DIE ZEIT Nr. 8/2008)
Infokasten zur Geschichte der PDS/Linkspartei.

PDS und SPD – Umarmen oder bekämpfen? (DIE ZEIT Nr. 45/1994)
Anfang der Neunziger stellt sich für die SPD die Frage, wie sie mit der postkommunistischen PDS umgehen sollen.

Grüne aus Ost und West – Falscher Friede (DIE ZEIT Nr. 1993/21)
Als die westdeutschen Grünen 1993 mit dem ostdeutschen Bündnis90 fusionierten, prophezeite der ZEIT-Autor noch, die neue Partei könnte schnell langweilig werden.

Grünen-Jubiläum – Umschwärmte Grüne feiern sich selbst (ZEIT ONLINE, 11.1.2010)
Beim Regieren sind sie aus der Übung geraten, dennoch werden sie von allen Parteien umworben: Die Grünen feiern ihren 30. Geburtstag.

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Weimarer Republik 1919 – 1933

Von 26. September 2013 um 17:22 Uhr

Das Deutsche Reich hatte den Ersten Weltkrieg verloren – die alliierten Kriegsgegner Frankreich, England, Italien und die USA, machten es bei Kriegsende im Jahr 1918 zur Bedingung für die Friedensverhandlungen, dass Deutschland gleichzeitig demokratische Reformen durchführte. Außerdem hatte die durch den Kieler Matrosenaufstand ausgelöste Novemberrevolution das ganze Reich erfasst. Weiter…

Weltkrieg in Europa 1914 – 1918: “Alles Fürchterliche ist entfesselt”

Von 14. März 2014 um 11:56 Uhr
Erster Weltkrieg, Bilanz: 17 Millionen Tote

Soldatenfriedhof der Gedenkstätte auf dem Hartmannsweilerkopf in Cernay (Frankreich) für im Ersten Weltkrieg bei den Kämpfen gefallene Soldaten. © picture-alliance/dpa

 

Die Weltmachtbestrebungen des deutschen Kaiserreichs im frühen 20. Jahrhundert wirken auf die anderen europäischen Mächte bedrohlich. Gleichzeitig beunruhigt es deutsche Politiker, dass die Armeen der Verbündeten Russland, Frankreich und Großbritannien der eigenen überlegen sind. England fürchtet die stärker werdende deutsche Flotte. Frankreich will die deutsche Vormachtstellung auf dem Kontinent nicht länger hinnehmen. Italien plant die territoriale Expansion. Diese komplexe Konstellation und die Anspannung, die zwischen den Mächten herrscht, sind die Wegbereiter für eine militärische Konfrontation, die als Erster Weltkrieg in die Geschichte eingeht.

Das Attentat von Sarajewo auf Franz Ferdinand, den Thronfolger Österreich-Ungarns, und seine Ehefrau Sophie gilt heute als Auslöser für den Krieg: Am 28. Juni werden beide in der bosnischen Hauptstadt beschossen und sterben kurz darauf an ihren Verwundungen. Exakt einen Monat darauf, am 28. Juli 1914, erklärt Österreich-Ungarn Serbien den Krieg. Als Russland nur zwei Tage später die Generalmobilmachung seiner Armee zur Unterstützung Serbiens befiehlt, überschlagen sich die Ereignisse. Das Deutsche Reich erklärt als Bündnispartner Österreich-Ungarns am 1. August Russland den Krieg. Noch am selben Tag marschieren russische Truppen über die ostpreußische Grenze.

Der Erste Weltkrieg war nicht nur ein Krieg um Europa

Im Ersten Weltkrieg kämpfen auf der einen Seite die sogenannten Mittelmächte Deutschland, Österreich-Ungarn, Bulgarien und das Osmanische Reich, auf der anderen die Triple Entente, zu der Großbritannien, Frankreich und Russland gehören, später unterstützt durch die USA und weitere. Kriegsschauplatz ist dabei nicht nur Europa. Auch die deutschen Kolonien werden umkämpft. Da die Kolonialstreitkräfte nicht für die Verteidigung ausgerüstet sind, erlangen die Gegner des Kaiserreichs schnell die Kontrolle über die deutschen Kolonien.

Karte: Der Erste Weltkrieg

Diese Karte zeigt die am Ersten Weltkrieg beteiligten Parteien. Grün: Triple Entente und Verbündete. Orange: Mittelmächte. Grau: Unbeteiligte Staaten. CC 3.0: Aivazovsky at the English language Wikipedia

 

Im Deutschen Kaiserreich herrscht bei Ausbruch des Krieges noch die Auffassung vor, der Krieg diene bloß der Verteidigung. Bald jedoch, angefacht durch die schnellen Erfolge im Westfeldzug, werden zum Teil bizarre Annexionsprojekte formuliert. Das überwiegend wirtschaftliche Ziel der Ausweitung der deutschen Kolonien verliert zunehmend an Bedeutung. Ins Zentrum tritt stattdessen die allgemeine Machterweiterung in Europa. Das Deutsche Reich strebt nach Vergrößerung, um die gefährdete Hegemonialstellung auf dem europäischen Festland zu sichern. Diese Ziele finden in der deutschen Bevölkerung, bei den politischen Parteien und Personen des öffentlichen Lebens eine breite Unterstützung.

Frontenkrieg mit Grabenkämpfen im Ersten Weltkrieg

Österreichische Truppen führen während des Ersten Weltkrieges einen Sturmangriff an der Isonzofront (Ostabschnitt der italienisch-österreichischen Front) durch (undatiertes Foto). © picture-alliance/dpa

 

Im Ersten Weltkrieg kommen neue Kriegsgeräte wie Panzer, Flugzeuge und Luftschiffe sowie Massenvernichtungswaffen wie Giftgas zum ersten Mal zum Einsatz. “Alles Fürchterliche ist entfesselt”, notiert Erich Mühsam in seinem Tagebuch. Da die Kriegsparteien weder die Waffentechnik noch die taktischen und strategischen Voraussetzungen für einen Bewegungskrieg besitzen, entwickelt sich bald an fast allen Fronten ein zermürbender Stellungskrieg. Auf beiden Seiten kämpfen Millionen Soldaten, ohne dass sie die militärische Lage kriegsentscheidend beeinflussen können.

17 Millionen Menschen sterben im Ersten Weltkrieg

Aufgrund der festgefahrenen Situation sinkt die Hoffnung der Deutschen auf einen Sieg. Vor allem, weil man im Deutschen Reich einsehen muss, dass die eigenen Kapazitäten nicht ausreichen, um die umkämpften Stellungen dauerhaft aufrechterhalten zu können. Durch die britische Blockade der Nordseehäfen wird der Rohstoffmangel verstärkt.

Paul von Hindenburg, Chef der Obersten Heeresleitung, und sein Stellvertreter Erich Ludendorff legen im Jahr 1916 ein Programm vor, das die Fokussierung der gesamten Wirtschaft auf die Produktion von Munition und Waffen vorsieht, um den Krieg im Sinne des Deutschen Kaiserreichs zu entscheiden. Das “Hindenburg-Programm” scheitert jedoch, – nicht zuletzt, weil es an Arbeitskräften mangelt und keine ausreichenden Transportmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Anders als zu Beginn des Krieges geglaubt, war dieser zu einer mehrjährigen Materialschlacht geworden, die insgesamt mehr als 17 Millionen Menschen das Leben kostet. 1918 muss das Kaiserreich die Niederlage anerkennen.

 

Der Erste Weltkrieg:
Ausgewählte Artikel und Materialien zum Thema:

Der Erste Weltkrieg: Die Chronik

Das Kaiserreich und der Krieg – “Der erste totale Krieg” (DIE ZEIT Nr. 35/1998)
Im August 1914 rief Kaiser Wilhelm II. den abziehenden Truppen zu: “Ehe noch die Blätter fallen, seid Ihr wieder zu Hause.” Stattdessen folgte ein vierjähriger Weltkrieg, dessen Zentrum in Europa lag. Woran das deutsche Kaiserreich zugrunde ging – und was daraus folgte.

Chronologie – Der Erste Weltkrieg 1914–1918 (arte.tv)
Von der Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand bis zur Unterzeichnung des Waffenstillstands – der Erste Weltkrieg im Überblick.

Archiv zeigt Fotos aus Schützengräben mit 3D-Effekt (ZEIT ONLINE/AFP-TV)
Hundert Jahre nach Beginn des Ersten Weltkrieges zeigt das Europeana-Online-Archiv Fotografien, Tagebücher und Dokumente von Soldaten und ihren Angehörigen.

Theodor Eschenburg – Zeugen des Jahrhunderts (ZDF)
Theodor Eschenburg erlebte den Kriegsausbruch 1914 als zehnjähriger Junge, später wurde er Politikprofessor in der Bundesrepublik. Sein Vater war Kapitän der Marine im Ersten Weltkrieg. Aus der Doppelperspektive eines Zeitzeugen und eines Politikwissenschaftlers schildert Eschenburg die politische Situation vor dem Krieg und die Rolle des Kaisers, seine Erinnerungen an den Kriegsausbruch und spricht über die militärische Führung und das Kriegsende.

Kriegswerkzeug und Waffentechnik – Die tödlichen Früchte der industriellen Revolution (DIE ZEIT Nr. 32/2004)
Der Erste Weltkrieg hat durch den neuartigen Einsatz von Panzern und Giftgas die gesamte Kriegstechnik des 20. Jahrhunderts bestimmt.

Exzess auf Zelluloid (DIE ZEIT, 32/2004)
Josef Goebbels gilt als Meister der moderner Kriegspropaganda. Doch bereits im Ersten Weltkrieg kämpften Propagandisten mit Bildern und Filmen um die Unterstützung der Bevölkerung für den Krieg.

Der Erste Weltkrieg – Ursachen und Wirkung (MDR, LexiTV, 8.1.2010)
Mehr als 17 Millionen Tote gehören zur schrecklichen Bilanz des Ersten Weltkrieges, der in der Militärgeschichte als erster “industrieller” Massenkrieg gilt.

Erster Weltkrieg – Alltag an der Heimatfront (DIE ZEIT Nr. 33/2004)
Das Tagebuch des Historikers Karl Hampe: Ein einmaliges Zeugnis zur Mentalitätsgeschichte des Ersten Weltkrieges.

“Wann wird das Morden ein Ende nehmen?” (Landeszentrale für politische Bildung, Thüringen)
Soldaten schrieben von der Front in die Heimat. Was sie in den Briefen über das Töten, den Alltag in den besetzte Gebieten, ihre Kameraden und Festivitäten berichteten und wie sie an die Familien in der Heimat dachten, haben Thüringer Historiker analysiert.

Kriegspropaganda im Ersten Weltkrieg (Deutsches Historisches Museum, LeMO)
Der Erste Weltkrieg war eine Materialschlacht – auch in der Propaganda. Auf Plakaten, Geschirr oder Alltagsgegenständen spielte sie bei der Mobilisierung der Bevölkerung eine entscheidende Rolle. Alle Kriegsparteien setzten erstmals moderne Medien wie Film und Fotografie gezielt ein, um Menschen – Freund und Feind gleichermaßen – zu beeinflussen.

Die Schlacht bei Tannenberg – Erst Dampfwalze … (DIE ZEIT Nr. 35/1994)
Die Schlacht bei Tannenberg im August 1914 belegt eine alte Weisheit: Ein falsch verstandener Sieg verleitet die Völker zum Übermut und zum Irrtum und trägt in sich schon den Keim künftiger Niederlagen.


Der Untergang des alten Europa (Dokumentarfilm, Arte, YouTube)
Der Film beschreibt die Katastrophe des Ersten Weltkrieges aus einem gesamteuropäischen Blickwinkel. Er zeigt, dass die Stimmungslage und die ungelösten Spannungen vor 1914 in Europa längst auf Krieg deuteten. Das Attentat von Sarajewo war nicht mehr als ein willkommener Anlass für die Auslösung.

Erster Weltkrieg – Sieg oder Untergang (DIE ZEIT Nr. 34/2006)
Dass der Erste Weltkrieg die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts war, die den Keim für weitere, noch größere Katastrophen in sich barg, wird immer deutlicher. Der britische Historiker David Stevenson hat eine große Geschichte des Ersten Weltkrieges geschrieben, die nationale Perspektiven überwindet.

Deutsche Kriegsverbrechen – Freispruch für den General (DIE ZEIT Nr. 31/2003)
Wie deutsche Kriegsverbrechen nach dem Ersten Weltkrieg geahndet wurden.

Thomas Mann – Krieg veredelt den Menschen (DIE ZEIT Nr. 10/2010)
Alles nur ein Spiel mit Worten? Unter den Großdichtern, die vom Schreibtisch aus zu den Waffen riefen, gehörte auch der für seine Empfindsamkeit gerühmte Thomas Mann.

Langzeitfolgen des Versailler Vertrags – Erster Weltkrieg endet 2010 (Dokumentarfilm, n-tv)
2010 schließt Deutschland ein wichtiges Kapitel seiner Geschichte ab: Dann werden die letzten Folgeschulden des Ersten Weltkriegs getilgt sein.

Wissenstest: Der Erste Weltkrieg (Geo Epoche Nr. 14/04)
Wie genau kennen Sie die Fakten des Ersten Weltkriegs? Wissenstest mit 15 Fragen.

Menschen im Ersten Weltkrieg

Franz Ferdinand (DIE ZEIT Nº 11/2014)
Kein Hoffnungsträger wurde 1914 in Sarajevo ermordet, sondern ein autokratischer Falke. Ein Gespräch mit der Franz-Ferdinand-Biografin Alma Hannig über die Legenden rund um einen schwierigen Charakter.

Wilhelm II. (DIE ZEIT Nº 08/2014)
1914 steht der Monarch längst nicht mehr im Zentrum der Macht. Doch dem Volk gegenüber muss der Nimbus gewahrt werden.

Thea Sternheim (DIE ZEIT Nº 08/2014)
Ihr Tagebuch ist eine große Chronik des 20. Jahrhunderts. Die ersten Kriegsmonate schildert sie darin hellsichtig und illusionslos.

Fritz Haber und Clara Immerwahr (DIE ZEIT Nº 08/2014)
Gas sei eine humane Waffe, behauptet der Chemiker, und entwickelt Verfahren, um es an der Front einzusetzen. Seine Frau protestiert vergeblich dagegen.

Anita Augspurg (DIE ZEIT Nº 08/2014)
Die Feministin kämpft für eine europäische Friedenspolitik. Ihre Versammlungen tarnt sie als Teestündchen.

Thomas und Heinrich Mann (DIE ZEIT Nº 08/2014)
Der Krieg entzweit die Brüder. Thomas sieht einen kulturellen Aufbruch, bei Heinrich ist “nichts als Trauer” zu spüren.

Elsbeth Schragmüller (DIE ZEIT Nº 08/2014)
Als einzige Frau leitet sie im Krieg eine Abteilung des deutschen Nachrichtendienstes. Ihre bekannteste Agentin ist Mata Hari.

Max Weber (DIE ZEIT Nº 08/2014)
Zeit der Bewährung! Der Kriegsbeginn verspricht dem Heidelberger Soziologen eine willkommene Abwechslung vom Professorenleben.

Franc Marc (DIE ZEIT Nº 08/2014)
Wie viele Künstler und Intellektuelle verspricht er sich vom Fronterlebnis “Reinigung” und Erneuerung. Zu spät erkennt er seinen Irrtum.

Erich Mühsam (DIE ZEIT Nº 08/2014)
Der Pazifist erkennt sich selbst nicht wieder: Für einen kurzen Augenblick verfällt auch er im August 1914 dem nationalen Taumel.

Friedrich Ebert (DIE ZEIT Nº 08/2014)
Unter seinem Vorsitz stimmt die SPD 1914 geschlossen für die Kriegskredite. Auf lange Sicht wird sich die Partei darüber spalten.

Martin Buber (DIE ZEIT Nº 08/2014)
Bis 1916 feiert der jüdische Religionsphilosoph den Krieg. Dann denkt er um – und datiert die Wende vor: Ins Jahr 1914.

Rosa Luxemburg (DIE ZEIT Nº 08/2014)
Als Reaktion auf die Haltung der SPD gründet sie im August 1914 eine Anti-Kriegs-Gruppe. Und sie bleibt ihrem Pazifismus bis zum Ende treu.

Therese von Bayern (DIE ZEIT Nº 08/2014)
Auch in politischen Fragen hat die Naturkundlerin einen scharfen Blick: Anders als ihre fürstlichen Verwandten kann sie Uniformen und Hurra-Gebrüll nichts abgewinnen.

Harry Graf Kessler (DIE ZEIT Nº 08/2014)
Er liebt die russische Musik und die französische Literatur. Doch als der Krieg beginnt, eilt auch der Kosmopolit Kessler bereitwillig an die Front.

Theobald von Bethmann Hollweg (DIE ZEIT Nº 08/2014)
Als “Flaumacher” und “Zauderer” wird er verspottet. Doch gerade durch seine Verzögerungstaktik fördert er im Juli 1914 die Eskalation der Krise.

Paul von Lettow-Vorbeck (DIE ZEIT Nº 08/2014)
Sein sinnloser Kampf in Deutsch-Ostafrika wird zum mörderischen Egotrip. Trotzdem ehrt ihn die Bundeswehr noch heute als Kriegshelden.

Wilhelm Muehlon (DIE ZEIT Nº 08/2014)
Er arbeitet im Herzen der Rüstungsindustrie und wird zu einem der schärfsten Kritiker der deutschen Politik.

Bruno Doehring (DIE ZEIT Nº 08/2014)
Der Berliner Domprediger ruft den “heiligen Krieg” aus und erklärt die Deutschen zum Erlöservolk.

Albert Ballin (DIE ZEIT Nº 08/2014)
Bis zuletzt hofft der Hamburger Reedereidirektor, zwischen London und Berlin vermitteln zu können. Sein Freund, der Bankier Max Warburg, unterstützt ihn dabei nach Kräften.

Graf Zeppelin (DIE ZEIT Nº 08/2014)
Bombenangriffe auf London – davon träumt er, als der Krieg beginnt. Doch viele seiner Luftkriegsfantasien sind der Reichsleitung zu radikal.

Fritz Niebergall (DIE ZEIT Nº 08/2014)
Von einem, der auszog, das Kämpfen zu lernen: Die Geschichte eines jungen Rekruten aus Heidelberg.

Albert Einstein (DIE ZEIT Nº 08/2014)
Voller “Mitleid und Abscheu” betrachtet er den Krieg. Die meiste Zeit aber ist er mit anderen Dingen beschäftigt: Mit seiner Geliebten – und der Physik.

Helmuth von Moltke (DIE ZEIT Nº 08/2014)
Am liebsten hätte er Frankreich, Russland und Großbritannien schon 1912 angegriffen. Doch als es 1914 ernst wird, versagen ihm die Nerven.

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Das Deutsche Kaiserreich 1871 – 1918

Von 27. Januar 2014 um 16:10 Uhr

Überblick: Mit der Gründung des Deutschen Kaiserreichs war am 18. Januar 1871 der erste deutsche Nationalstaat entstanden, im Spiegelsaal von Versailles wurde der preußische König Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser ernannt. Das Kaiserreich war eine konstitutionelle Monarchie: Kaiser Wilhelm I. setzte den ersten Reichskanzler ein, Otto von Bismarck, der wiederum der Regierung vorstand. Weiter…

Frühe Neuzeit

Von 24. Januar 2014 um 18:26 Uhr

Überblick: Die Frühe Neuzeit ist die Epoche zwischen dem Mittelalter und der Moderne. Die genauen Anfangs- und Endpunkte der Frühen Neuzeit sind, wie bei vielen Geschichtsepochen, umstritten. Historiker stimmen jedoch darin überein, dass einige entscheidende Ereignisse den Beginn der Frühen Neuzeit markieren: Die Kolonialisierung Amerikas begann, wodurch die Kolonialmächte England, Spanien, Frankreich und die Niederlande ihr Herrschaftsgebiet vergrößern und wirtschaftlichen Reichtum erlangen konnten. Waren, Ideen und Menschen gelangten aus der sogenannten Neuen Welt in die Alte Welt, das heutige Europa. Die Erfindung des Buchdrucks, wodurch Wissen und Informationen erstmals massenhaft reproduziert und verbreitet werden konnte. Die Reformation, wodurch aus dem Christentum mehrere Glaubensrichtungen hervorgingen. Luthers Reformationsschrift An den christlichen Adel deutscher Nation von des christlichen Standes Besserung enthält die wichtigsten Grundsätze der Reformationsbewegung.

Die Frühe Neuzeit umfasst die Jahrhunderte vom Ende des Mittelalters bis zur Französischen Revolution. Historiker haben diesen Zeitraum in mehrere Unterepochen gegliedert, die teilweise miteinander konkurrieren oder sich überschneiden. Unter anderem fallen in die 300 Jahre zwischen 1500 und 1800 die Renaissance und das Barock. Außerdem war die Frühe Neuzeit die Hochphase des Absolutismus – zunächst des höfischen und später des aufgeklärten Absolutismus. Weiter…

Kategorien: Frühe Neuzeit, Geschichte

Die Geschichte des Mittelalters

Von 4. März 2013 um 17:20 Uhr

Überblick: Das Mittelalter liegt zwischen den Epochen der Antike und der Neuzeit. Wann das Mittelalter aber beginnt und endet, darüber sind Historiker unterschiedlicher Ansicht. Denn im Osten gab es das Byzantinische Reich, in dem bis ins 15. Jahrhundert antike Traditionen weiter existierten. Im Norden aber hatten sich die Germanen bereits im 7. Jahrhundert vom antiken Rom losgesagt. Wir können die Epoche daher nur ungefähr zwischen dem 6. und  15. Jahrhundert verorten.

Das mittelalterliche Dorf Saint-Paul-de-Vence in Frankreich © Roland Michaud/Saint-Paul Tourist Information Office

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Mittelalter spielte der griechisch-römisch geprägte Mittelmeerraum keine so dominante Rolle mehr wie in der Antike. Stattdessen entstanden auf dem Gebiet des heutigen Europas viele große und kleine christlich geprägte Feudalstaaten, deren Gesellschaft nach Ständen geordnet war: der Klerus, der Adel, die Bürger (Kaufleute und Handwerker) und Bauern. Die Bauern waren meist Unfreie. Von adeligen Lehnsherren erhielten sie Land zur Bewirtschaftung, für das sie Abgaben entrichten mussten. Der Lehnsherr selbst hatte wiederum sein Land von einem höher gestellten Adeligen erhalten, für den er im Gegenzug Kriegsdienst leisten musste. Er konnte entweder selbst als Ritter in den Krieg ziehen oder Krieger ausbilden lassen und in das Heer des übergeordneten Fürsten entsenden.

Die Epoche lässt sich in Früh-, Hoch- und Spätmittelalter unterteilen – vor allem im Hoch- und Spätmittelalter wurden wichtige Erfindungen gemacht, beispielsweise der Buchdruck. Aufgrund der Landflucht wuchsen die Städte, Bürger, Kaufleute und Handwerker lebten vermehrt in Städten. Neben wissenschaftlichen Entwicklungen und den damit verbundenen Erfindungen war das Mittelalter vor allem von Kriegen geprägt. Die Kriegsherren wollten ihre politische Macht wahren oder ausweiten, das Christentum verbreiten, Reichtum und Territorien erobern, familiäre Streitigkeiten klären oder schlicht die Streitkräfte beschäftigen und ernähren. Denn in Friedenszeiten hatten Ritter und Söldner kein Einkommen und zogen häufig plündernd und brandschatzend durch das heutige Europa.

Doch die Welt des Mittelalters bestand nicht nur aus den Staaten des heutigen Europas. Die Länder Afrikas waren wichtige Handelspartner und verhalfen den Kaufleuten und Handelsstädten zu Wohlstand und Macht. Genua, Venedig, Marseille und die Hansestädte, wuchsen daher im Mittelalter zu großen und bedeutenden Städten heran. Im Mittelalter zogen außerdem die Kreuzritter aus, um die christliche Religion zu verbreiten. Als ihr Gegenspieler trat im Mittelalter das muslimische Osmanische Reich auf den Plan und stieg zu einem mächtigen Gegner auf. Mit dem Sieg über das Byzantinische Reich im Jahr 1453 erlangte das Osmanische Reich einen zentralen Machtzuwachs.

Ausgewählte Artikel und Materialien zum Thema:

Überblick

Mittelalterliche Geschichte -  eine Einführung (Universität Augsburg)
Auf dieser Seite erhalten Schüler eine Einfürhung zum Thema Mittelalter. Eine digitalen Vorlesung erläutert die historische Entstehung des Epochenbegriffs. Außerdem werden die mittelalterlichen Quellengattungen erläutert. Ein Film zeigt, wie Historiker eine mittelalterliche Quelle im Augsburger Archiv finden und interpretieren, ein anderer erklärt die mittelalterliche Archäologie. Darüber hinaus finden Schüler Literaturlisten zum Thema Mittelalter.

Einführung in die Geschichte des Mittelalters (Universität Bonn, Prof. Dr. Ingrid Heidrich)
Das Mittelalter erstreckte sich über viele Jahrhunderte. Um einen Überblick über Ereignisse, Personen und soziale, politische und ökonomische Veränderungen zu bekommen, empfiehlt sich die Einführung der Bonner Historikerin. Sie beginnt im 4. und endet im 15. Jahrhundert. Ein eigenes Kapitel beschreibt die Kreuzzüge und es gibt mehrere Kapitel zu den gesellschaftlichen Strukturen, die starken Veränderungen unterlagen.

Zwischen Himmel und Hölle (ZEIT Geschichte Nr. 01/2010)
Das Mittelalter war eine Zeit voller Widersprüche: Der Historiker Johannes Fried über die Zumutungen des Alltags, den Aufstieg der Städte und die Geburt der Wissenschaft aus dem Geist der Apokalypse.

Mittelalterquiz (Universität Tübingen)
Hier können Schüler prüfen, wie viel sie über das Mittelalter wissen. Ist eine Frage richtig beantwortet, flattert die Fahne über der Burg, war die Antwort falsch, fällt die Fahne in den Burggraben – und es geht weiter.

Studium Generale: Einführung in die Geschichte (Zeit Online)
Hier können Schüler, Erwachsene und Studenten ihr Grundlagenwissen im Fach Geschichte auf die Probe stellen. Die korrekten Antworten finden sich am Ende des Quiz.

Staat und Gesellschaftliche Ordnung

Freiheit fällt nicht vom Himmel (DIE ZEIT Nr. 47/2003)
Bereits im Mittelalter begann der Wandel von einer feudalen Gesellschaft zur bürgerlichen Gesellschaft, meint der Historiker Peter Blickle.

Mentalitätsgeschichte (Universität Augsburg)
Das Verhalten der Menschen im Mittelalter ist für uns im Rückblick oft fremd und unverständlich. So war auch im Mittelalter eine schlanke Frau ein Schönheitsideal – aber aus  religiösen Gründen. Das uns das eigenartig erscheint, liegt daran, dass die Menschen des Mittelalters eine andere Mentatlität hatten als wir heute. Was der Begriff Mentalität bedeutet und das wir andere Mentalitäten verstehen lernen müssen, wenn wir über vergangene Zeiten sprechen, erklärt der Historiker Knut Görich in diesem Video.

Philosophie des Mittelalters (BR alpha)
Im Mittelalter ging es drunter und drüber: Kreuzzüge, Hungersnöte, Verfolgungen… Wie wirkte sich all das auf die Philosophie aus? Darüber diskutieren Harald Lesch und Wilhelm Vossenkuhl in dieser Folge der Sendung Denker des Abendlandes. Ein spannender Rückblick!

Thüringen um 1200 (Landeszentrale für politische Bildung, Thüringen)
Im Mittelalter war das Gebiet des heutigen Deutschlands in viele Fürstentümer geteilt. Ein großes und reiches Land war Thüringen. In dieser Publikation geht die Autorin der Frage nach, wie die Menschen im 12. Jahrhundert dachten: Wie sahen sie ihre Welt und sich selbst? Welchen Einfluss hatten die Kirche und Frömmigkeit auf ihr Weltbild? Wie prägten Kriege ihr Leben?

Von der Lebenswirklichkeit im Mittelalter (DIE ZEIT Nr. 29/1986)
Auf welchen Musikinstrumenten hat Walther von der Vogelweide gespielt? Wie sah der Schulunterricht von Kriemhild und Isolde aus und wie der Alltag von Parzival? Die neuere Forschung bringt es ans Licht.

Von Klerikern, Kriegern und Knechten – Gesellschaft im Mittelalter (ZDF.de)
Beten, kämpfen, arbeiten – diese drei Prinzipien sind charakteristisch für die gesellschaftliche Struktur des Mittelalters. Durch das Prinzip der Grundherrschaft und das Lehenswesen verband die Menschen des Mittelalters ein Netz persönlicher Abhängigkeiten. Ein Film über die gesellschaftlichen Gruppen des Mittelalters.

Alltagsleben und Kultur

Unser täglich Brot gib uns heute – Landwirtschaftliche Revolution im Mittelalter (ZDF.de)
Früher wie heute ist die Landwirtschaft der Nahrungsmittelproduzent unserer Gesellschaft. Während des Hochmittelalters wurden in Europa neue Anbaumethoden und zahlreiche Innovationen im Bereich der Ackergeräte entwickelt. Diese waren eine der Voraussetzungen für die rapide Entwicklung des Städtewesens im Hochmittelalter.

Burg-Leben: Hauen und Rechnen (DIE ZEIT Nr. 27/2010)
Eine große Doppelausstellung in Nürnberg und Berlin zeigt, wie das Burg-Leben im Mittelalter war.

Die Stadt im späten Mittelalter (Mehrteiliger Dokumentarfilm, YouTube)

Ernährung im Mittelalter: Die Kirche als Koch (DIE ZEIT Nr. 21/2010)
Verbot macht erfinderisch. Im Mittelalter war ein Drittel des Jahres strenge Fastenzeit. Historische Rezepte zeugen davon, wie man die strengen Regeln zu umgehen wusste.

Bäuerliches Leben im Mittelalter (rbb, YouTube)
Im Mittelalter gab es keine Industrie, die meisten Menschen lebten in Dörfern und Natur und Jahreszeiten bestimmten das Leben. In diesem zweiteiligen Film wird das bäuerliche Leben des Mittelalters beschrieben.

Die Magie des Wallfahrtortes und der Zwang zur Verewigung (edoc, Humboldt Universität)
Schon im Mittelalter gab es Graffiti. Urheber der Wandbilder waren allerdings Adelige und Bürgerliche, die sie auf ihren Pilgerreisen hinterließen. Warum sie die kunstvollen Bilder zurückließen und was diese uns erzählen, erläutert Detlev Kraack.

Die neuen Dinge: Erfindungen im Mittelalter (ZEIT Geschichte Nr. 1/2010)
Steigbügel, Kompass, Brille, Uhr und Nockenwelle – Fünf technische Neuerungen, die das Mittelalter geprägt haben und uns bis heute den Alltag erleichtern.

Kirche und Kreuzzüge

Kreuzzüge – Jerusalem wird fallen! (DIE ZEIT Nr. 29/1999)
Zwischen Mordrausch und frommer Ekstase: Am 15. Juli 1099 erobern die Kreuzritter unter Führung des Gottfried von Bouillon die allerheiligste der Städte.

Papst- und Kirchengeschichte (Universität Augsburg)
Die Historikerin Claudia Zey erklärt in diesem Video, warum das Papsttum im Mittelalter so einen großen Einfluss hatte. Das besondere an der Papstgeschichte ist: Sie endet nicht an nationalen Grenzen, da der Papst im Mittelalter über Staatsgrenzen hinweg Macht ausübte.

Benedikt von Nursia gab es nicht (DIE ZEIT Nr. 16/2010)
Der “Vater des Abendlandes” ist nur eine Kunstfigur des Mittelalters. Das behauptet der Frankfurter Historiker Johannes Fried.

Die Hanse, Kaufleute und Bankiers

Das Mittelalter und das Geld – Wer Wucher trieb, war des Teufels (ZEIT Geschichte Nr. 1/2010)
Warum die Menschen des Mittelalters noch nicht dem kapitalistischen Denken verfallen war: Ein Gespräch mit dem großen französischen Mediävisten Jacques Le Goff.

Thomas von Aquin – Die Zeit gehört Gott (DIE ZEIT Nr. 41/1993)
Thomas von Aquin entwickelte die Lehre vom gerechten Preis. Er beeinflusst die katholische Soziallehre bis heute.

Vorstoß der deutschen Hanse (ZDF Terra X, 1.1.2010)
Als sich norddeutsche Kaufleute im frühen Mittelalter zusammenschlossen, schufen sie eines der erfolgreichsten Wirtschaftsbündnisse: die Hanse. Ihr Ziel war gewinnbringender Fernhandel.

Das Netzwerk der Hanse (Europäische Geschichte Online)
Die Autorin dieses Textes definiert die Hanse als ein Netzwerk. Sie beschreibt, wie die Organisation der Hanse die verschiedenen Regionen Europas vernetzte und worauf das Handelsnetzwerk basierte.

Eine neue Welt – Jakob Fugger (DIE ZEIT Nr. 47/2009)
Man muss die neueste Technik, man muss die Erfindungen der Zeit nutzen. Der große Fugger hat gezeigt, wie man das macht. Der Fugger-Clan kontrollierte zeitweise an die zehn Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Sie waren weit und breit die größten Grundbesitzer, wichtigsten Bankiers, vernetztesten Händler, einflussreichsten Bergbauer.

Es begann in Italien (DIE ZEIT, 35/2011)
Staatsanleigen sind Wertpapiere, mit denen sich Staaten Geld besorgen. Erfunden wurden Sie im Mittelalter. Von den Italiener.

Ritter

Europa im Mittelalter – von Rittern und Turnieren (terraX, YouTube)
In der Regel erbte der älteste Sohn eines Grundherrn Haus und Land. Die anderen Söhne gingen ins Kloster – oder wurden Ritter. In diesem Film erfahren Schüler mehr über eine gesellschaftliche Gruppe: Sie waren Elitekämpfer, Söldner, Turnierreiter und prägten den Begriff der Ritterlichkeit. Schüler erfahren auch, wie eine Ritterburg entstand.

Das Fechtbuch (Universität Stuttgart)
Wie lernte ein Ritter das Fechten mit Schwert und Nahkampfwaffen? Durch Übungen und aus dem sogenannten Fechtbuch. Die Kunsthistorikerin Heidemarie Bodemer hat für ihre Doktorarbeit verschiedene Fechtbücher untersucht. Für Schüler sind besonders die einführenden Kapitel lesenswert. In ihnen beschreibt die Autorin, welche mittelalterlichen Waffen es gab, wie Ritter mit ihnen umgehen sollten und welche Regeln für die Kämpfe galten.

Das Ende der eisernen Männer (BR, YouTube)
Im Spätmittelalter verändert sich die Welt rasant: Ein Drittel der Bevölkerung stirbt im 14. Jahrhundert an der Pest, ein Viertel aller Siedlungen verschwindet. Außerdem entwickeln Handwerker neue Waffen und Kampftaktiken ändern sich. Was hat das alles mit den Rittern zu tun? Warum bedeuten diese Entwicklungen “das Ende der eisernen Männer”? Dieser Film gibt Antworten.

Entdecker und Forschungsreisende

Kolumbus – Auf hoher See mit Gott (DIE ZEIT Nr. 26/2006)
Was Admiral Christoph Kolumbus in sein Bordbuch schrieb, als er nach Amerika segelte.

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Kategorien: Geschichte, Mittelalter

Revolutionen im 18. und 19. Jahrhundert

Von 4. September 2012 um 17:33 Uhr

Überblick: Das 18. und 19. Jahrhundert waren das Zeitalter der Revolutionen. In Amerika und in europäischen Staaten lehnten sich die Menschen gegen ihre Herrscher auf. Auf dieser Themenseite finden Schüler Texte, Quellen und Filme zu den drei wichtigsten, großen Revolutionsbewegungen.

Symbol der Französischen Revolution: Der Sturm auf die Bastille © Jean-Pierre Houël

Die Amerikanische Revolution begann am 16. Dezember 1773 in Nordamerika, das damals zur Kolonialmacht Großbritannien gehörte. Die Bürger der Stadt Boston waren wütend darüber, dass sie Steuern an die britische Krone zahlen mussten und trotzdem nicht im britischen Parlament vertreten waren. Sie hielten ein britisches Handelsschiff im Hafen fest und kippten dessen Ladung ins Wasser. Da es sich bei der Ladung um kistenweise Tee der East India Trading Company handelte, heißt das Ereignis Boston Tea Party. Was 1773 im Boston begann, führte am 4. Juli 1776 schließlich zur amerikanischen  Unabhängigkeitserklärung. Die Amerikaner schrieben darin fest, dass jedem Menschen die gleichen Rechte zustehen. Sie beschlossen auch die Trennung von Staat und Kirche und bestimmten, wann das Volk eine bestehende Regierungsform durch eine neue ersetzen darf.

Die Französische Revolution begann im Jahr 1789. Die Vertreter der Bauern wollten die Macht der Grundherren beseitigen, die bürgerlichen Politiker wollten die absolutistische Monarchie abschaffen. Sie schlossen sich mit einigen Geistlichen zur Nationalversammlung zusammen und erklärten diese zur gültigen Volksvertretung. Am 26. August 1789 verabschiedete die Nationalversammlung die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte. In 17 Artikeln schrieben die Abgeordneten Religions-, Meinungs- und Pressefreiheit fest sowie Volkssouveränität und Gewaltenteilung. Ihr Ende fand die französische Revolution jedoch erst im Jahr 1799. Bis dahin zogen sich die Konflikte zwischen Bürgertum und Arbeitern auf der einen Seite und Adel und Restaurationsbewegung auf der anderen Seite hin.

Im Jahr 1848 lehnten sich Menschen in mehreren europäischen Ländern gegen die Herrschaftsverhältnisse auf. In Frankreich und Italien, in den deutschsprachigen Ländern und in der Habsburgermonarchie gingen die Menschen auf die Barrikaden. In Deutschland scheiterte die Revolution. Den Abgeordneten in der Frankfurter Paulskirche gelang es nicht, eine Verfassung zu verabschieden, denn die Könige und Fürsten wollten ihr nicht zustimmen.

Alle drei Revolutionsbewegungen waren von den Ideen der Aufklärung beeinflusst. Philosophen und Staatstheoretiker entwickelten und vertraten diese Ideen: Immanuel Kant und Johann Gottfried Herder kamen aus dem deutschen Sprachraum, Jean-Jacques Rousseau, Charles-Louis de Montesquieu und Alexis de Tocqueville aus Frankreich und John Locke, Thomas Hobbes und Thomas Jefferson aus dem englischen Sprachraum.

Ausgewählte Artikel und Materialien zum Thema:

Die Aufklärung in Europa

Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? (Universität Potsdam)
Was ist Aufklärung?, fragte 1783 der Pfarrer Johann Friedrich Zöllner. Immanuel Kant hat ihm diese Frage 1784 in der Berlinischen Monatsschrift beantwortet und auch Schüler erfahren aus diesem Artikel, was die Aufklärer wollten.

Der Weg zur Aufklärung (BR alpha)
Auf dem Weg zur Aufklärung gab es drei wichtige Männer: Michel Eyquem de Montaigne, Blaise Pascal und Voltaire. Harald Lesch und Wilhelm Vossenkuhl stellen diese spannenden Persönlichkeiten in einer Folge der Sendung Denker des Abendlandes vor.

Chronik der Aufklärung (ZEIT Geschichte Nr. 2/2010)
Die wichtigen Etappen der Aufklärungsepoche im Überblick

Wir Europäer – das 18. Jahrhundert (Dokumentarfilm arte)
Europa erkämpft die Freiheit – Im 18. Jahrhundert fechten die Europäer im Namen der Freiheit heftige Kämpfe aus. Es geht sowohl um die Freiheit des Einzelnen, als auch um die des Volkes. Eine Dokumentation in mehreren Teilen.

Das Ende der Aufklärung? Rein ins Handgemenge! (ZEIT Geschichte Nr. 2/2010)
Sind die Ideen der Aufklärung Geschichte? Nicht, solange wir uns über sie streiten. Ein Disput zwischen dem Philosophen Rüdiger Safranski und dem Publizisten Mathias Greffrath.

Zur Geschichte der Menschenrechte (Deutsches Historisches Museum)
Thomas Hobbes legte mit seiner Idee vom Naturzustand des Menschen die Grundlage für die Menschenrechte. Was hat Hobbes damit gemeint? Und wie wurde aus seiner Idee die Grundlage der Revolutionen? Der Rechtswissenschaftler Uwe Wesel erklärt es.

Johann Gottfried Herder – Prediger der Humanität (Landeszentrale für politische Bildung Thüringen)
Herder war nicht nur der Vordenker des “Sturm und Drang”. Der Kulturphilosoph und Theologe schrieb über den Zusammenhang von Sprache und Bildung und bereitete mit seinen humanistischen Schriften den Weg der Aufklärung in Deutschland.

Amerikanische Revolution und Unabhängigkeit

Die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika (Deutsches Historisches Museum)
Der Historiker Willi Paul Adams erläutert in diesem mehrteiligen Text warum es zur Unabhängigkeitserklärung kam und zeigt auf, dass die Ideen der Aufklärung darin zu finden sind. Außerdem finden Schüler eine Übersetzung des Originals.

Amerikanische Unabhängigkeitserklärung – Die Welt neu beginnen (DIE ZEIT Nr. 24/2009)
Mit den Werken “Common Sense” und “Die Rechte des Menschen” schrieb Thomas Paine Weltgeschichte – vor 200 Jahren starb der radikale Denker der Freiheit in New York. Die Unabhängigkeitserklärung der USA wäre ohne Paine nicht denkbar.

Die amerikanische Revolution (History Channel, YouTube)
In einer dreiteiligen Dokumentation erzählt der History Channel die Geschichte der Amerikanischen Revolution.  Nachgestellte Szenen und Erklärungen von Historikern fügen sich zur Geschichte der Unabhängigkeit: Von der Kolonialpolitik der Briten und die Boston Tea Party, über die Protagonisten der Revolution, den Unabhängigkeitskrieg und die -erklärung bis hin zum Sieg der amerikanischen Soldaten.

Der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg (Informationen zur politischen Bildung, Heft 297)
Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Fakten zur Unabhängigkeitserklärung.

The Papers of George Washington
George Washington war Mitverfasser der Unabhängigkeitserklärung, der erste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und Oberbefehlshaber der Kontinentalarmee im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. The Papers of George Washington sammelt und digitalisiert Briefe von und an Washington und Texte des Mitbegründers der ersten modernen Demokratie.

Französische Revolution

Montesquieu war neben Rousseau und Tocqueville der gedankliche Vater der französischen Aufklärung und der Revolution. Er veröffentliche mit Der Geist der Gesetze eine revolutionäre Schrift, die eine neue Staatstheorie beinhaltete. Auszüge aus der übersetzten Fassung findet ihr hier.

Die Französische Revolution – Alles war so möglich! (Die ZEIT Nr. 29/2002)
Paris, Dienstag, der 14. Juli 1789. Ein angenehmer Tag, 22 Grad, Sonne, Wolken, frischer Wind aus Westen. An der Bastille, einer maroden Festung am Rand der Innenstadt, kommt es zu einem Aufruhr: Schüsse fallen, Blut fließt. Was daraus wurde, das wissen wir heute: Es war der Geburtstag des modernen Europa.

Französische Revolution – “Zu den Waffen!” (DIE ZEIT Nr. 32/2008)
Die Französische Revolution von 1789 gilt als die Revolution schlechthin. Solche politischen Umstürze kommen nie aus heiterem Himmel. Und sie geschehen mit dem Anspruch, eine neue, gerechtere Ordnung zu schaffen.

Französische Revolution: Reform oder Revolution? (ZEIT Geschichte Nr. 2/2010)
In Frankreich geriet die Bewegung der Aufklärung nach dem Versailler Ballhausschwur im Juni 1789 zur offenen Erhebung. Derweil hoffte man in Deutschlands Groß- und Kleinstaaten weiter auf gute, aufgeklärte Fürsten wie Friedrich II. und Joseph II. und ihr “verständiges” Regiment.

Die deutsche Revolution von 1848

Europäisches Revolutionsjahr – Aufstand gegen die Bevormundung (ORF, 21.10.2008)
1848 gilt als das europäische Revolutionsjahr, erstmalig verbinden sich politisch-soziale Bewegungen mit nationalen und nationalistischen Bestrebungen und führen zu Aufständen: Bauernrevolten, bürgerliche Verfassungsbestrebungen, Protestaktionen der Armen und Deklassierten und nationale Emanzipationsversuche – all diese Bewegungen, eng verzahnt, bilden die verschiedenen Ebenen des Revolutionsjahres 1848.

Das Erbe von 1848 – Der Aufstand für Freiheit und Einheit (DIE ZEIT Nr. 5/1998)
Dass die Revolution von 1848 in Deutschland gescheitert ist und die Deutschen keine Nation wurden, wird häufig dem deutschen Bürgertum und der Zurückhaltung der Arbeiterklasse angekreidet. Sie hätten versagt, meinen viele. Warum dieses Urteil nicht den historischen Realitäten gerecht wird, erklärt der Historiker Heinrich August Winkler.

1848 – Flugschriften im Netz (Goethe Universität Frankfurt)
Auf dieser Seite finden Schüler Plakate, Flugschriften, Protokolle und Aufrufe aus der Zeit der Revolution in digitalisierter Form. Sie können so erfahren, welche Ideen und Ziele die Revolutionäre äußerten, wie sie sich organisierten und wie die Revolution in Bildern und Karikaturen dargestellt wurde.

Artikel aus der Neuen Rheinischen Zeitung (Projekt Gutenberg)
Karl Marx und Friedrich Engels hofften darauf, dass die Revolution von 1848 eine Revolution der Arbeiter werden würde. Sie sollten sich gegen Feudalismus und die reaktionäre preußische Regierung auflehnen. Die beiden gründeten eine eigene Zeitung, die Neue Rheinische Zeitung und nahmen darin aus kommunistischer Perspektive Stellung zum tagespolitischem Geschehen. Schüler können Karl Marx und Friedrich Engels Artikel von 1848 und 1849 hier nachlesen.

1848 – Die Revolution ist unser aller Erbe (DIE ZEIT Nr. 9/1998)
Der Deutsche Bundestag hat gute Gründe, die Ereignisse von 1848 zu feiern, schreibt 1998 der damalige Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Rudolf Scharping.

Revolution von 1848 (Informationen zur politischen Bildung, Heft 265)
In der Revolution von 1848 sollte ein national geeinter deutscher Staat mit einer freiheitlichen Verfassung entstehen. Das Unternehmen scheiterte schon nach eineinhalb Jahren, doch die Leitideen der 1848er und vor allem ihr Grundrechtskatalog zählen seitdem zu den bedeutendsten demokratischen Traditionen der Bundesrepublik Deutschland. Eine vielfältige Materialsammlung der Bundeszentrale für politische Bildung.

Deutschland 1848 – Quellensammlung (Österreichische Nationalbibliothek)
Nach Städten gegliedert finden Schüler auf dieser Seite digitalisierte Flugblätter, Zeitungsartikel, Aushänge und weitere Dokumente aus den Zeiten der Revolution. Schüler können so nachlesen, was sich in den deutschen Städten ereignete, mit welchen Mitteilungen sich die Revolutionäre an die Stadtbewohner wendeten und wie die Ereignisse in der Frankfurter Paulskirche öffentlich diskutiert wurde.

Sieg oder Tod für die deutsche Republik (DIE ZEIT, 39/2011)
Er war Radikaldemokrat, populärer Redner und gilt vielen heute als der badische Che Guevara. Im Porträt erfahren Schüler mehr über den deutschen Revolutionär Friedrich Hecker. Mehr über Heckers Leben im Exil nach der gescheiterten Revolution erfahren Schüler hier.

Sie möchten noch mehr Lesestoff? Hier können Sie das Archiv von ZEIT und ZEIT ONLINE durchsuchen

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