Die Identitäre Bewegung in Bayern

Die Identitäre Bewegung in Bayern
Identitäre Kundgebung am 31.7.2016 in München © S. Lipp

Sie geben sich hipp, frech, kreativ. „Identitär“ – nicht rassistisch. Nur „patriotisch“, nicht extrem rechts. Recherchen von ZEIT ONLINE widerlegen diese Selbstinszenierung der Identitären Bewegung (IBD). Die Identitären sind keine „Bewegung“, ihre Distanzierung von der rechtsextremen Szene ist Taktik. Ihre Führungsfiguren kommen aus der NPD-Jugend, aus radikalen Burschenschaften und sogar aus der verbotenen Neonaziorganisation Heimattreue Deutsche Jugend (HDJ). Die Identitären bieten ihnen eine neue Heimat und eine frische Corporate Identity, unter der sie alte Ziele weiterverfolgen können. Ein Blick auf Bayern. Weiter„Die Identitäre Bewegung in Bayern“

 

Razzia gegen bewaffneten Arm von Pegida München?

Pegida München am 1.8.16 ©S. Lipp
Pegida München am 1.8.16 ©S. Lipp

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat gegen den Verein „Die Bayerische Schießsportgruppe München e.V.“ (DBSSG) ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, an dessen Ende das Verbot des Vereins stehen könnte. Aufgrund dessen führte die bayerische Polizei heute Razzien bei mehreren Personen durch. Weiter„Razzia gegen bewaffneten Arm von Pegida München?“

 

220 Menschen demonstrieren gegen rechte Gewalt in Memmingen

Demonstration »Remembering means fighting« am 22.4.2017 in Memmingen © N. Kelpp

Vor neun Jahren erstach ein Neonazi Peter Siebert mit einem Bajonett in Memmingen. Unter dem Motto „Remembering means fighting – Gegen Nazis und ihre Umtriebe“ erinnerten etwa 220 Menschen daran und forderten ein konsequentes Vorgehen gegen die Strukturen der Rechten in der Region. Weiter„220 Menschen demonstrieren gegen rechte Gewalt in Memmingen“

 

Bolsterlang: Schwere Vorwürfe gegen Gemeinderat

Ausschnitt aus der Broschüre „Wir sind wieder da“ der Amadeu Antonio Stifung

Teile des Gemeinderats in Bolsterlang einschließlich der Bürgermeisterin sehen sich dem Vorwurf ausgesetzt, der Reichsbürgerbewegung nahe zu stehen. Die Dorfgemeinschaft rebelliert und will „die einfach nicht mehr anerkennen, die dieses Gedankengut verbreiten“. Weiter„Bolsterlang: Schwere Vorwürfe gegen Gemeinderat“

 

Interne Strategiepapiere der Identitären Bewegung geleaked

Der identitäre Stammtisch, bevor die Mitglieder fluchtartig das Lokal verließen

Interne Dokumente der Identitären Bewegung zeigen, wie straff die rechtsextreme Gruppe organisiert ist. Auf mehr als 50 Seiten wird vom Facebook-Posting bis zur Wortergreifungsstrategie bei Veranstaltungen alles erklärt, was die Öffentlichkeistarbeit der Identitären ausmacht. Sogar die Fahrtkostenabrechnung über den rechten Verein Ein Prozent wird den Mitgliedern erklärt. Flugblätter müssen eigens bei einer „nationalen Leitung“ abgesegnet werden.

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