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Alexander Gerst demonstriert Landung auf Kometen

Am 12. November werden bei der europäischen Raumfahrtbehörde Esa
viele Wissenschaftler ganz hibbelig. An diesem Tag soll die Raumsonde Rosetta die Landefähre Philae auf der Oberfläche des Kometen 67P/Tschurijumow-Gerisamenko absetzen. Das Manöver ist für rund sieben Stunden angesetzt. Esa-Astronaut Alexander Gerst zeigt auf der Raumstation ISS, wie schwierig
es ist, Philae punktgenau auf dem Kometen landen zu lassen, hat dieser doch keine Anziehungskraft und rotiert im All.

Zehn Jahre ist die Rosetta-Sonde dafür durchs All gereist. Die Forscher wollen durch die Mission erfahren, wie der Komet zusammengesetzt ist. Sie erhoffen sich Antworten auf die Frage nach dem Ursprung des Wassers und vielleicht sogar des Lebens auf der Erde.

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Ute Brandenburger

Nasa lässt Dummy-Puppen abstürzen

Harte Landung im Dienste der Forschung: Im Langley Research Center im US-amerikanischen Hampton testet die Nasa Fluggeräte. In diesem Video ist zu sehen, wie ein Hubschrauberabsturz simuliert wird. Die Maschine kracht aus neun Metern Höhe auf den Boden – an Bord sind 13 Dummy-Puppen. Mit dem Test will die Nasa herausfinden, wie gut bestimmte Materialien an der Unterseite des Hubschraubers einen Aufprall dämpfen können. Das Langley Research Center spielt seit Jahrzehnten eine zentrale Rolle für die Nasa. In den 60er Jahren wurden dort Astronauten für die Apollo-Missionen trainiert.

 

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Alina Schadwinkel

Versteinertes Mammut sucht liebevolles Zuhause

3.5 Meter hoch, 5.5 Meter lang – inklusive schicker Stoßzähne: Ein Aktionshaus in England versteigert ein Mammut-Skelett @ Summers Place Auctions
3.5 Meter hoch, 5.5 Meter lang – inklusive schicker Stoßzähne: Ein Aktionshaus in England versteigert ein Mammut-Skelett @ Summers Place Auctions

Falls Sie noch ein imposantes Objekt für Ihre großzügige Diele suchen: Wie wäre es mit einem Mammutskelett? Das britische Auktionshaus Summers Place Auctions versteigert am 26. November ein komplettes Fossilien-Set. Inklusive "wunderschöner Stoßzähne, was es besonders selten macht", wie Errol Fuller, der Kurator der Auktion, versichert. Mitbieten kann jeder, der mag – und der geschätzt 150.000 bis 200.000 Pfund aufbringen kann. So viel wird für die Knochen wohl aufgerufen.

Ein T-Rex-Schädel über dem Kamin, ein Mammut als Hingucker im Foyer – Fossilien haben sich zu beliebten Dekostücken entwickelt, wie ZEIT ONLINE bereits des Öfteren berichtet hat. Fische oder fossile Seelilien reizen private Sammler, größere Objekte – wie das Mammut – sind dann wohl doch eher für Museen von Interesse (Platz!). Im November vergangenen Jahres etwa fand das großzügig bemessene Saurier-Skelett Misty einen neuen Standort. Wieso es seiner Meinung nach nicht verwerflich ist, seltene Fossilien unter den Hammer zu bringen, erzählte der frühere Besitzer im Interview.

Nachtrag: Mammutskelett "Monty" ist von einem privaten Käufer für umgerechnet rund 240.000 Euro ersteigert worden.

 
Alina Schadwinkel

Die Sonne als Jack O’Lantern

Credit: NASA/GSFC/SDO
Credit: NASA/GSFC/SDO

Herbstzeit ist Halloween-Zeit. Nicht nur auf der Erde, sondern auch auf der Sonne. Aufnahmen des Solar Dynamics Observatorys der US-Weltraumbehörde Nasa zeigten den Stern im Zentrum unseres Sonnensystems jüngst jahreszeitengerecht im Kürbislaternen-Kostüm, als Jack O' Lantern. Eine Inspiration für Ihr Kostüm morgen?

Zugrunde liegen der außergewöhnlichen Erscheinung aktive Regionen der Sonne. Diese erscheinen heller als andere, weil sie mehr Licht und Energie ausstrahlen. Sie markieren magnetische Felder, die sich in der Sonnenatmosphäre bilden. In diesem Fall entstand zufällig der Eindruck des Kürbisgesichts. Damit es schön gruselig leuchtet, hat die Nasa allerdings ganz bewusst zwei Bilder mit verschiedenen Wellenlängen – eines goldfarben, eines gelblich – miteinander verschmelzen lassen.

Starke Eruptionen auf der Sonne wirken sich auch auf die Erde aus. Treffen die schnellen Partikel auf das Magnetfeld der Erde, kann das beispielsweise die Technik von Satelliten lahmlegen und zu Störungen in Stromnetzen führen.

 
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Forscher entwickeln pflasterartigen Fitness-Tracker

Fitness-Tracker am Handgelenk oder Gürtel tragen? Verdammt sperrig und uncool, dachten sich Forscher der University of Illinois. Die Geräte, die etwa Schritte zählen oder den Puls überwachen, sind nicht wirklich bequem zu tragen. Was tun? Die Wissenschaftler haben den Prototyp eines Stick-Patches entwickelt, einem dehnbaren Pflaster – vollgepackt mit Sensoren und Chips auf kleinstem Raum. Das Pflaster und die Elektronik sind wie ein faltbares Origami aufgebaut und können sich so den Bewegungen der Haut anpassen.

Wie gut das funktioniert, wird noch getestet. Zumindest kann das Stick-Patch Daten wie Herzfrequenz und richtig angebracht sogar Hirnströme an Smartphone und Rechner schicken.

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Im Zeppelin um die Venus

Von einem Luftschiff aus die Venus erkunden und dabei laut Enya hören – kein Alptraum von Jules Verne, sondern eine neue Nasa-Studie, die kürzlich als Video-Animation vorgestellt wurde. Zwei Astronauten sollen in einer Zeppelin-ähnlichen Konstruktion um die Venus fliegen und – laut vorläufiger Planung – lebend zurückkehren. Eine anspruchsvolle Mission: Mit Oberflächentemperaturen von mindestens 440 Grad Celsius darf die Venus als lebensfeindlich gelten.

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Sven Stockrahm

Hovern wie Marty McFly

"It's real!" Das schwebende Skateboard, auch Hoverboard genannt, mit dem Marty McFly aus dem Film Zurück in die Zukunft II  durch Straßen, über Hecken und Wasser fliegt, ist da. Wirklich? Zumindest verspricht das die Firma Hendo. Sie hat einen Prototyp entwickelt, der tatsächlich schwebt. So wendig und hoch wie im Film von 1989 hebt das Hendo Hoverboard aber längst nicht ab. Das Luftpolster zwischen Brett und Boden ist gerade mal 2,5 Zentimeter breit. Vier Motoren mit einer Batterielaufzeit von rund 15 Minuten lassen das Hoverboard abheben, indem sie ein Magnetfeld erzeugen. Leider geht das nur, wenn man das Board über einer Kupferfläche betritt. Oder genauer über einem konduktiven nicht-ferromagnetischen Material.

Ausprobiert haben es bereits einige Tech-Blogger und Reporter wie  Conor Dougherty von der New York Times. Sein Fazit nach ein paar Minuten "Hovern" in der Kupfer-Halfpipe: "Ich fühl mich zwar nicht wie Marty McFly, aber man kann definitiv sagen, man schwebt."

Ein echtes Hoverboard bleibt unerreicht

Das Schwebebrett ist keine reine Spielerei. Das Entwickler-Ehepaar Henderson aus Kalifornien tüftelt seit Jahren an der Magnettechnik. Sie denken groß: Könnten in Zukunft nicht auch Gebäude in Erdbebengebieten hovern, wenn der Untergrund vibriert? Ihr Brett ist ein Prototyp, der weitere Entwicklungsarbeit finanzieren soll. Per Crowdfunding wollen die Hendersons auf kickstarter.com bis zum 5. Dezember eine Summe von 250.000 Dollar einsammeln. Wer schnell ist und ab 100 Dollar spendet, darf einmal für fünf Minuten schweben. Wer gar 10.000 Dollar oder mehr gibt, soll eines der ersten 10 Hoverboards bekommen. Ausgeliefert werden sie laut den Hendersons am 21. Oktober 2015, an dem Tag also, an dem Filmheld Marty McFly im Hill Valley der Zukunft landete.

Mancher mag sich erinnern: Schon vor ein paar Monaten war ein Hoverboard durchs Netz gegeistert – ein Fake. Damals hatten die Macher der preisgekrönten Comedy-Website Funny or Die die fiktive Firma HUVrTech das erste Hoverboard präsentieren lassen. Von dem Schauspieler Christopher Lloyd persönlich, der in Zurück in die Zukunft den genialen Tüftler Doc Brown spielt. Stars wie Skateboard-Profi Tony Hawk und Musiker Moby durften das Board testen:

Wie der Videostreich funktioniert, lüftete Tony Hawk einige Zeit später (hier zu sehen).

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Alina Schadwinkel

Ihr Ticket zum Mars, fast

Der Boarding-Pass für den Orion Testflug © mars.nasa.gov
Der Boarding-Pass für den Orion Testflug © mars.nasa.gov

Im Dezember reisen wir zum Mars. Ein Stück zumindest, denn die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa schickt ihr neues Raumschiff "Orion" auf einen Testflug ins All. Mitfliegen kann, wer will – zumindest dem Namen nach. Wer auf der Orion-Website seinen Namen hinterlegt, bekommt einen digitalen Boarding-Pass für den Kurztrip in rund 5.800 Kilometer Höhe mit anschließendem Absturz in den Pazifik. Zudem werden die Daten auf einem Mikrochip gespeichert, der im Innern des Raumschiffs sicher verstaut wird. Die Aktion läuft noch bis zum 31. Oktober.

Das Ganze passt zum neu aufblühenden Interesse an der bemannten Raumfahrt. So hat etwa die Nasa die Firmen Boeing und SpaceX beauftragt, Transporter für Astronauten zu entwickeln. 2017 wolle man selbst wieder Menschen zur Internationalen Raumstation bringen. Und auch private Initiativen arbeiten daran, Leben im All, gar auf fremden Planeten zu ermöglichen, wie das Projekt Mars One zeigt.

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Alina Schadwinkel

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