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Brauner Kosmos in schwarzer Einöde

Neonazis aus Euskirchen bei einem Aufmarsch 2011 in Stolberg © D. Clemens

Im November wurden eine 16-Jährige und ihre Familie in Euskirchen (Eifel) von Neonazis mit dem Tode bedroht. In der Lokalzeitung erklärte der CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Voussem daraufhin er habe sich bei der Polizei informiert und habe dort erfahren, dass es „keine organisierte rechte Szene gibt“. Doch seit 2007 existiert mit den „Freien Nationalisten Euskirchen“ (FNE) eine aktive und gut vernetzte neonazistische Kameradschaft in der nordrhein-westfälischen Provinz, die auf langjährig gewachsene Strukturen und umfangreiche Infrastruktur zurückgreifen kann. Eilig beschloss der Rat der Stadt im Angesicht der medialen Berichterstattung als auch anlässlich der Zwickauer Nazi-Zelle eine Resolution gegen rechts. Geholfen ist der bedrohten Schülerin damit nicht – und die Kameradschaft wird so auch nicht gestoppt. Ein Blick auf die organisierte rechte Szene in der Eifel. Weiter„Brauner Kosmos in schwarzer Einöde“

 

Bedrohte Nazi-Gegner fühlen sich allein gelassen

Auf dieses Kreuzberger Geschäft wurde 2010 ein Brandanschlag verübt, nachdem die Adresse auf der Nazi-Hetzseite des "Nationalen Widerstands" auftauchte

Seit Monaten werden Berliner Politiker, Gewerkschafter, Journalisten und linke Aktivisten auf einer rechtsextremen Internetseite bedroht. Die Neonazis veröffentlichen in ihrer Hassliste Fotos und private Informationen über die Personen. Einige wurden bereits zusammengeschlagen, andere fanden im eigenen Hausflur an die Wand geschmierte Morddrohungen. Jetzt erhielten viele der Betroffenen einen Brief von der Polizei, der für Empörung sorgt. In dem Schreiben wird den Empfängern mitgeteilt, dass sie auf der Seite auftauchen. Nach Aussage des Staatsschutzes gibt es aber „keine Anhaltspunkte für eine konkrete Gefährdung“. Weiter„Bedrohte Nazi-Gegner fühlen sich allein gelassen“

 

NSU-Mordserie: Initiativen fordern wirksame Aufklärung

Das zerstörte Versteck der Rechtsterroristen in Zwickau © Peter Endig/dpa

Zeitgleich zur parlamentarischen Diskussion über die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestags trafen sich am Freitag in Berlin mehr als 30 Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaftlicher und antifaschistischer Organisationen zum Thema NSU. Weiter„NSU-Mordserie: Initiativen fordern wirksame Aufklärung“

 

Polizei prüft Spuren zu möglichem NSU-Mord in Berlin

Mit einem "Silentmob" protestierten kurz nach dem bekannt werden der NSU-Mordserie gegen Rassismus und rechte Gewalt © Max Bassin

Der Mord an einem Jugoslawen vor zwölf Jahren wird neu aufgerollt. Die Berliner Polizei prüft alle Fälle, die in Zusammenhang mit der Jenaer Terrorzelle NSU stehen könnten – auch ungeklärte Banküberfalle. Weiter„Polizei prüft Spuren zu möglichem NSU-Mord in Berlin“

 

Buchtipp: „Distanzieren, Leugnen, Drohen. Die europäische extreme Rechte nach Oslo“

Während zurzeit in Deutschland das Bild rassistischer und faschistischer Gewalt von den Taten der NSU geprägt ist, geht der Blick auf den Massenmord eines Rechtsextremen in Norwegen im Juli dieses Jahres verloren. Dabei steht diese Tat für eine bedeutende Zäsur in der europäischen Rechten. Ein gerade erschienenes Buch liefert eine europaweite Momentaufnahme des politischen Milieus, auf welches sich der Täter von Oslo und der Fjordinsel Utoeya bezieht. Weiter„Buchtipp: „Distanzieren, Leugnen, Drohen. Die europäische extreme Rechte nach Oslo““

 

Alles alte Bekannte – das neue AIB zu Rechtsterrorismus und NSU

Die Winterausgabe des Antifaschistischen Infoblatts (AIB) ist erschienen. Schwerpunkt der AIB Ausgabe 93 ist der Rechtsterrorismus. Gerade dieser zeigt die Notwenigkeit von ehrenamtlich geführten und weder staatlich alimentierten noch von großen Verlagen unterstützen unabhängigen Fachzeitungen. Weiter„Alles alte Bekannte – das neue AIB zu Rechtsterrorismus und NSU“