Alina Schadwinkel

Weihnachtsbasteln mit Han Solo

Star-Wars-Snowflake "Captain Rex" von Anthony Herrera. Klicken Sie auf das Bild für das PDF zum Ausdrucken und Ausschneiden.
Star-Wars-Snowflake "Captain Rex" von Anthony Herrera. Klicken Sie auf das Bild für das PDF zum Ausdrucken und Ausschneiden.

Weihnachtszeit ist Star-Wars-Zeit – zumindest, wenn es nach Anthony Herrera geht. In seinem Blog veröffentlicht der Grafikdesigner seit vier Jahren Schneeflocken-Bastelmuster inspiriert von der Science-Fiction-Welt. Dieser Tage finden sich dort sechs neue, anspruchsvolle Vorlagen; darunter Captain Rex, Han Solo und Jabba The Hutt. Penibel ausgeschnitten verschönern die jeden Raum. Möge die Geduld mit Euch sein!

Wem weder Geduld noch die Macht nützen, der werfe einen Blick auf folgendes Video. Hier lernen Sie, das Laserschwert die Schere korrekt zu führen:

Mit Star Wars Episode 7 erhofft Herrera sich übrigens endlich neue Vorlagen. So langsam, schreibt er, würden ihm die Ideen ausgehen. Vielleicht haben Sie eigene Ideen, was Sie aus Star Wars nachbasteln könnten? Posten Sie unter #starwarssnowflakes Fotos Ihrer Werke und teilen Sie sie mit uns auf Twitter.

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Ute Brandenburger

Wo das Zinn für unsere Smartphones herkommt

Wir lieben Smartphones, Fernseher und andere elektronische Gadgets. Doch was richtet unser unstillbarer Technikhunger an? Dieser Kurzfilm zeigt, wie vorindustriell Arbeiter in Indonesien Zinn fördern und dass Verbraucher Einfluss auf die Produzenten nehmen können, um menschenunwürdige Arbeitsbedingungen bei ihren Zulieferern zu verhindern. Der Kurzfilm ist Teil der zwanzigteiligen Reihe "wetheeconomy", die Microsoft-Mitgründer Paul Allen und Dokumentarfilmer Morgan Spurlock produziert haben.

Gerade in den Spielzeugen des modernen Menschen sind sogenannte Konfliktrohstoffe enthalten, deren Gewinnung häufig durch Kinderarbeit, Schmuggel oder Umweltzerstörung erfolgt. Ein Beispiel für ein Smartphone, das Käufern ein gutes Gewissen bescheren will, ist das Fairphone. Dessen niederländischer Anbieter achtet nach eigenen Angaben auf Rohstoffe mit nachvollziehbarer Herkunft. Seit dem vergangenen Jahr hat das Unternehmen rund 55.000 Geräte verkauft.

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Über dieses Blog

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Alina Schadwinkel

Eine Welt ohne Kohle?

Screenshot der interaktiven Guardian-Infografik. Klicken Sie auf das Bild, um zur Grafik zu gelangen.
Screenshot der interaktiven "Guardian"-Infografik. Klicken Sie auf das Bild, um zur Grafik zu gelangen.

Seit Jahrhunderten ist Kohle die treibende Kraft der Industrialisierung. Sie hat den Kurs der Welt verändert, hat Millionen Menschen einen hohen Lebensstandard ermöglicht – und ist zugleich verantwortlich für größte Umweltschäden. Heute steht fest: Wer das Klima retten will, muss den Ausstieg aus fossilen Energien vorantreiben.

Doch kann die Welt überhaupt aufhören, Kohle zu verbrennen? Eine interaktive Grafik des Guardian zeigt: Die gesetzten Ziele lassen sich nur erreichen, wenn Politiker weltweit strengere Maßnahmen ergreifen.

China fördert dieser Tage den Großteil der Kohle weltweit. Auch in Deutschland hat sie als Energiequelle längst nicht ausgedient. Dabei zählen die Kohlekraftwerke hierzulande einem Medienbericht zufolge zu den schmutzigsten in Europa. Die USA und China haben sich nun darauf verständigt, bis 2025 und 2030 bedeutend weniger CO2 in die Atmosphäre zu pusten.

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Adrian Pohr

Das Regenschirm-Experiment

UP: The Umbrella Project from Pilobolus on Vimeo.

250 Studenten des Massachusetts Institute of Technology haben sich für dieses "Umbrella Project" einspannen lassen. Herausgekommen ist eine Nerd-Choreographie, die von Weitem betrachtet Pixeln auf einem Computerbildschirm ähnelt. Die einzelnen Teilnehmer der Live-Performance bekamen einen High-Tech-LED-Schirm in die Hand gedrückt, bei dem sie die Farbe ändern konnten. So entstanden spontan gemeinsame Farblandschaften: eine Freude für das Auge.

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Alina Schadwinkel

Tschuri, der singende Komet

Bildschirmfoto 2014-11-11 um 17.17.4267P/C-G – Künstlername "Tschuri" – ist derzeit der Star unter den Kometen. Am Mittwochabend soll auf ihm das Mini-Labor der Rosetta-Mission landen und damit Raumfahrtgeschichte schreiben. Auch weil der Komet seine Beobachter noch immer überrascht. So ist er nicht nur interessant geformt, er gibt auch sonderbare Töne von sich. Schwingungen im magnetischen Feld um den Himmelskörper erzeugen Klänge, deren sehr tiefe Frequenzen für das menschliche Ohr normalerweise nicht wahrnehmbar wären. Dank ein paar technischer Tricks kann man den Tschuri-Song jetzt aber doch hören. Wie der Brocken klingt, hat die europäische Raumfahrtorganisation Esa auf Soundcloud veröffentlicht.

 
Ute Brandenburger

Sex vor 385 Millionen Jahren

Von wegen Missionarsstellung ... Der sexuelle Verkehr zwischen Panzerfischen kann nur Seite an Seite stattgefunden haben. Davon geht der Paläontologe John Long von der Flinders-University im australischen Adelaide aus. Zusammen mit Kollegen hat Long die Fortpflanzung eines acht Zentimeter langen Panzerfisches untersucht, der vor 385 Millionen Jahren im heutigen Schottland lebte. Nach Ansicht der Wissenschaftler bildete der Panzerfisch ein L-förmiges männliches Geschlechtsteil aus, mit dem er seine Spermien nur seitwärts an einen weiblichen Panzerfisch übertragen konnte. Wie das praktisch funktioniert, zeigt die Animation im Video.

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Adrian Pohr

Im Flug durch die Aurora

In Polarlichter lässt es sich gut hineinprojizieren. Vor Jahrhunderten lasen die Menschen in oftmals grünen Leuchterscheinung Aktivitäten von Göttern bzw. Geistern oder Vorboten drohenden Unheils. Für die Maori auf Neuseeland galt die Aurora australis als Feuer, das die Ahnen auf dem Weg in die Antarktis entzündet hatten, um an die warme Heimat zu erinnern.

Die leuchtenden Farben ziehen heutzutage weniger die Abergläubigen als vielmehr die Hobbyfotografen an. Wann auch sonst sieht der Himmel ähnlich spektakulär aus wie in Mordor?

Das Südlicht der Maori hat nun der deutsche Astronaut Alexander Gerst eingefangen. Kurz vor seiner Rückkehr nach Deutschland am Montag zeigt die ESA nun dieses beeindruckende Zeitraffer-Video einer seltenen Aurora australis aus 400 Kilometern Höhe. Dabei ist Gerst direkt durch die Aurora durchgeflogen, die durch eine Sonneneruption ausgelöst wurde.

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Sven Stockrahm

In Afrika geht Ebola um, in ganz Afrika?

© Anthony England | @EbolaPhone

Seit der Ebola-Erreger auch außerhalb Westafrikas Einzelne infiziert hat, herrscht Angst: Menschen mit schwarzer Hautfarbe werden gemieden; wer aus Afrika kommt, könnte ja das Virus haben. In New York gibt es Leute, die in der U-Bahn nicht mehr neben Schwarzen sitzen wollen. In New Jersey können zwei Kinder nicht zur Schule gehen, weil sie aus Ruanda kommen. Dabei gibt es dort keinen einzigen Ebola-Infizierten und Ruanda liegt von den betroffenen Regionen so weit weg wie New York von Kalifornien.

Die #Fearbola getaufte Hysterie ist absurd: Afrika ist kein Ebola-Kontinent.

Wie klein die betroffene Region gemessen am Rest des Kontinents ist, zeigt eine Karte, die der Brite Anthony England via Twitter verbreitet. Die Washington Post sprach mit dem Chemiker, der viel Zeit in der Subsahara verbracht hat. Über @EbolaPhone sammelt England aktuelle Infos zur Epidemie und versucht, etwas gegen Unwissen und Fehlinformationen rund um den Erreger zu tun. Gut so.

Die verheerende Epidemie hat seit Monaten vor allem Guinea, Liberia und Sierra Leone im Griff (einzelne Fälle in Mali, in der Demokratischen Republik Kongo und in Nigeria haben bislang zu keiner größeren Verbreitung geführt). Die Fläche der Länder macht nur einen Bruchteil des gesamten Erdteils aus.

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ebola-themenseite

 

Wendelstein 7-X-Montage im Zeitraffer

So sieht es aus, wenn ein riesiger Kernfusionsreaktor entsteht. Die Forschungsanlage Wendelstein 7-X wurde im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald gebaut. Sie ist neben
dem Large Helical Device in Japan die weltweit größte Anlage vom Typ Stellarator.

Mit ihrer Hilfe soll es gelingen, die Energieproduktion der Sonne nachzuahmen. Der Magnetfeldkäfig der Anlage wird durch ein einziges Spulensystem erzeugt, das sich für den Dauerbetrieb eignen soll. Eingeschlossen wird darin ein Plasma, das Temperaturen bis zu 100 Millionen Grad erreichen kann. Gelingt es,
im Reaktor die Kernfusion nachzubilden, stünde der Menschheit eine fast unerschöpfliche Energiequelle zur Verfügung. Dann könnten nach Plänen
der Wissenschaftler in rund 50 Jahren Fusionskraftwerke Strom liefern.

Der Zeitraffer fasst in drei Minuten die Montage zusammen, die 2005 begann und in diesem Jahr endete. Die Bilder wurden von Kameras in der Vormontagehalle sowie an der Wand und Decke der Experimentierhalle aufgenommen.

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Alina Schadwinkel

Plastik, der ewige Verlierer?

© The Atlantic: "A Simple Way Out of the Plastic Versus Paper Bag Dilemma"
© The Atlantic: "A Simple Way Out of the Plastic Versus Paper Bag Dilemma"

Kunststofftüten vermüllen die Welt. Als Alternativen zum Plastik gelten Tüten aus Bioplastik oder Papier. Vollkommen überzeugt hat bislang jedoch keine. Vielmehr gibt es ein stetes Hin und Her ob der Frage: Was ist besser?

Eine interaktive Grafik des Atlantic greift das Dilemma auf und zeigt, dass Plastik im direkten Vergleich nicht zwingend schädlicher ist als Papier. Warum? Die Autoren haben verschiedene Faktoren in ihre Berechnungen einfließen lassen: beispielsweise wieviel Land für die Produktion, Wasser, Öl, Gas und Kohle für die Produktion benötigt werden.

Seit Jahren tobt ein heftiger Streit darüber, welche Tüten Konsumenten kaufen sollen – und dürfen. Abbaubares Plastik gibt es längst, sogar Tüten, die verrotten. Weil Labels verwirrend sind und Kunststoff- und Abfallindustrie streiten, wird das aber nicht Standard.

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