Das NSU-Prozess-Blog

Der tägliche Blick nach München. Was wird verhandelt? Wie berichten die Medien?

Zschäpe-Anwältin Sturm: Befreiungsschlag statt Demütigung – Das Medienlog vom Freitag, 28. August 2015

Von 28. August 2015 um 08:17 Uhr

Der Misstrauensantrag von Beate Zschäpe gegen ihre Anwältin Anja Sturm war eine Demütigung, ein herber Schlag für die Verteidigerin. So schien es jedenfalls in vielen Interpretationen der Vertrauenskrise. "Aber die Wahrheit ist: Es ist ein Befreiungsschlag", schreibt Lara Fritzsche vom Süddeutsche-Zeitung-Magazin. Die Reporterin hat Sturm monatelang für ein Porträt begleitet. Sie zeichnet das Bild einer Frau, die während des Prozesses ihren alten Arbeitsplatz und ihren Mann verloren hat, deren Leben somit vom NSU-Verfahren diktiert wird.

Wie es dort für Sturm läuft, das hänge eng mit ihrer Beziehung zu Zschäpe zusammen. Die sei anfangs keine rein juristische Vertretung gewesen: "Sturms Rolle war immer eine andere, eher mütterlich, aber nicht weniger vertraut." Am Verhältnis zwischen Sturm und ihrer Mandantin lasse sich zudem einiges über das Wesen der Hauptangeklagten ablesen: "Auf die Aufmerksamkeit einer Frau kann sie verzichten. Ihr Blick gibt ihr nichts."

An jedem Werktag sichten wir für das NSU-Prozess-Blog die Medien und stellen wichtige Berichte, Blogs, Videos und Tweets zusammen. Wir freuen uns über Hinweise via Twitter mit dem Hashtag #nsublog – oder per E-Mail an nsublog@zeit.de.

Das nächste Medienlog erscheint am Montag, 31. August 2015.

Kategorien: Medienschau

Keine Berichte zum NSU-Prozess

Von 27. August 2015 um 08:38 Uhr

Auch am Donnerstag, 27. August, gibt es keine Berichte in den deutschen oder englischsprachigen Onlinemedien.

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Geheimsache V-Mann: Verfassungsschutz sperrt Akte – Das Medienlog vom Freitag, 21. August 2015

Von 21. August 2015 um 08:22 Uhr

Immer wieder beschweren sich Anwälte der Nebenklage im NSU-Prozess, dass ihnen der Zugang zu wichtigen Akten verwehrt bleibe. Nun kommt neue Unbill hinzu: Das Brandenburger Innenministerium sperrte nach Informationen von Spiegel Online den Inhalt eines Aktenordners, den ein Verfassungsschützer im Juli zu seiner Aussage mitgebracht hatte. Das Gericht konfiszierte den Ordner damals aus den Händen des V-Mann-Führers, der für den rechtsextremen Informanten Carsten Sz. alias Piatto zuständig war. Die Akte liegt dem Gericht somit bereits vor, darf jedoch nicht als Beweismittel eingeführt werden, weil sie als geheim eingestuft ist.

Staatssekretär Matthias Kahl schreibt in einer Begründung, das Material sei brisant. So enthalte es Informationen, wie der Verfassungsschutz seine Spitzel anwirbt, wie Treffen zwischen V-Männern und ihren Betreuern ablaufen und wie der Nachrichtendienst mit anderen Behörden zusammenarbeitet. Insbesondere verwehrt sich Kahl dagegen, dass die Opfervertreter Einblick in die Akte erhalten. "Damit dürfte er die Riege der durchaus selbstbewussten und engagierten Nebenklagevertreter vollends gegen sich aufgebracht haben", schlussfolgern die Autoren.

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Das nächste Medienlog erscheint am Montag, 24. August 2015.

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Keine Berichte zum NSU-Prozess

Von 20. August 2015 um 07:49 Uhr

Am Donnerstag, 20. August, gibt es keine Berichte in den deutschen oder englischsprachigen Onlinemedien.

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NSU-Zeuge will Nebenkläger werden – Das Medienlog vom Mittwoch, 19. August 2015

Von 19. August 2015 um 09:07 Uhr

Der Kreis der Nebenkläger im NSU-Prozess könnte demnächst größer werden: Der Zeuge Falko K., der den ersten Überfall des NSU auf einen Chemnitzer Supermarkt beobachtet hatte, will sich dem Verfahren anschließen. Das berichten die Nachrichtenagentur dpa und die Freie Presse. K. hatte bei seiner Vernehmung im Juni ausgesagt, bei der Tat im Jahr 1998 habe er drei Männer aus dem Geschäft rennen sehen. Die Bundesanwaltschaft war bislang der Ansicht, bei den Tätern habe es sich um ein Duo gehandelt: die NSU-Mitglieder Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt.

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Keine Berichte zum NSU-Prozess

Von 18. August 2015 um 08:21 Uhr

Auch am Dienstag, 18. August, gibt es keine Berichte in den deutschen oder englischsprachigen Onlinemedien.

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Das große Missverständnis um Zschäpes Verteidiger – Das Medienlog vom Montag, 17. August 2015

Von 17. August 2015 um 08:22 Uhr

Bislang konnte sein Verhalten nur interpretiert, über seine Person nur spekuliert werden: Beate Zschäpes vierter Verteidiger Mathias Grasel erschien im NSU-Prozess immer ein wenig rätselhaft. Karin Truscheit von der Frankfurter Allgemeinen hat Grasel nun in seiner Kanzlei getroffen. Der Verteidiger schilderte, dass etwa das Verhältnis zu den anderen Verteidigern Wolfgang Stahl, Wolfgang Heer und Anja Sturm missverstanden worden sei: "Wenn er im Gerichtssaal Heer und Stahl die Hand gibt und Anja Sturm nicht, da er sie schon vor dem Saal begrüßt hatte, heißt es, er 'schneide' Anja Sturm", schreibt Tuscheit. Tatsächlich sei er ein "Bindeglied" zwischen Zschäpe und den anderen Verteidigern.

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Lügende Zeugen müssen mit Ermittlungen rechnen – Das Medienlog vom Freitag, 14. August 2015

Von 14. August 2015 um 09:01 Uhr

Immer wieder stehen Zeugen aus der rechten Szene im Verdacht, bei ihren Aussagen im NSU-Prozess gelogen zu haben. Dieser Verdacht hat nun Konsequenzen: Die Münchner Staatsanwaltschaft prüfe derzeit in fünf Fällen, ob sie Ermittlungen wegen Falschaussagen einleiten soll, berichtet die Thüringer Allgemeine (Registrierung notwendig). Bis es dazu kommt, wird es jedoch noch dauern: Die Staatsanwaltschaft will nach eigenen Angaben das Urteil des Oberlandesgerichts im Terrorverfahren abwarten. Gegen wen sich der Verdacht richtet, teilte die Behörde nicht mit.

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Zschäpe imitiert die RAF – Das Medienlog vom Donnerstag, 13. August 2015

Von 13. August 2015 um 08:11 Uhr

Beate Zschäpe hat in den Wochen vor der Sommerpause alles getan, um den NSU-Prozess zu torpedieren – ohne Erfolg. In der Welt zieht Autorin Hannelory Crolly einen Vergleich zum Prozess gegen die erste Generation der RAF-Terroristen Mitte der siebziger Jahre. Wie diese empfinde Zschäpe "es offenkundig als feindseligen Akt, vom (Rechts-)Staat zur Verantwortung gezogen zu werden". Dementsprechend versuche sie, das Verfahren mit Attacken gegen ihre Verteidiger zu sabotieren. Die RAF-Angeklagten hatten ihre Verteidiger ignoriert, wie Zschäpe es seit einiger Zeit mit ihren drei angestammten Anwälten praktiziert. Ihren Krieg gegen den Staat führe Zschäpe allerdings subtiler: Mit Anträgen an das Gericht und Klagen über ihren Zustand.

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Keine Berichte zum NSU-Prozess

Von 12. August 2015 um 07:56 Uhr

Auch am Mittwoch, 12. August, gibt es keine Berichte in den deutschen oder englischsprachigen Onlinemedien.

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