Gedanken über Alltagsnazis in der Berliner S-Bahn und überall anders auch

„Ich hab ja nichts gegen die Ausländer, die sich hier vernünftig benehmen, aber…“

Wie oft wohl Aussagen in Deutschland mit diesen Worten beginnen, wenn es zu Diskussionen über Einwanderung kommt? Ich selbst durfte das neulich wieder mal bei Sitznachbarn in der Berliner S-Bahn, ungefähr Station Beusselstraße, hören und spürte die Wut hochkochen, die mich immer überfällt, wenn es sich jemand in völlig unqualifizierten und grundfalschen Standardaussagen zum Thema „Anpassung von Einwanderern“ gemütlich macht. Weiter„Gedanken über Alltagsnazis in der Berliner S-Bahn und überall anders auch“

 

Rechtsextremismus ist ein Jugendproblem!

Im Titel stecken zwei Fehler und wer sie findet, der darf laut „hier!“ brüllen und erhält dafür einen Keks. Denn nachdem ich gestern Christians Post über die „coolen Nazis“ gelesen habe, dachte ich darüber nach, was mich an seiner Aussage genau stört. Es wollte mir nicht einfallen, bis ich auf den Kommentar in der Jungle World gestoßen bin: Rechtes Gedankengut und ein gewisser Grad an Ausländer- und Fremdenfeindlichkeit sind in dieser Gesellschaft kein Randproblem. Sie sind mitten in der Gesellschaft zu sehen – und ohne eine städtische Arroganz vorzutragen: vor allem in ländlichen Gegenden teilweise absoluter Konsens. Und damit auch kein alleiniges Jugendproblem. Weiter„Rechtsextremismus ist ein Jugendproblem!“

 

Chance vertan: Inhaltliche Debatte wird abgewürgt

Nach dem Volksfest inklusive Hetzjagd auf acht Inder in der sächsischen Kleinstadt Mügeln hatte sich die Chance eröffnet, das eigentliche Problem des Rechtsextremismus in Deutschland zu thematisieren; nämlich die feindlichen Einstellungsmuster bei den Älteren, die von den Jüngeren übernommen würden – und sich ständig reproduzierten, wie es der Konfliktforscher Wilhelm Heitmeyer formulierte. Weiter„Chance vertan: Inhaltliche Debatte wird abgewürgt“