Alles, nur kein Kugelmensch

Dicke Menschen sind faul. Dicke Menschen ernähren sich ungesund. Dicke Menschen können vom Essen kaum ablassen. Und das einzig Inspirierende an dicken Menschen ist, wenn sie etwas an sich ändern, also: abnehmen möchten. All diese Vorurteile hat die Hamburger Werbeagentur Jung von Matt in ihren neuen Edeka-Werbespot zu pressen vermocht, der am vergangenen Dienstag online ging: In aufwendig produzierten Bildern sehen wir die verschneite Tristesse einer Welt von adipösen, oder vielmehr: mit Fatsuits ausgestatteten Kugelmenschen, die sich tagein, tagaus vom gleichen, grünlich-grauen Einheitsbrei ernähren.

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Carly Laurence

Iraks erster Gentlemen's Club

Die Dandys von Erbil

Mr. Erbil heißt der erste Gentlemen's Club Kurdistans. Gegründet von drei Männern im vergangenen Jahr in Erbil. Erkennungsmerkmal: gut sitzende Anzüge, Westen, Seideneinstecktücher und Foulards. Auf Instagram präsentiert sich die Gruppe einzeln oder in Formation gut rasiert und frisiert und mischt so das immer währende Bild des ewigen Konflikts in der Region auf.

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Hanna Lauwitz

So trickst Trumps Beraterin in Interviews

 

Als Chefberaterin im Weißen Haus besteht ein Großteil des Tages von Kellyanne Conway darin, Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu verteidigen. Klingt wie der härteste Job der Welt. Doch Conway ist eine Meisterin ihres Fachs. Gekonnt geht sie heiklen Fragen aus dem Weg, bietet eigenwillige Interpretationen an und treibt ihre Interviewpartner damit regelmäßig in den Wahnsinn. Wie macht sie das bloß?

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Marion Bergermann

Bildungsministerin in einer Schule nicht willkommen

 

Wütende Eltern wollten die neue US-Bildungsministerin Betsy DeVos davon abhalten, eine öffentliche Schule zu besuchen. "Schande!", rief einer der Demonstrierenden DeVos entgegen. Die protestierende Gruppe versperrte ihr den Eingang zur Bildungseinrichtung mit Schildern und Rufchören. Statt die Jefferson Middle School Academy zu betreten ging DeVos in Begleitung wieder zurück zu ihrem Dienstwagen, der losfuhr.

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Tobias Dorfer

Trumps Beraterin im TV: „Kauft Ivankas Sachen!“

Kellyanne Conway hat nicht nur ziemlich erfolgreich den Wahlkampf von Donald Trump gemanagt – sie ist auch ziemlich talentiert, was neue Wortkreationen angeht. Falschaussagen deklariert sie einfach zu "alternativen Fakten", das klingt schließlich viel netter. Nun hat die Präsidentenberaterin der Öffentlichkeit ein neues ihrer vielen Talente vorgeführt: Kellyanne Conway hätte auch als Teleshopping-Moderatorin eine exzellente Rolle gespielt.

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Hanna Lauwitz

Handys überall? Ein Film wusste es bereits 1947!

Auf den Straßen herrscht reger Betrieb. Doch die Passanten würdigen ihre Mitmenschen keines Blickes. Sie sind viel zu sehr in ihre Smartphones vertieft, lesen den angesagtesten Modeblog oder saugen aktuelle Nachrichten aus Politik und Sport auf. Dies ist keine Szene aus einer Großstadt im Hier und Jetzt, sondern eine Sequenz aus einem Kurzfilm von 1947. Die Dystopie La télévision, œil de demain entwirft die mediale Welt von Morgen und kommt der heutigen Realität dabei ziemlich nahe.

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Patrick Beuth

Glücksspiel

So kein Zufall!

Hacker tricksen Glücksspielautomaten aus
CC BY-SA 2.0 Jeff Kubina /flickr.com

Hacker lieben die Vorsilbe "pseudo". Denn "pseudo" heißt sinngemäß "nicht so richtig". Und nicht so richtig heißt: kann man hacken, austricksen, rückgängig oder kreativ kaputt machen. Das Wesen von pseudonymen Daten etwa ist, dass es irgendwie möglich ist, sie nachträglich doch wieder bestimmten Personen zuzuordnen. Ein anderes Beispiel sind Pseudozufallszahlengeneratoren, kurz PRNG für pseudo random number generator. Die finden sich in allerhand Computerprogrammen wieder, unter anderem zur Erzeugung von kryptografischen Schlüsseln – oder auch in der Software mancher Glücksspielautomaten, den Einarmigen Banditen. In ihnen sollen die PRNGs dafür sorgen, dass niemand vorhersagen kann, wie ein Spiel ausgeht.

Wie es geradezu bewundernswert einfallsreiche Hacker aus Russland geschafft haben, solche PRNGs zu durchschauen und Kasinos in aller Welt um Zig- oder gar Hunderttausende Dollar zu betrügen, hat Brendan I. Koerner sehr anschaulich für Wired aufgeschrieben. Weiter"So kein Zufall!"

 
Sasan Abdi-Herrle

Pressefreiheit

Das passiert nach kritischen Fragen an Marine Le Pen

Kritische Fragen missfallen Marine Le Pen, der Vorsitzenden der rechtspopulistischen Partei Front National © Sebastien Bozon/AFP/Getty Images

Seriös statt aggressiv, konservativ statt rechtsextrem: Marine Le Pen hat sich und ihrem Front National für die französischen Präsidentschaftswahlen einen moderaten Kurs verordnet. Ein aktueller Vorfall zeigt aber exemplarisch, dass sich an den inhaltlichen Positionen und dem Selbstverständnis nichts geändert hat. Weiter"Das passiert nach kritischen Fragen an Marine Le Pen"

 
Hanna Lauwitz

165 Jahre Herzklopfen

Mary Landon Baker war in den 1920er Jahren eine Dame der Gesellschaft. Berühmt wurde sie, weil sie 65 Verlobungsanträge erhielt und doch nie geheiratet hat. "I did not marry, because I did not meet the right man at the right time at the right place", soll sie einmal einem Journalisten gesagt haben. Die New York Times vermutet, dass sie schüchtern war – oder einfach ihre Freiheit liebte. Seit 1855 druckt die Zeitung Hochzeitsannoncen wie die von Mary Landon Baker. Zum 165. Jahrestag hat die Redaktion die kuriosesten und herzergreifendsten Geschichten zusammengetragen.

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