Der Sandelf (Folge Nr. 9)

Alarm im Pfarrhaus!

Cyril, Anthea, Robert und Jane sitzen auf dem Dach des Kirchturms fest. Ihr gellender Hilfeschrei ruft den Pfarrer und den Wildhüter auf den Plan: Nette Leute, aber niemand, dem man das Problem mit dem Sandelfen erklären könnte…

Illustration: Sabine Friedrichson

Du meine Güte«, sagte der Pfarrer. »Andreas, hol die Stall-Laterne. Vielleicht wäre es ganz gut, wenn wir noch einen Mann aus dem Dorf holten.« – »Damit ich unterwegs dann die ganze Bande, die vermutlich dahintersteckt, auf dem Hals habe! Nein, Sir, wenn das keine Falle ist, will ich Otto heißen! Der Vetter von der Köchin ist gerade da. Er ist Wildhüter, Sir, und daran gewöhnt, mit verdächtigen Typen umzugehen. Und er hat sein Gewehr bei sich!« Weiter„Der Sandelf (Folge Nr. 9)“

 

Der Sandelf (Folge 8)

Gestrandet!

Ein bisschen zu lange haben Cyril, Anthea, Robert und Jane nach ihrem Picknick auf dem Kirchturmdach geschlafen – nun ist die Sonne untergegangen, und ihre Flügel sind verschwunden. Wieder hat der Sandelf sie in eine vertrackte Lage gebracht! Jetzt hilft nur noch mörderisches Geschrei…

Illustration: Sabine Friedrichson

Jeder leerte nun seine Taschen auf der Plattform des Turmes aus, wo Besucher aus den letzten einhundertfünfzig Jahren ihren Namen und den Namen ihrer Liebsten mit Federmessern in das weiche Blei geritzt hatten. Insgesamt besaßen die Kinder fünf Shilling und siebeneinhalb Pence. Sie einigten sich schließlich auf eine halbe Krone, die sie für einen angemessenen Preis hielten. Weiter„Der Sandelf (Folge 8)“

 

Der Sandelf (Folge 7)

Der Sandelf Illustration: Sabine Friedrichson
Schrecken der Lüfte!

Endlich mal ein Wunsch, von dem man wirklich etwas hat: Cyril, Anthea, Robert und Jane sind begeistert von den Flügeln, die der Sandelf ihnen geschenkt hat. Es ist wunderschön, durch die laue Sommerluft zu gleiten – und dem Besitzer eines Pflaumenbaums gewaltige Angst einzujagen…

Während sie den Wiesenweg entlangrannten, stieß Anthea atemlos hervor: »Ich möchte vorschlagen, dass wir uns mit dem Wünschen abwechseln. Das heißt, es sollte natürlich niemand etwas wünschen, was den anderen nicht gefällt. Seid ihr einverstanden?« – »Wer soll denn den ersten Wunsch haben?«, erkundigte sich Robert. »Wenn ihr nichts dagegen habt, ich«, antwortete Anthea. »Ich habe auch schon darüber nachgedacht – mein Wunsch sind Flügel.« Weiter„Der Sandelf (Folge 7)“

 

Der Sandelf (Folge 6)

Himmlischer Wunsch!

Cyril, Anthea, Robert und Jane haben einen Sandelfen gefunden, der Wünsche erfüllen kann. Eigentlich eine feine Sache, doch die Gaben des seltsamen Wesens haben die Kinder bisher nur in Schwierigkeiten gebracht. Jetzt aber ist sich Anthea sicher, was sie brauchen: Flügel!

Illustration: Sabine Friedrichson

Cyril schrieb ganz schnell einen langen Brief und machte sich dann – nach der Bauanleitung aus dem Gartenfreund – daran, eine Schneckenfalle zu konstruieren. Als die Postzeit heranrückte, konnte er seinen Brief nicht wiederfinden; er war und blieb spurlos verschwunden. Vielleicht hatten ihn die Schnecken gefressen. Weiter„Der Sandelf (Folge 6)“

 

Der Sandelf (Folge 5)

Der Sandelf Illustration: Sabine Friedrichson
Verflixtes Geld!

Cyril, Anthea, Robert und Jane hatten gehofft, in der kleinen Stadt Rochester groß einkaufen zu können: Schließlich hat der Sandelf ihnen einen ganzen Haufen Gold beschert. Leider müssen sie feststellen, dass Kinder, die die Taschen voller Geld haben, den meisten Kaufleuten verdächtig vorkommen. Ehe sie sich versehen, landen sie auf der Polizeiwache…

Die Millionäre aßen ihre Brötchen im Park auf. Doch obwohl das Gebäck rosinenreich und weich und köstlich war und die Gemüter der vier Kinder wieder aufrichtete, schlug doch selbst das Herz der Tapfersten bei dem Gedanken schneller, was wohl Mr. Billy Peasemarsh im Gasthaus »Zum Sarazenen« sagen würde, wenn sie bei ihm Pferd und Wagen kaufen wollten. Die Jungen hätten den Plan am liebsten fallenlassen, aber Jane war immer optimistisch, und Anthea neigte zur Dickköpfigkeit, und so behielten die Mädchen am Ende die Oberhand. Die ganze Gesellschaft, die unterdessen unbeschreiblich schmutzig war, brach also zum »Sarazenen« auf. Weiter„Der Sandelf (Folge 5)“

 

Der Sandelf (Folge 4)

Arm trotz Reichtum!

Der Sandelf Illustration: Sabine Friedrichson

Der Sandelf hat Cyril, Anthea, Robert und Jane ihren Wunsch erfüllt: eine ganze Sandkuhle voller Gold! Doch leider sind es Münzen einer alten Währung, für die man nichts mehr kaufen kann. Obwohl sie die Taschen voller Geld haben, werden die Kinder immer hungriger, durstiger und staubiger…

Schließlich bückte sich Robert und hob eine der Münzen auf, die am Rande des Haufens auf dem Karrenweg lagen, und betrachtete sie. Er schaute sich beide Seiten an. Dann sagte er mit einer leisen, veränderten Stimme: »Das sind keine Sovereigns.« (»Sovereign« ist die Bezeichnung einer englischen Goldmünze, mit der in England am Anfang des 20. Jahrhunderts noch bezahlt werden konnte. Der Sandelf hat den Kindern nun aber goldene Guineas beschert, die in den Läden zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr angenommen wurden.) Weiter„Der Sandelf (Folge 4)“

 

Der Sandelf (Folge 3)

Nie wieder Blödsinn!
Die vier Kinder Cyril, Anthea, Robert und Jane haben einen Sandelf gefunden, der Wünsche erfüllen kann. Das ist weniger großartig als erwartet: Ihr erster Wunsch, strahlende Schönheit, hat den Kindern nichts als Ärger eingebracht. In Zukunft wollen sie vorsichtiger sein…
Illustration: Sabine Friedrichson
Am nächsten Morgen erwachte Anthea aus einem Traum, der ihr sehr wirklich erschienen war. Sie ging im strömenden Regen ohne Schirm durch den Zoo. Den Tieren behagte der Regen gar nicht; sie fühlten sich höchst ungemütlich und knurrten und brummten missmutig. Als Anthea aufwachte, hielten das Knurren und der Regen an. Das Knurren entpuppte sich als der schwere, regelmäßige Atem ihrer Schwester Jane, die sich etwas erkältet hatte und noch fest schlief. Der Regen tropfte aus dem nassen Zipfel eines Badehandtuches auf Antheas Gesicht, und das Handtuch wurde von ihrem Bruder Robert gehalten, der das Wasser sanft aus dem Handtuch drückte, um sie aufzuwecken. »Ach, lass das doch!«, rief sie ziemlich ärgerlich. Weiter„Der Sandelf (Folge 3)“

 

Der Sandelf (Folge Nr. 2)

Der Sandelf
Illustration: Sabine Friedrichson
Schreckliche Schönheit!
Cyril, Anthea, Robert, Jane und das Baby »Lamm« verbringen die Ferien mit ihrem Kindermädchen Martha auf dem Land. Beim Spielen finden sie einen Sandelf – und dieses merkwürdige Wesen erfüllt Wünsche! Deshalb starren die Kinder einander gerade verwirrt an: Sie sind strahlend schön geworden…

Der Sandelf schaufelte plötzlich wie wild mit Händen und Füßen und verschwand im Sand. Die Geschwister schauten einander an, und jedes Kind fand sich plötzlich allein zwischen drei wildfremden Kindern von strahlender Schönheit. Einen Augenblick lang verharrten sie in absolutem Schweigen. Jeder von ihnen meinte, dass sich seine Geschwister fortgeschlichen und diese fremden Kinder sich ebenso leise hergeschlichen haben mussten, während es selbst zuschaute, wie der Sandelf anschwoll. »Entschuldigung«, sagte Anthea überaus höflich zu Jane, die jetzt riesige blaue Augen und dichtes kastanienbraunes Haar hatte, »hast du vielleicht zwei Jungen und ein Mädchen hier irgendwo in der Gegend gesehen?« – »Das Gleiche wollte ich gerade dich fragen«, antwortete Jane. Weiter„Der Sandelf (Folge Nr. 2)“

 

Der Sandelf – Folge Nr. 1

Was für ein Abenteuer!

Der Sandelf
Illustration: Sabine Wilharm

Cyril, Anthea, Robert, Jane und das Baby »Lamm« verbringen herrliche Ferien in einem weißen Haus auf dem Land, ohne störende Eltern, nur mit ihrem Kindermädchen Martha. Beim Spielen in einer Sandkuhle entdecken sie das seltsamste Wesen der Welt…

Plötzlich schrie Anthea: »Cyril! Komm her! Komm schnell! Es ist lebendig! Schnell! Sonst läuft es weg!« Alle rannten zu ihr zurück. »Das ist sicher eine Ratte«, stellte Robert fest. »Vater sagt, an alten Orten wimmelt es von Ratten, und diese Kuhle muss ganz schön alt sein, wenn hier vor Tausenden von Jahren das Meer gewesen ist.« – »Vielleicht ist es eine Schlange«, sagte Jane und schüttelte sich. »Sehen wir doch mal nach«, rief Cyril und sprang in die Grube. »Ich hab keine Angst vor Schlangen, ich mag sie gern. Wenn es eine Schlange ist, dann zähme ich sie, und sie folgt mir auf Schritt und Tritt, und nachts darf sie sich um meinen Hals ringeln.« – »Nein, das kommt nicht infrage«, widersprach Robert mit fester Stimme. Er schlief mit Cyril in einem Zimmer. »Aber eine Ratte kannst du zähmen.« Weiter„Der Sandelf – Folge Nr. 1“