Plaudern mit Polizisten – das NSU Medienlog vom Mittwoch, 3. Juli 2013

Am 17. Verhandlungstag bestimmte die Berichterstattung ein informelles Gespräch, das Beate Zschäpe mit einem Zwickauer Polizisten und einem BKA-Beamten führte.

Über den Prozesstag berichteten unter anderen die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Zschäpes extremistische Ersatzfamilie), der Tagesspiegel (Beate Zschäpe hatte Selbstmordgedanken), die WAZ (Was Beate Zschäpe im Gespräch mit Polizisten ausplauderte) und die Frankfurter Rundschau (Was Zschäpe der Polizei erzählte). Die Welt berichtete, wie schon zuvor, mittels eines „Minutenprotokolls“ vom Prozess.

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18. Prozesstag – Vernehmung von Polizeibeamten

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Im NSU-Prozess hat am Dienstag ein BKA-Beamter ausgesagt, der die Hauptangeklagte Beate Zschäpe im Juni 2012 auf einem Gefangenentransport begleitete. Sie fuhren von Köln nach Jena, weil Zschäpe dort ihre Mutter und Großmutter besuchen wollte. Eine Fahrt dauert circa vier Stunden, genug Zeit also, um sich zu unterhalten.

Der Beamte berichtete am 18. Verhandlungstag, Zschäpe habe ihm unter anderem erzählt, dass sie eigentlich aussagen wollte, ihr Anwalt hätte ihr allerdings davon abgeraten.

 

„Braunes Netz“ – das Medienlog vom Dienstag, 2. Juli 2013

Wie kommentiert eigentlich die rechte Szene den NSU-Prozess im Netz? Dies hat sich Solveig Bach von n-tv genauer angesehen. Ihr Fazit: Jeder Prozesstag wird  aufmerksam verfolgt und in sozialen Netzwerken, Foren und via Twitter diskutiert. Das Verhalten der Angeklagten Beate Zschäpe wird dabei gelobt.

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17. Prozesstag – Vernehmung Polizeibeamte

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Vor dem Gericht in München haben wie geplant zwei Kriminalbeamten ausgesagt. Zunächst wurde ein Zwickauer Polizist vernommen. Er war für die ersten Ermittlungen zuständig, nachdem Beate Zschäpe sich gestellt hatte. Nach der offiziellen Vernehmung hatte er sich mit Zschäpe unterhalten. An Einzelheiten des Gesprächs kann der Beamte sich nicht mehr erinnern. Damals hatte er die Unterhaltung, wie üblich, protokolliert.

Nachmittags wurde der Beamte des Bundeskriminalamts vernommen, der Zschäpe zu ihrer Vorführung beim Ermittlungsrichter begleitet hatte. Unter anderem habe Zschäpe dem Beamten erzählt, dass sie Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt versprochen habe deren Eltern zu informieren, sollte den beiden etwas zustoßen.

Hier ein ausführlicher Bericht über den 17. Prozesstag von unserem Autor Tom Sundermann.

 

 

André E. und das Geld – das Medienlog vom Montag, 1. Juli 2013

Die Verhandlung im NSU-Prozess geht am Dienstag weiter. Die Veröffentlichungen zum Prozess vom Wochenende.

An jedem Werktag fassen wir im NSU-Prozess-Blog die wichtigsten Medienberichte, Blogs, Videos und Tweets zusammen. Wir freuen uns über Hinweise via Twitter mit dem Hashtag #nsublog – oder per E-Mail an nsublog@zeit.de.

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Die Verteidigungsstrategie der Beate Zschäpe und Streit um Protokolle – das Medienlog vom Freitag, 28. Juni 2013

Zwei Artikel beschäftigen sich heute mit dem NSU-Prozess in München.

An jedem Werktag fassen wir im NSU-Prozess-Blog die wichtigsten Medienberichte, Blogs, Videos und Tweets zusammen. Wir freuen uns über Hinweise via Twitter mit dem Hashtag #nsublog – oder per E-Mail an nsublog@zeit.de

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Das „Heidentheater“ der Beate Zschäpe – das Medienlog vom Donnerstag, 27. Juni

Die Berichterstattung am 16. Verhandlungstag drehte sich um die Vernehmung der Handwerker und darum, ob Beate Zschäpe wusste, dass sich Menschen im Haus aufhielten, als sie mutmaßlich den Brand legte. Eine Rolle spielte dabei auch eine knarrende Treppe. Weiteres Thema in den Medien: Richter Manfred Götzl.

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16. Prozesstag – Brand der Zwickauer Wohnung

Juni:Juli_Münchnen

Am 16. Prozesstag ging es weiter um den Brand, den Beate Zschäpe gelegt haben soll. Die Handwerker, die in der Dachgeschosswohnung des Zwickauer Mietshauses arbeiteten wurden befragt. Dabei ging es um viele Details und um die Frage, ob die Angeklagte Beate Zschäpe wusste, dass sich Menschen im Haus befanden, als sie mutmaßlich den Brand legte.

Eigentlich wollte Richter Manfred Götzl alle vier vorgeladenen Zeugen vernehmen. Doch der Verhandlungstag zog sich in die Länge. Noch während der Befragung des dritten Zeugen beendete Götzl den Verhandlungstag. Weiter geht es am Dienstag, den 2. Juli.

Einen ausführlichen Bericht zum 16. Verhandlungstag gibt es hier von unserem Autor Tom Sundermann.

 

Details über die Zwickauer Wohnung – das NSU-Medienlog vom 26. Juni 2013

Thema der Berichterstattung am 15. Verhandlungstag waren die Details über die Zwickauer Wohnung, über die ein Polizeizeuge Auskunft gab. „Fast wie ein Reiseleiter“ habe der Zeuge Zschäpe durch ihr altes Leben geführt, schreibt etwa Lena Kampf auf stern.de. Frank Jansen fasst die Wohnsituation von Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt im Tagesspiegel so zusammen: „Sie lebten komfortabel und sie waren gerüstet wie ein paranoider Mensch, der Scharen von Einbrechern fürchtet.“

Die drei führten ein „bürgerliches Leben mit Katzen, Plastikblumen und einem Laufband fürs Fitnesstraining“, schreibt Tom Sundermann auf ZEIT ONLINE. Die Süddeutsche Zeitung fasst den 15. Verhandlungstag ebenfalls kurz zusammen. (Virtuelle Ortsbegehung mit Beate Zschäpe)

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15. Prozesstag: Brand der Zwickauer Wohnung

Juni:Juli_Münchnen

Am 15. Prozesstag befasste sich das Gericht mit dem Brand, den Beate Zschäpe vor ihrer Flucht im November 2011 gelegt haben soll. Das Wohnhaus in Zwickau, in dem die drei mutmaßlichen Rechtsterroristen wohnten, war dabei schwer beschädigt worden, es musste später abgerissen werden. Weil sich zum Zeitpunkt der Brandlegung eine ältere Nachbarin im Haus befand, ist Zschäpe auch wegen versuchten Mordes angeklagt. Vor Gericht wurden dazu mehrere Sachverständige gehört. Keiner bezweifelt, dass das Feuer in der gemeinsamen Wohnung der mutmaßlichen Terroristen gelegt wurde. Es habe dort nach Benzin gerochen, sagte ein Kriminalbeamter. Zschäpe verfolgte die Aussagen ohne sichtbare Regung.