In Heidenau südöstlich von Dresden ist es gestern zu schweren Ausschreitungen von Neonazis gegen die Polizei gekommen. Die Rassisten hatten versucht, die Ankunft von Geflüchteten zu verhindern. Weiter„#Heidenau – Ein Erlebnisbericht…“
Mit Konfetti gegen Neonazis: Bunter Protest in Bad Nenndorf
Gerade mal 200 Neonazis waren in diesem Jahr zum 10. alljährlichen „Gedenkmarsch“ in das niedersächsische Städtchen Bad Nenndorf gekommen. Wie schon in den vergangenen Jahren demonstrierten hunderte Menschen dagegen, feierten verkleidet als Schlümpfe, warfen Konfetti auf die Neonazis und beschallten deren Schweigemarsch mit lauter Partymusik. Eine Blockade des Bahnhofes, die recht ruppig von der Polizei geräumt wurde, zwang zudem den größten Teil der anreisenden Neonazis die letzten Kilometer nach Bad Nenndorf zu laufen. Weiter„Mit Partyschlümpfen und Blockaden gegen den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf“
In Dresden wurde kurzfristig eine neue Zeltstadt für Flüchtlinge errichtet. Bereits vor der Anreise kam es zu extrem rechten Protesten. Die Polizei konnte die Eskalation der Proteste nicht verhindern und hatte die aggressiven Neonazis kaum im Griff. Weiter„Polizei lässt rassistische Proteste in Dresden eskalieren“
In der Nacht auf den ersten Mai wurde das Auto einer Nazigegnerin aus Schwabach angegriffen. Der oder die Täter zerstörten Fensterscheiben und Autoreifen. Die Initiative für Demokratie gegen Rechtsextremismus vermutet Neonazis hinter dem Anschlag und hat ein Spendenkonto eingerichtet. Weiter„Anschlag auf das Auto einer aktiven Nazigegnerin“
Hunderte Neonazis waren am 1. Mai deutschlandweit auf der Straße. Dabei kam es auch zu Eskalationen und einem gewalttätigen Angriff auf eine DGB-Kundgebung in Weimar. Tausende waren aber auch gegen die braunen Aufmärsche auf der Straße und konnten diese teils blockieren. Weiter„#1Mainazifrei – Der braune 1. Mai in Deutschland“
„Bündnis deutscher Hools“ nennt sich eine neue rechte Gruppierung
Wer schon gedacht hat, dass die „Hooligans gegen Salafisten“ (HogeSa) an Inhaltlosigkeit nichtmehr zu überbieten sind, wird nun eines Besseren belehrt. Vor allem in Berlin treten Sympathisanten des rechten Netzwerkes neuerdings als „Bündnis deutscher Hools“ (B.D.H.) in Erscheinung. Sie fallen vor allem durch Alkoholkonsum und Straftaten auf. Weiter„Aus „Kinder-Hogesa“ wird „Bündnis Deutscher Hools““
Am kommenden Samstag wollen die Neonazis der Partei “Die Rechte” in Dortmund aufmarschieren. Auch ein Konzert der Rechtsrock-Größe “Lunikoff” ist geplant. Nachdem die Polizei Dortmund Aufmarsch und Konzert zuerst verboten hatte, wurde beides nun in der letzten Instanz gerichtlich erlaubt. Das Bündnis “Blockado” ruft zu Blockaden des Naziaufmarsches auf, gleichzeitig soll auch eine Antifademo anlässlich des zehnten Jahrestages der Tötung von Thomas Schulz durch einen Dortmunder Neonazis stattfinden. Weiter„Dortmund: Nazis, Blockaden und Antifa-Gedenkdemo“
Das „Refugee Struggle Camp“, das seit Samstag auf dem Dresdner Theaterplatz stand, wurde heute geräumt. Um acht Uhr morgens verkündete die Polizei, was bereits gestern angekündigt und nur eine Frage der Zeit war. Ein Gericht hat nun darüber entschieden, dass die Versammlung als Kundgebung zwar genehmigt, das Schlafen in Zelten, die Dixi-Toiletten und das Equipment für Küche, Informationstisch und weiteres jedoch abtransportiert werden müsse. Damit verschwindet ein nur kurz sichtbares Zeichen der Solidarität mit Geflüchteten, das Aktivisten als Antwort auf Pegida und staatliche Asylpolitik aufgebaut haben. Weiter„Dresden: Räumung des Refugee Struggle Protestcamps nach Angriffen von PEGIDA“
Tegetmeyer als Redner bei einer Kundgebung in München (Foto: Tim Karlson/aida-archiv)
Schon am Tag nach dem ersten gescheiterten Aufmarsch des Nürnberger Pegida-Ablegers „Nügida“ kommt es zu Unstimmigkeiten. Nügida-Redner Gernot Tegetmeyer verbreitet eine „Öffentliche Erklärung zu Nügida“. Seine Forderung: Aktive Neonazis sollen sich aus dem Orga-Team von Nügida zurückziehen. Weiter„Steht Nügida vor einer Spaltung?“
Nach der provisorischen Unterbringung von 48 Asylbewerbern in einem leer stehenden Schulgebäude in dem Erfurter Stadtteil Herrenberg wittern Neonazis gute Chancen für eine rassistische Mobilmachung und verwandeln eine Anwohnerveranstaltung in einen Heimsieg. Kein Einzelfall in der bundesdeutschen Entwicklung. Weiter„Rassistische Stimmung gegen Asylunterkunft in Erfurt“