Ute Brandenburger

Animationskünstler rüstet Power-Glove-Handschuh um

Manche Gadgets sehen zwar cool aus, aber bewähren sich nicht im Alltag. Beispielsweise der Power-Glove, den Mattel 1989 für Nintendo-Videospiele auf den Markt brachte. Der Animationskünstler Dillon Markey hat den Datenhandschuh, der auf einem Patent des US-Informatikers Jaron Lannier beruhte, aus der Versenkung geholt und für seine Bedürfnisse umgerüstet.

Markey erweckt die Figuren der Emmy-preisgekrönten Stop-Motion-Serie "Robot Chicken" zum Leben. Für seine Arbeit rüstete Markey gemeinsam mit einem Elektroingenieur die Steuerung des Datenhandschuhs so um, dass sie per Bluetooth mit seinem Equipment kommuniziert. Das erspare ihm stundenlanges Stehen am Rechner, sagt Markey.

Nach eigenen Angaben arbeitet er so bereits seit drei Jahren. Und weil er den Power-Glove offenbar aus früheren Zeiten noch so cool findet, hat er ihn mit
zusätzlichen Teilen ausgestattet, wie etwa einer automatisch zurückschnappenden Pinzette.

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Dobromila Walasek

Nordkoreas IP-Armut

Weltweite Verteilung der IP-Adressen
Klicken Sie auf das Bild, um zur Infografik zu gelangen.

IPs, genauer Internet-Protocol-Adressen, sind wie Hausnummern: Über sie lässt sich der Standort eines mit dem Internet verbundenen Geräts ermitteln, sei es ein PC oder ein Smartphone. Beim jüngsten Sony-Hack spielten sie eine wichtige Rolle. So behauptete die US-Regierung zunächst entschlossen, der Angriff auf den japanischen Konzern sei aus Nordkorea erfolgt. Beweismittel seien die verwendeten IP-Adressen der Hacker.

Ein Blick auf diese Infografik der Washington Post zeigt, dass Nordkorea lediglich über 1.024 IP-Adressen verfügt – bei einer Bevölkerungszahl von über 25 Millionen. Wer in der Grafik ganz nach unten scrollt, sieht erst: 24.440 Einwohner teilen sich (zumindest theoretisch) eine einzige IP.

Zum Vergleich: Ein Einwohner besitzt in Südkorea ungefähr zwei IP-Adressen, in Deutschland "nur" eine, in den USA gar fünf. Für eine Mehrzahl der afrikanischen Länder sind IPs hingegen knapp. Auch so zeigt sich mal wieder: Die Verteilung der ca. 4,3 Milliarden IP-Adressen korreliert mit dem weltweiten ungleichen Zugang zum Internet.

Eine unerklärliche Kuriosität bleibt in der Karte jedoch verborgen: Die meisten IP-Adressen pro Kopf gibt es auf den Seychellen – und im Vatikan.

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Adrian Pohr

Übereifrige Roboter

 

Den Müll schleudern sie über die Straße, das Ketchup schießen sie über den Teller statt auf die Wurst, die Tür wird nicht geöffnet, sondern durchbrochen: Diese Roboter wirken in ihrer Beharrlichkeit, ihren Job schlecht auszuführen, übermotiviert. Und noch nicht ganz fertig programmiert.

Was auf den ersten Blick aussieht wie ein "Pleiten, Pech und Pannen" mit Robotern, zeigt doch mehr: Roboter können zwar per Anhalter Auto fahren, als menschliche Klone unterwegs sein und sich gegenseitig verkaufen, aber wer Angst vor maschinengelenkter Matrix oder dem Reich der Terminator hat, sei beruhigt. Es wird noch etwas dauern, bis die Technik so weit ist.

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Björn Maatz

Ach, so geht das!

Bildschirmfoto 2015-01-02 um 16.21.55

"Zwar weiß ich viel, doch möcht’ ich alles wissen", sagte einst Johann Wolfgang von Goethe. Wenn Sie es mit dem Dichter halten, haben Sie sich diese Fragen vielleicht auch schon einmal gestellt: Wie kommt die Patrone aus der Pistole? Was bewirkt das Magnetfeld eines Lautsprechers? Welche Abwehrhaltung nimmt eine Vogelspinne ein? 

Nun, wir könnten sie in langen Sätzen oder mit mehreren Bildern beantworten. Anschaulicher geht es mit diesen animierten Infografiken.

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Adrian Pohr

Live aus dem Kochtopf

Eine GoPro hat ein Ei beim Pochieren gefilmt – im Kochtopf

Dank kleiner Kameras wie der GoPro kennen wir nun ungewöhnlichste Perspektiven: die Welt aus den Augen von zahllosen Extremsportlern, von Kaffeetassen oder Posaunen, sogar von Geschirr in Spülmaschinen uvm. Aber nun endlich, darauf hat die Welt gewartet, können wir ein Ei beim Eintauchen ins kochende Wasser beobachten. Beim Pochieren des Eies sehen wir, wie das Eiweiß aus durchsichtigem Zustand langsam weiß wird und sich fester um das Eigelb legt.

Ein Wunder, dass die Kamera dabei nicht zerstört wurde, sondern die Kocheinlage tatsächlich (trotz nachträglicher kurzer Betriebsstörung) überlebte und das Gefilmte gesichert werden konnte.

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Ute Brandenburger

Ebola-Kampagne fordert Handeln statt Warten

Social-Spots bieten Prominenten häufig die Möglichkeit, ihr Gesicht mit einer guten Sache zu verbinden. Dieses Mal treten im Charity-Wiederholungszwang unter anderem Ben Affleck, Vincent Cassel und Per Mertesacker vor die Kamera und Warten auf die längst zugesagte Hilfe für die von Ebola betroffenen Länder in Westafrika.

Die Kampagne der Organisation ONE, die von U2-Sänger Bono gegründet wurde, zeigt auch mit einem sogenannten Tracker, welche Staaten bisher wie viel Geld und Helfer in die Region geschickt haben sollen. Aus Deutschland sei demzufolge deutlich weniger als die zugesagte Summe: umgerechnet rund 21 von insgesamt über 108 Millionen Euro, die zugesagt worden waren.

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Björn Maatz

Ebola und die trügerische Stille

Bildschirmfoto 2015-01-15 um 14.06.19

Es ist ruhig geworden um ein Thema, das die Welt vergangenes Jahr in Atem hielt: Ebola. Dabei ist die Verbreitung der Infektionskrankheit längst nicht gestoppt. Das zeigen Grafiken des Economist. Mehr als 21.000 Menschen haben sich seit dem Ausbruch Ende 2013 mit Ebola infiziert. Weitere kommen hinzu.

Betroffen sind weiterhin vor allem die Menschen in den westafrikanischen Ländern Sierra Leone, Liberia und Guinea. Auch wegen der unzureichenden Versorgung bleibt die Lage dort angespannt. Ein Beispiel: In den USA kommen auf 100.000 Menschen 245 Ärzte. In Guinea sind es zehn.

Wie das Virus in die Welt kam, haben zwei ZEIT-Reporter aufgeschrieben. Hier geht es zur englischen Version des Artikels. Weshalb Forschern und Ärzten im Frühjahr 2014 die Kontrolle über das Ebola-Virus entglitt, hat auch eine aufwendig gestaltete Multimediareportage der New York Times nachgezeichnet.

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Ute Brandenburger

Sei gegrüßt, Du Knorpelfisch!

Die Geschöpfe der Tiefsee üben eine schaurige Faszination aus: Sie sind selten klassisch schön und bewegen sich im dunklen Trüben mit rätselhafter Eleganz.

Häufig haben sie in ihrem Lebensraum merkwürdige Fortpflanzungs-Strategien entwickelt: Tintenfische beispielsweise leuchten deshalb und verteilen Spermapakete.

Diese Langnasenchimäre nahm ein Tauchroboter des Marum-Zentrums für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen auf.

Er fand das Exemplar im nördlichen Indischen Ozean in etwa 2.000 Metern Wassertiefe. Die Knorpelfische gibt es bereits seit dem Erdzeitalter Jura, d.h. seit rund 200 Millionen Jahren.

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Björn Maatz

Die Nebenwirkungen der Banane


Im Roman Hundert Jahre Einsamkeit des 2014 verstorbenen Schriftstellers Gabriel García Márquez wird eine Bananenfirma zum wichtigsten Arbeitgeber im fiktiven Dschungeldorf Macondo. Der kolumbianische Literatur-Nobelpreisträger beschreibt in dem 1967 erschienenen Buch den brutalen Umgang des Unternehmens mit seinen Mitarbeitern und schließlich den Zerfall des Dorfes bis hin zu dessen Zerstörung. Das reale Geschäft mit der Banane ist nicht minder konfliktgeladen.

Die Tropenfrucht verdankt ihre weltweite Berühmtheit der im 19. Jahrhundert gegründeten Firma United Fruits Company, heute besser bekannt als Chiquita. Mit welch mitunter fragwürdigen Mitteln das Unternehmen sein Ziel erreichte, zeichnet das knapp achtminütige Video des britischen Webvideoproduzenten Adam Westbrook nach. Es ist eine von Intrigen und politischen Verwicklungen durchsetzte Geschichte.

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Einmal Mond in groß und extra Ringe, bitte

Der Mond ist aufgegangen – wie das aussieht, wissen wir alle seit Kindertagen. Aber angenommen, nicht der Mond geht über uns auf, sondern seine großen Brüder und Schwestern: Venus, Jupiter oder Saturn beispielsweise. YouTube-Nutzer "Yeti Dynamics" hat es visualisiert und, sorry, lieber Mond, deine Konkurrenten machen sich gut da oben am Feierabendhimmel!

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