Verrückte Viecher (24): Mondfisch

Ein MOndfisch/ © Per-Ola Norman

Im Englischen sagt man »sunfish« zu ihm, »Sonnenfisch«, auf Deutsch heißt er Mondfisch, und sein wissenschaftlicher Name ist Mola mola. Mola ist Latein und heißt »Mühlstein«. All diese Namen beschreiben das seltsame Aussehen dieses Fisches: Er ist tonnenschwer, drei Meter lang und fast rund. Er ist daher nicht sonderlich schnell, sondern dümpelt gemütlich durch die Weltmeere. Weiter„Verrückte Viecher (24): Mondfisch“

 

Verrückte Viecher (23): Papageientaucher

Auffällig: Der knallrote Schnabel/ © Andreas Trepte; www.photo-natur.de

Mit seinem bunten Schnabel, dem schwarz-weißen Körper und dem tollpatschigen Watschelgang sieht der Papageientaucher aus wie ein Clown im Frack – wenn man das Glück hat, ihm zu begegnen. Die meiste Zeit des Jahres verbringt er auf dem offenen Meer, Tag und Nacht. Das Wasser ist sein Element. Selbst im Winter trotzt er dort draußen Kälte und Stürmen. Mit seinen kurzen Flügeln kann er hervorragend schwimmen und mehr als 50 Meter tief tauchen. Er ernährt sich von kleinen Fischen und Krebstieren. Weiter„Verrückte Viecher (23): Papageientaucher“

 

Verrückte Viecher (22): Hummel-Fledermaus

Kleiner als eine Maus, größer als eine Hummel / © Thailand Info

1973 entdeckte ein thailändischer Forscher in seiner Heimat ein kleines pelziges Wesen. In der Abenddämmerung schwirrte es durch die Luft und war durch seine braune Farbe schwer zu erkennen. Der Biologe vermutete, dass er eine neue Hummelart gefunden hatte. Doch bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass das Tierchen kein Insekt, sondern eine Fledermaus war. Die Hummel-Fledermaus ist eines der kleinsten Säugetiere der Welt, nur drei Zentimeter lang. Weiter„Verrückte Viecher (22): Hummel-Fledermaus“

 

Verrückte Viecher (21): Geisterschnecke

Weiß wie ein Gespenst, die Geisterschnecke/ © Wikipedia

Die Geisterschnecke macht ihrem Namen alle Ehre: Sie lebt weitgehend unsichtbar unter der Erde, ist schneeweiß und hat keine Augen. Dafür hat sie rasiermesserscharfe Zähnchen, mit denen sie Regenwürmer tötet. Dann saugt sie die Würmer ein wie Spaghetti. Die Forscher, die sie 2007 in England gefunden haben, vermuten, dass sie eigentlich aus wärmeren Gefilden in Osteuropa oder der Türkei stammt und eingeschleppt wurde. Weiter„Verrückte Viecher (21): Geisterschnecke“

 

Verrücktes Viech (20): Thermometerhuhn

Brütet echt kompliziert: Das Thermometerhuhn/ © Kr.afol

Das Thermometerhuhn hat die wahrscheinlich komplizierteste Bruttechnik im Tierreich: Monate bevor seine Henne Eier legt, gräbt der Hahn ein Loch, das am Ende einen Meter tief und drei Meter breit ist. Dann scharrt er Laub hinein, lässt es nass regnen und verschließt das Loch mit Sand. Innen wird es warm und beginnt zu gären wie in einem Komposthaufen. Mit seinem Schnabel kontrolliert der Hahn die Temperatur. Wenn sie exakt 34 Grad beträgt, gräbt er die Mitte auf und lässt die Henne ihre Eier hineinlegen. Weiter„Verrücktes Viech (20): Thermometerhuhn“

 

Verrücktes Viech (19): Bücherskorpion

Ein Bücherskorpion auf einem Buch/ © Wikipedia

Den Bücherwurm kennt man ja, so nennt man Leute, die einfach nicht aufhören können zu lesen. Der Bücherskorpion dagegen ist ein echtes Tier, er kann zwar nicht lesen, dafür wohnt er in alten Büchern. Man muss aber keine Angst vor ihm haben, der Bücherskorpion ist nur wenige Millimeter groß und hat auch keinen giftigen Stachelschwanz wie seine großen Namensvettern. Seine Scheren sind zwar auch giftig, aber damit jagt er lediglich Staubmilben und Wanzen, somit macht er sich im Haushalt sogar nützlich. Weiter„Verrücktes Viech (19): Bücherskorpion“

 

Verrücktes Viech (18): Moschusschildkröte

© schildkroetenteiche.de

Die Moschusschildkröte liebt das Wasser. So sehr, dass sie fast nie an Land geht. Forscher aus Österreich haben herausgefunden, dass die Moschusschildkröte ganze sechs Monate unter Wasser bleiben kann, ohne einmal aufzutauchen. Wie macht sie das bloß? Sie ist doch kein Fisch! Nein, ist sie nicht, aber die Forscher haben im Maul der Schildkröte so etwas Ähnliches wie Kiemen gefunden: stark durchblutete Hautlappen, mit denen sie Sauerstoff aus dem Wasser filtern kann. Weiter„Verrücktes Viech (18): Moschusschildkröte“

 

Verrücktes Viech (17): Große Zitterspinne

Die große Zitterspinne/ © Olaf Leillinger

Man findet sie fast in jedem Haus, bestimmt auch in einer Ecke Deines Zimmers. Das ist das Verrückte an der Großen Zitterspinne: Sie hat sich so an uns und unsere trockenen, warmen Wohnungen gewöhnt, dass sie in der freien Natur kaum noch vorkommt. Mit der Zeit passt sie ihr Verhalten an ihre menschlichen Mitbewohner an. Normalerweise schwingt sie in ihrem Netz schnell auf und ab, wenn sie sich bedroht fühlt – daher auch ihr Name. Weiter„Verrücktes Viech (17): Große Zitterspinne“

 

Verrückte Viecher (16): Riesenkalmar

Ein Riesenkalmar im Aquarium von Plymouth/ © Stefan Kühn

Lange Zeit galt der Riesenkalmar als Meeresungeheuer, das sich Seefahrer ausgedacht haben. Bis heute gibt es nur sehr wenige Menschen, die je einen lebendigen Riesenkalmar gesehen haben. Denn die Tiere leben in der Tiefsee im Verborgenen. Alles was man über sie wusste, hatten Forscher anhand von toten Exemplaren herausgefunden, die an Land gespült oder als Überreste in Walmägen gefunden worden waren. Weiter„Verrückte Viecher (16): Riesenkalmar“

 

Verrückte Viecher (15): Schlitzrüssler

Ein dominikanischer Schlitzrüssler/ © Frank Wouters

Schlitzrüssler sehen aus wie groß geratene Spitzmäuse. Mit ihrer langen Schnauze wühlen sie nach Insekten und Würmern, sie fressen aber auch Frösche und kleine Schlangen. Die Tiere leben ausschließlich auf einigen karibischen Inseln, zum Beispiel auf Kuba und Hispaniola. Und genau das könnte ihnen zum Verhängnis werden. Früher hatten Schlitzrüssler auf den Inseln kaum Feinde. Doch dann kamen die Menschen, holzten die Wälder ab, in denen die Tiere lebten, und brachten Hunde und Katzen mit. Weiter„Verrückte Viecher (15): Schlitzrüssler“