Ute Brandenburger

Friedliche Pistolen

Konfiszierte Waffen erzeugen in diesem Video die Musik. Das mexikanische Militär hatte sie in Ciudad Juárez sichergestellt. In der Millionenstadt nahe der Grenze zum US-amerikanischen Bundesstaat Texas bekämpfen sich verfeindete Drogenkartelle. In den sechs Jahren zwischen 2007 und 2013 wurden dort mehr als 11.000 Menschen ermordet. Zurück blieben viele Kinder und Jugendliche ohne Eltern.

Der mexikanische Künstler Pedro Reyes hat die pazifistische Installation aus Pistolen, Gewehren und Schrotflinten gebaut. Für seine kreative Entwaffnungsaktion wählte er unter unter mehr als 6.700 Waffen aus, die das Militär sichergestellt hatte.

Weitere Teilchen finden Sie hier.

 

 
Ute Brandenburger

Geparden-Roboter mit Elektromotor

Der Anblick von Roboter-Wildkatzen, die entwickelt werden, um das US-Militär zu unterstützen, ist nicht ganz neu. Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology haben einen Algorithmus entwickelt, der einem Geparden-Roboter erlaubt, seine vier Beine unterschiedlich zu nutzen.

In bisherigen Versuchen hat der Gepard rund 16 Kilometer pro Stunde erreicht und sogar Hindernisse von über 30 Zentimetern Höhe übersprungen. Angetrieben wird er durch einen Elektromotor, was ihn im Unterschied zur Roboter-Wildkatze von Boston Dynamics vergleichsweise leise macht.

Weitere Teilchen finden Sie hier.

 

Über dieses Blog

Nicht jedes Video ist eine Nachricht, nicht jede Grafik lohnt für einen Artikel. Wir teilen sie trotzdem via Twitter, Facebook oder sprechen mit Freunden darüber. Weil sie sehenswert sind, unterhaltsam und informativ. Damit sie nicht einfach wieder verschwinden, sammelt ZEIT ONLINE im Teilchen-Blog regelmäßig Kleines, aber Feines aus dem Netz. Folgen Sie dem Blog auch auf Twitter unter #Teilchen.
Alina Schadwinkel

Maggie Simpson – Forscherin mit Schnuller?

Woran so manch Forscher noch immer hart arbeitet, ist 25-Jahre-Simpsons-Dauerbaby Maggie (die Kleine mit den spitzen Haaren und der blauen Schleife) nun gelungen: Sie hat eine wissenschaftliche Studie veröffentlicht. Wie die Kollegen von nerdist.com und vox.com berichten, trägt das Paper den beeindruckenden Titel "Fuzzy", Homogeneous Configurations, verfasst von Margaret Simpson – klingt seriöser –, Kim Jong Fun und Edna Krabappel. Wie kann das sein?

Die Studie taucht gleich in zwei Fachpublikationen auf: im Journal of Computational Intelligence and Electronic Systems und Aperito Journal of NanoScience Technology. Selbstredend haben nicht die fiktionalen Charaktere der Kultserie den Nonsens verfasst. Schöpfer des Werks ist vielmehr SCIgen – ein Programm, das Studien der Computerwissenschaften mit Grafiken, Bildern und sogar Verweisen erstellt. Mit wenigen Handgriffen kann jeder solch eine Fantasie-Publikation erstellen.

Das Ziel der Macher: die Herausgeber der Fachzeitschriften vorführen. Die spammen nämlich Forscher zu, verlangen eine Gebühr, damit deren Papers im Journal veröffentlicht werden, bieten jedoch kein Gremium von Gutachtern aus dem Forschungsbereich, das prüft, ob alle wissenschaftlichen Standards eingehalten wurden. Dieses Peer-Review genannte Verfahren soll die Qualität in der Forschung sichern – und wäre hier dringend vonnöten gewesen.

Doch selbst wenn es das Verfahren gibt: Regelmäßig müssen Fachzeitschriften und Wissenschaftler Paper zurückziehen. Plagiatoren und bewusste Datenfälschung sind dabei nur zwei der Probleme. Zahlreiche Erkenntnisse der Wissenschaft sind zudem nicht so gesichert, wie viele meinen. Auf zu viele Ergebnisse ist zu wenig Verlass, falsche Daten häufen sich und die Kontrollmechanismen sind lückenhaft.

Weitere Teilchen aus dem Netz finden Sie hier

 
Alina Schadwinkel

Achtung, Flausch-Content!

Es ist soweit: Der Knuddel-Tier-Content ist im Teilchen-Blog angekommen. Aus gutem Grund. Mit einem geradezu unfassbar (amazing!) drollig-putzig-spaßigen Video hat das Magazin Nature die 10 süßesten Tiere in der Wissenschaft 2014 geadelt. Da macht sich der Hund vor Freude magnetfeldorientiert ins Fell, der Frosch tanzt – und der Koala umarmt seinen besten Freund, den kalten Baum.

Wir möchten an dieser Stelle noch Kraken nachnominieren. Die kennen nämlich keine Knoten. (Und Pferdehirsche. Die können nämlich auf zwei Beinen laufen. Das mag schon länger bekannt sein, aber hallo: Wie großartig ist das denn bitte?)

Weitere Teilchen finden Sie hier

 
Ute Brandenburger

Warum es Außerirdische wahrscheinlich gibt

Die Menschheit verwendet viel Energie darauf, sich Außerirdische vorzustellen: Filme wie E.T., Star Trek, Men in Black oder Alien zeichnen das Spektrum des Lebens fernab der Erde von überaus freundlich bis oberfies. Der Gedanke allein im Kosmos zu sein, erscheint uns offenbar einfach zu traurig.

Ein kurzer Animationsfilm des Wissenschaftsmagazins New Scientist erklärt nun, warum die Existenz außerirdischen Lebens tatsächlich wahrscheinlich ist. Ein Grund, warum wir es noch nicht bemerkt haben: Wir denken zu viel über seine Eigenschaften nach. Erst wenn wir aufhörten, uns Aliens vorzustellen, besteht eine Chance, sie zu finden, erklären die Kollegen.

So ist etwa eine stark einschränkende Annahme, dass die Entstehung von Leben auf Kohlenstoff basiert und mit Wasser zusammenhängt. Deshalb jagen Forscher das Molekül im All, untersuchen beispielsweise mit der Rosetta-Sonde den Wasserdampf des Kometen Tschuri, und sind auf der Suche nach erdähnlichen Planeten – mit bedingtem Erfolg. Im September immerhin haben Wissenschaftler erstmals in der Atmosphäre eines 124 Lichtjahre entfernten Exoplaneten Wasserdampf nachgewiesen.

Weitere Teilchen finden Sie hier.

 
Ute Brandenburger

Endlich übers Wasser wandeln

Ein Wanderer aus der Slowakischen Republik hat dieses Video auf einer Bergtour in die Hohe Tatra gedreht. Er überquert mit einem Begleiter einen zugefrorenen Bergsee, dessen Eis ganz klar und durchsichtig ist. Fast scheint es, als ob er über das Wasser wandele.

Das Eis ist deshalb so klar, da darin wenig Luftblasen eingeschlossen sind und das Eis von unten gefroren ist. Diese Eisformation ist auch als congelation ice bekannt. Wer sich kurz vor Weihnachten lieber an Schneekristallen in Sternenvarianten erbauen will, dem sei diese Fotostrecke ans Herz gelegt ...

Weitere Teilchen finden Sie hier.

 

 
Alina Schadwinkel

Die Daten strömen von Nord-Nord-Ost

Screenshot von Cameron Beccarios Daten-Visualisierung
Screenshot von Cameron Beccarios Daten-Visualisierung "Earth"

Die Erde ist stets in Bewegung. Das muss man zeigen, dachte sich der Entwickler Cameron Beccario und animierte direkt mal das Weltwetter – nahezu in Echtzeit. Alle drei Stunden berechnen Supercomputer, wie der Wind über den Planeten zieht. In jahrelanger Arbeit hat Beccario seine 3-D-Karte perfektioniert und ihr stets neue Features hinzugefügt: Der misery index zeigt die Temperatur der Winde, auch fließen täglich die Temperaturen der Ozeanoberflächen und alle fünf Tage der Weg der Meeresströmungen in die Karte ein.

Mit einem Mausklick lässt sich der Planet in jede beliebige Richtung drehen. Anschließend ist es möglich, per Zoom zwar nicht Orte, wohl aber einzelne Wirbelstürme oder Taifune zu vergrößern. Ein weiterer Klick zeigt punktuell die Windgeschwindigkeit an den entsprechenden Koordinaten.

Trotz der detaillierten Daten, die weltweit erhoben werden, ist das Wetter weiterhin nur bedingt berechenbar. Zwar werden die Modelle genauer und die Vorhersagen besser. Doch Wettervorhersagen von Onlineportalen und Smartphone-Apps haben oft wenig mit der Realität gemein.

Weitere Netz-Fundstücke finden Sie im Teilchen-Blog.

 
Ute Brandenburger

Sojus-Rakete ist gar nicht so groß …

Während die Nasa am Raumtransporter Orion arbeitet, fliegen die Astronauten der Internationalen Raumstation ISS mit der Sojus-Rakete in die Erdumlaufbahn.
Das Video zeigt im Zeitraffer den Weg der Rakete zur Abschussrampe in Baikonur.

Ausschnitt Grafik Raumfahrt

Die Grafik von Heaney555 auf reddit gibt einen Größenvergleich zu den bisher in der Geschichte der Raumfahrt verwendeten Raketen. Das russische Modell wirkt wie ein Zwerg neben der 110 Meter hohen Saturn-V-Rakete, die für die Mondmissionen eingesetzt wurde.

Groessenvergleich_Raumfahrt

 

 

Weitere Teilchen finden Sie hier.

 
Ute Brandenburger

Was uns Gummienten und Legosteine über Meeresströmungen verraten

Viele Kinder kennen Eric Carles Bilderbuch "10 kleine Gummienten", in dem eine Ladung Plastikspielzeug über Bord geht. Die Enten treiben in alle Himmelsrichtungen auseinander. Das Buch basiert auf einem echten Vorfall aus dem Jahr 1992. In dem Video wird erklärt, wie Ozeanograph Charles Curtis Ebbesmeyer den Gummienten-Vorfall nutzt, um mehr über die Meeresströmungen zu erfahren. Ebbesmeyer hat außer den Enten auch über Bord gegangene Turnschuhe und Legosteine verfolgt, die sich an der Wasseroberfläche sammelten.

Einer jüngsten Studie zufolge schwimmen rund 270.000 Tonnen Plastikmüll auf den Weltmeeren. Wie viel Plastikmüll zersetzt, von Tieren gefressen oder am Meeresgrund liegt, ist in der Studie nicht erfasst.

Weitere Teilchen finden Sie hier.

 
Adrian Pohr

Virtuelles Make-up

Wollen Sie aussehen wie ein Android? Oder wie eine Japanerin? Ein Team von Künstlern und Computergrafikdesignern hat es möglich gemacht, diesen Wunsch in Sekundenschnelle zu verwirklichen: Sie haben ein Gesichts-Mapping entwickelt. Dieses System kann einem Model unterschiedliche Make-up-Stile aufsetzen – inklusive fortschrittlicher Gesichtserkennung. So können ganze Bilder auf das Gesicht eines Benutzers projiziert werden – in Echtzeit. Wem das zu digital ist: Die japanische Künstlerin Hikaru Cho erzeugt einen ähnlichen Effekt ganz analog mit ihrer Körpermalerei.

Weitere Teilchen finden Sie hier.