Haft für rechtsextremen Waffennarren

Weil er von einem Schießtraining in Tschechien Munition eingeführt hatte, muss ein Neonazi ins Gefängnis. Er ist Anhänger der militanten Gruppe Combat 18.

Von Martín Steinhagen

Combat 18 – Haft für rechtsextremen Waffennarren
Der Neonazi hatte illegal Munition nach Deutschland gebracht (Symbolfoto). © Christophe Gateau/dpa

Ein Schießtraining militanter Neonazis in Tschechien hat erneut Folgen für einen der Beteiligten: Der 28-jährige Tobias V. aus dem nordhessischen Homberg (Efze) muss sechs Monate in Haft. Bereits am Freitag wurde der Mann, der „nach polizeilichen Erkenntnissen in der Vergangenheit politisch rechtsmotiviert auffällig war“, verhaftet, wie das Polizeipräsidium Nordhessen mitteilte.

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Kameradschaft Aryans: Wenn Neonazis mit Polizisten chatten

Im Prozess um eine gewalttätige Hetzjagd von 2017 werden Kontakte von Rechtsextremen zur Polizei publik. Kann das Verfahren die Rolle der Neonazi-Kameradschaft Aryans klären?

Von Felix Knothe

Kameradschaft Aryans: Wenn Neonazis mit Polizisten chatten
Die Angeklagten Carsten M. und Martina H. mit ihren Verteidigern Benjamin Düring und Linda Huber
© Felix Knothe

Eine Kameradschaft aus selbst ernannten Ariern, eine Hetzjagd und klandestine Verbindungen zur Polizei: Der Prozess gegen zwei Rechtsextreme, die 2017 im sachsen-anhaltischen Halle an der Saale wahllos Menschen angegriffen und gejagt haben sollen, wächst zu vorher ungeahnten Dimensionen heran. Schon jetzt ist klar, dass von dem seit Donnerstag laufenden Verfahren vor dem Landgericht Halle mehr in Erinnerung bleiben wird als die Vorwürfe der Körperverletzung gegen die Angeklagten Carsten M. und Martina H. aus Hessen. Das Paar soll nach einer Demonstration am 1. Mai 2017 Menschen mit Steinwürfen und Schlägen auf den Kopf angegriffen haben.

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Keine Stadthalle für die NPD in Wetzlar

Die Polizei kontrolliert in Leun-Stockhausen anreisende Neonazis © Sebastian Weiermann

Ein Rechtsrock-Konzert, das die NPD anlässlich ihres Auftakts zum hessischen Landtagswahlkampf am Samstag im mittelhessischen Wetzlar veranstalten wollte, fand stattdessen im nahegelegenen Leun-Stockhausen statt. In Wetzlar hatte die Stadtverwaltung der NPD die Nutzung der Stadthalle verweigert – ein ungewöhnlicher Vorgang. Weiter„Keine Stadthalle für die NPD in Wetzlar“

 

Pfadfinder-Bund stoppt rechtes Winterlager

„Unerwünschte Gäste“ bei den Pfadfindern, die „Sturmvogel“-Anhänger © Röpke/Feldmann
„Unerwünschte Gäste“ bei den Pfadfindern, die „Sturmvogel“-Anhänger © Röpke/Feldmann

Die Anführer des völkisch-nationalistischen „Sturmvogel – Deutscher Jugendbund“ scheuen die Öffentlichkeit. Aus gutem Grund, sie sind angehende Lehrer. Silvester erhielt der Bund mit seinem Winterlager Hausverbot bei den Pfadfindern. Weiter„Pfadfinder-Bund stoppt rechtes Winterlager“

 

Fotogalerie: Aufmarsch „Widerstand Ost West“ in Frankfurt

Widerstand_Ost_West_FFM_20150620_7568 © Christian Martischius-3
„Widerstand Ost West“-Logo © Christian Martischius

Mehr als 1000 „Deutsche Patrioten“ hatte sich Anmelderin Ester Seitz erhofft. Gekommen sind am 20. Juni gerade einmal 200, viele davon aus dem rechtsextremen Hooligan-Spektrum. Währenddessen beteiligten sich rund 2000 Gegendemonstranten an verschiedenen Blockaden des rechtsextremen Aufmarsches, bei dem auch der rechtspopulistische Blogger Michael Stürzenberger als Redner auftrat. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vertreten, um Kundgebungsteilnehmer und Gegendemonstranten zu trennen. Weiter„Fotogalerie: Aufmarsch „Widerstand Ost West“ in Frankfurt“

 

Ärger um Neonazi im Sicherheitsdienst

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Michel Fischer bei einem Naziaufmarsch (oben) und beim Schlossgrabenfest (unten)

Eigentlich sollte es ein Stadtfest wie jedes andere sein. Das Schlossgrabenfest Ende Mai in Darmstadt war auch in diesem Jahr mit 420.000 Besuchern ein Erfolg. Doch seit einigen Tage später dreht sich alles nur noch um die Security-Firma „VIP Schild“ aus Jena. Die hatte bei der Veranstaltung ausgerechnet einen bekannten Kader aus der militanten Neonazi-Szene Thüringens für die Sicherheit eingesetzt: Michel Fischer aus Tannroda. Der Oberbürgermeister zeigte sich entsetzt. Jetzt kündigten die Veranstalter die Zusammenarbeit mit der Firma. Weiter„Ärger um Neonazi im Sicherheitsdienst“