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Twelve Monkeys

Der Minimarkt für „Vegankrams“ auf St. Pauli eröffnet mit einem veganen Straßenfest mit Info- und Essensständen.

Allen möglichen „Vegankrams“ gibt es ab Mitte Mai in der Hopfenstraße 15b zu kaufen. Und vieles auch noch verpackungsfrei. Schokolade, Obst, Fleischersatz, Kosmetika, Tiernahrung, Kleidung, Haushaltsmittel – hier wird ein Voll-Sortiment geboten, das rein pflanzlich ist. Zum Auftakt lädt Sandra Neumeier ihren Laden Twelve Monkeys am 15. und 16. Mai zum veganen Straßenfest mit Info- und Essensständen. Mit dabei sind auch viele andere Vegan-Anbieter aus der Nachbarschaft (Die Szene wächst!), Sympathisanten und Interessengruppen:

Free Animal e.V.
Liberty Eiscafé und Bistro
4K Catering
Animal Liberation Network
Tierbefreiung Hamburg
LPT-Schließen
Katharina Rot Illustration
Medibüro Hamburg
Stop Vivisection repräsentiert von der Aktionsgruppe Nord gegen Versuchstierhandel und Tierversuche
Animal Rights Watch – Ortsgruppe Hamburg
Restaurant LEAF
Black Spoke Collective – St. Pauli

 

10 years of Smallville

Das Hamburger Label feiert Geburtstag im PAL – dabei sind unter anderem die DJs Ron Trent aus Chicago und moomin aus Berlin.

Das PAL ist einer von zwei neuen Clubs an der Karolinenstraße 45. Das rote Backsteingebäude am Messegelände teilt er sich mit dem Volt. Die junge Elektroszene ist im PAL zu Hause. Das Line-up macht ziemlich Laune. Am 15. Mai findet hier ein amtliches Jubiläum statt: 10 years of Smallville feiert das Hamburger Label Smallville Records. Der Boden des dunklen Tanzraumes mit den roten Leuchtstoffröhren bebt dann zu den Beats von Ron Trent (Future Vision / Chicago), moomin (Closer / Berlin), Manamana (KANN/ Leipzig), RVDS (It’s / Hamburg), Jacques Bon (SMALLVILLE RECORDS PARIS), Tilman Tausendfreund (Frank Music / Hamburg), Bobbie* (Knock Knock / Hamburg), Akaak (Knock Knock / Hamburg), Elin (DEAR / Hamburg) und Smallpeople (Smallville / Hamburg).

Text: Lena Frommeyer

 

KiNK

Im Rahmen der Partyreihe „Live is Live“ kommt der bulgarische Produzent und DJ in die Villa Nova für eine Techno-Bastelstunde.

Strahil Velchev alias KiNK experimentiert lieber mit Hard- als mit Software. Synthies, Drummachines, Effektgeräte und irgendwie alles mit Knöpfen setzt der bulgarische Produzent und DJ ein. So entstehen hoch-technische Sets zwischen Techno und Bastelstunde. Auch live verlässt er sich bei seinem Sound lieber auf das Hantieren an Maschinchen als auf digitale Effekte. Wer da in der ersten Reihe steht, bekommt auch schon mal selbst den Controller in die Hand gedrückt. KiNK ist einer von den Künstlern aus Osteuropa, die mit ihrer Liebe zum Synthesizer internationale Erfolge feiern. Den in Sofia lebenden Strahil Velchev brachte das unter anderem schon in die Panorama Bar im Berliner Berghain.

 

Maceo Parker

Erst kam Maceo, dann kam der Funk: Auch mit über 70 zeigt der tighte Saxofonist jedem locker, wo der Hammer hängt. In der Fabrik.

„Two percent Jazz and 98 percent funky stuff“ So beschreibt Maceo Parker seine Musik und bringt es damit perfekt auf den Punkt. Seine unverwechselbar tighte Art, Saxofon zu spielen, bescherte ihm zeitweise sogar einen Platz in der Band des Godfather of Soul, James Brown. Da es musikalische Genies selten lange miteinander aushalten, wurde es zu einer Zweckehe von kurzer Dauer. Gemeinsam mit seiner eigenen Band kommt Parkers Stil ohnehin besser zum Tragen – vor allem, weil reichlich Zeit für Improvisation vorhanden ist. Wer ihn schon einmal in der Fabrik (oder anderswo) gesehen hat, weiß, dass der Abend schweißtreibend wird und sicherlich nicht nach anderthalb Stunden und einer Zugabe zu Ende ist.

Text: Benedikt Ernst

 

Heavy-Metal-Pop-Art

Die Galerie Niklas Schechinger Fine Art präsentiert Rouven Schmitt Hersfelds Kunst, die immer einen Bogen zur Popkultur schlägt.

Bevor er an der HFG in Offenbach Kunst studierte, machte Rouven Schmitt Hersfeld eine Ausbildung zum Schweißer und Schlosser. Logisch, dass er sich popkulturell stark von Heavy Metal angezogen fühlt. Seiner Schwäche für Schwerter, Helden wie Robin of Sherwood und den Highlander, die 1980er Jahre, Neon und Miami Vice verleiht er in seinen Arbeiten Ausdruck. In der Galerie Niklas Schechinger Fine Art zeigt er sowohl Sitzgelegenheiten als auch Malerei. Als besonderes Schmankerl kann man sich zudem auf die Suche nach „Hidden Messages“ begeben. Die versteckten Verbindungen zur Musik- oder Filmgeschichte sind oft erst auf Nachfrage zu entschlüsseln. Braucht man aber nicht, um seine Kunstwerke zu lieben.

 

Graphic Novel Tage

Epische Bilderwelten: Im Literaturhaus stellen deutschsprachige und internationale Comicautoren ihre aktuellen Arbeiten vor.

Spätestens seit Art Spiegelman für seine Auschwitz-Geschichte Maus mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde, bezweifeln auch Liebhaber anspruchsvoller Literatur nicht mehr, dass Graphic Novels starke Inhalte erzählen können. Das Genre ist längst aus der Subkultur-Schublade gestiegen und weist ein großes Spektrum von Künstlerbiografien, Literaturadaptionen, Kriegsgeschichten, Thrillern oder Dystopien auf. Die Novelists leben stark vom internationalen Austausch, und so bringen die Graphic Novel Tage seit 2012 jeweils einen internationalen und einen deutschsprachigen Comicstar miteinander ins Gespräch. Der Schweizer Matthias Gnehm (Foto) und Manuele Fior aus Italien zeigen am Eröffnungsabend ihre Arbeiten. Die Graphic Novel Tage enden am 22. Mai. Zu diesem Anlass bittet das Literaturhaus als Highlight und Abschluss mit Richard McGuire und Hendrik Dorgathen zwei stilprägende Künstler zum Gespräch.

Text: Natalia Sadovnik

 

Lotto King Karl

Von Rap-Game bis Rock-Legende: Die Stadtparksaison wird von Barmbeks Finest und seinen Dream Boys, eröffnet.

Als wäre die Hamburger Konzertlandschaft nicht schon vielfältig genug, gibt es jeden Sommer noch ein Schmankerl obendrauf – die Konzerte auf der Freilichtbühne im Stadtpark. Auch in diesem Jahr versuchen sich wieder nationale und internationale Top Acts daran, den grünen Kessel zu erobern. Rock- und Pop-Legenden wie Santana (2.7.), Billy Idol (24.6.) oder Joan Baez (29.7.) geben sich die Klinke in die Hand mit Stars aus der Schlager- und Liedermacher-Szene wie Dieter Thomas Kuhn (17./18.7.), Konstantin Wecker (20.6.) und Matthias Reim (15.8.). Auch das Rap-Game ist mit dem Wu-Tang Clan (9.6.), Cypress Hill (15.7.) und Samy Deluxe (12.9.) hervorragend repräsentiert. Und einer darf sowieso nicht fehlen: Lotto King Karl. Mit seinen Barmbek Dream Boys und reichlich Folklore im Gepäck wird das Urgestein die Saison am 16. Mai standesgemäß eröffnen.

Text: Benedikt Ernst

 

I Am Kloot

Von Manchester über Hamburg nach New York: Die britischen Indie-Rocker stellen im Uebel & Gefährlich ihr Livealbum vor.

Das Indie-Rock Trio I am Kloot ist auf Tour und verkürzt uns die Wartezeit auf die neue Platte mit ihrem ersten Livealbum Hold Back The Night. Das beinhaltet unter anderem viele Klassiker des mit dem Mercury Award nominierten Albums Sky At Night. Wenn Frontmann John Bramwell seine Geschichten dann tatsächlich live auf der Bühne singt, hat das immer etwas von einem alten Herren, der mit nasaler Stimme von längst vergangenen Tagen erzählt – oder einem gute Ratschläge gibt. Das Ambiente dazu stelle man sich wie eine dieser gedimmten und verrauchten Bars vor, wo die Wände mit alten schwarzweiß Fotografien behangen sind. Man selbst sitzt tief versunken in einem abgeranzten Ledersessel und hört gespannt zu, während Pete Jobson am Bass mit einstimmt. Der durchweg lässig swingende Schlagzeugbeat von Andy Hargreaves kommt aus der anderen Ecke des Raumes hinzu. Live im Uebel & Gefährlich vielleicht nicht ganz so verraucht und auch unbestuhlt, aber das Schummerlicht ist garantiert.

Text: Jan-Frederic Goltz

 

Sven Amtsberg

Schwitzender Extrem-Pantomime: Der Schriftsteller und Entertainer stellt im Art Store seine literarischen Highlights der kommenden Jahre vor.

Das Allroundtalent Sven Amtsberg lässt uns an seinen Hits von gestern, heute und morgen teilhaben. Der Wahlhamburger lebt seit 1996 in der Hansestadt, und wenn er gerade keine Stadtführungen mit erfundenen Informationen veranstaltet, schreibt er Erzählungen und Gedichte oder gründet die Autorenschule Autorendock. Er rühmt sich mit eigenen Zitaten wie „Der Schweiß ist die Träne des Mannes“ und fühlt sich zwischen den Spannungsfeldern literarischer Tierjonglage und Extrem-Pantomime zu Hause. In der Lesung unter dem Titel Sven, Sie wissen nicht, was Sie tun im Art Store auf St. Pauli liest der Autor und Gründer des literarischen Clubs Die Macht e.V. seine besten und schlimmsten Stücke aller Zeiten vor.

Text: Adriana Jodlowska

 

Kitty Solaris

Die Berliner Label-Chefin und „Lo-Fi-Pop“-Musikerin präsentiert ihr neues Album „Silent Disco“ in der Hasenschaukel.

Sie kommt aus Berlin, hat ein eigenes Label (Solaris Empire) und macht Musik. Die einen sprechen von „melodischem Lo-Fi-Pop“, der Rolling Stone nennt es „geschmackssichere, zartbittere Popmelancholie aus Berlin“. Das Missy Magazin fasst die Musik von Kitty Solaris besonders treffend zusammen: „Slowmotion-Verheißung. Mal mondänes Dance-Material, vor allem aber fragil-sinnliche Akustik-Geschichten für Allein-sein-Momente und gut. Nur gut.“ Die Videos unter diesem Text beweisen das: Coffee And Cigarettes – akustisch, minimalistisch, melancholisch – bestes Material, um mit einem Glas Wein in der Hand vom Balkon aus den Wind zu beobachten. We Stop The Dance – flott, tanzbar, poppig – der perfekte Soundtrack für einen Roadtrip, bei dem man den Beat auf dem Lenkrad mitklopft. Wie schön es doch wäre, wenn wir beide Seiten von Kitty Solaris beim Konzert in der Hasenschaukel erlebten.

Text: Lena Frommeyer