So funktioniert Kapitalismus. Ein Blog
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Ja, wo laufen sie denn hin?

Drei Wahrheiten über den Dax

Von 7. Mai 2013 um 19:50 Uhr
Grafik: Dax Performance-Index, täglich ab Jan 1999

Dax Performance-Index, täglich, letzter Wert vom 07.05.2013

Ziehen wir ganz kurz den Hut vor 8.200 Zählern. Diese Marke hat der Deutsche Aktienindex (Dax) am Dienstag genommen. So hoch stand der Dax noch nie. Nicht im März 2000, nicht im Juli 2007. Diese beiden Monate markierten die bisherigen Gipfel. Das ist die Wahrheit eins: Wir haben heute einen echten Rekord im Performance-Index begehen dürfen.
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Die Banken an die Leine!

Von 2. Mai 2013 um 22:49 Uhr

Vor Kurzem ist ein Buch erschienen, das es in sich hat. Verfasst von zwei angesehenen, eher konservativen Ökonomen geht es mit den Banken und deren Lobby scharf ins Gericht. Die Weltwirtschaft soll nicht noch einmal durch toxische Produkte, die Verschleierung von Risiken und leichtfertig vergebene Kredite zugrundegerichtet werden. Das Geschäftsmodell der Banken, bei dem ihnen die Gewinne zustehen, Verluste aber von der Gemeinschaft der Steuerzahler übernommen werden, egal was mit den Staatsfinanzen passiert, darf es nicht mehr geben.
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Gold im freien Fall

Von 15. April 2013 um 13:59 Uhr

Von Donnerstag bis heute ist der Goldpreis um rund zehn Prozent (fast 150 Dollar) gesunken. Am Vormittag lag der Preis in London nur noch bei 1.416 Dollar pro Feinunze. Seit seinem Höchststand am 5. September 2011 hat er jetzt rund ein Viertel eingebüßt. Eine Blase platzt!
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Eurokrise ist vorbei – finden die Märkte

Von 31. Januar 2013 um 07:14 Uhr

Wenn es nach den Marktteilnehmern geht, sind wir auf dem besten Wege, die Krise hinter uns zu lassen. Europäische Aktien, italienische und spanische Staatsanleihen und der Euro selbst sind auf einmal die Renner der Saison, nachdem sie noch bis Mitte vergangenen Jahres als Risikoanlagen par excellence gegolten hatten. Ich halte diese Euphorie für verfrüht – erst wenn auch in den Krisenländern wieder neue Jobs geschaffen werden, kann man wirklich zuversichtlich sein.
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Bisher keine Spekulationsblase am Rentenmarkt

Von 13. Dezember 2012 um 12:22 Uhr

Diese Woche gab es in der FAZ einen Aufsatz von Gerald Braunberger mit der kühnen Überschrift “Niedrigrenditen können eine Spekulationsblase sein – oder auch nicht”. Ich liebe solche Überschriften – einerseits, andererseits, könnte so sein oder auch so, wie in der Schule bei Besinnungsaufsätzen. Für den Anleger, der wissen will, ob er seine Anleihen verkaufen sollte oder nicht, ist damit nicht viel gewonnen.
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Sparer kriegen nichts mehr

Von 17. August 2012 um 10:18 Uhr

Auf den ersten Blick ist die Lage für Sparer, die treu ihr Geld zur Bank tragen oder in Bundeswertpapieren investieren, ziemlich trist. Bei Zinssätzen zwischen null und zwei Prozent, mit einem Mittelwert eher unter als über ein Prozent, sind sie real auf alle Fälle in den Miesen, und nominal bleibt auch kaum etwas übrig. Wenn sie darauf gesetzt haben, im Alter eine bestimmte monatliche Summe an Zinserträgen zusätzlich zu ihrer Rente zu beziehen, müssen sie deutlich mehr sparen, als sie sich das bis vor kurzem vorgestellt haben, oder sie müssen länger arbeiten. Auch die Kapitallebensversicherungen, die nur einen geringen Teil ihrer Mittel in Aktien anlegen dürfen, werden ihre Garantiezinsen in den kommenden Jahren drastisch senken müssen – da der weitaus größte Teil ihrer Mittel in festverzinslichen Papieren steckt. Weiter…

Kurzfristig sinken die Rohstoffpreise – langfristig aber auch

Von 3. Februar 2012 um 11:19 Uhr

Russlands gefährliche Abhängigkeit von den Rohstoffpreisen

Diese Woche bin ich in Russland, und muss gleich etwas sagen zum Thema Rohstoffpreise, dem ökonomischen Hauptthema hier. Mehr als drei Viertel der russischen Exporte entfallen direkt oder indirekt auf Öl, Gas, Kohle, Metalle, und der Aktienmarkt des Landes wird dominiert von Unternehmen, die in diesen Sektoren tätig sind. Die Rohstoffe sind zugleich Russlands Fluch und Segen.
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Die Goldblase ist geplatzt – wieder einmal

Von 28. September 2011 um 07:08 Uhr

Ja, ich weiß, das Thema hatten wir schon im vergangenen Februar. Seitdem ist der Goldpreis um fast 30 Prozent gestiegen; in der Spitze waren es sogar 46 Prozent. Gold ist eines der wenigen Anlageobjekte, dessen Marktpreis immer noch deutlich über dem Wert zu Jahresbeginn liegt – auf Dollarbasis um 17 Prozent.

Grafik: Goldpreis und Welt-BIP seit 2001

Ich fand den Goldpreis schon damals völlig überhöht. Weiter…

Eine wahre Börsengeschichte

Von 19. August 2011 um 09:52 Uhr

Da haben die Kollegen vom Wall Street Journal mal einen hübschen Scoop gelandet. Sie haben die Märkte bewegt. Der Dax fällt am Donnerstag um lockere sechs Prozent und der Dow dann um weitere vier hinterher. Kein schlechtes Ergebnis für ein Artikelchen ohne Substanz. Die WSJ-Reporter, laut Autorenzeile David Enrich und Carrick Mollenkamp, erzählen dem erstaunten Leser, die Fed New York (das ist diejenige regionale Gliederung der US-Notenbank, der, bevor er Finanzminister wurde, Tim Geithner vorstand) sei “sehr besorgt” (wie sie zwischen authentisch wirkenden Gänsefüßchen schreiben), dass manche europäische Bank nicht an genügend Geld herankommt, um ihre Verpflichtungen in ihrem US-Geschäft zu erfüllen. Weiter…

Anlagestrategie in Zeiten extrem niedriger Bondrenditen

Von 1. Juni 2011 um 14:03 Uhr

Am vergangenen Freitag war die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe auf unter drei Prozent gefallen und liegt jetzt bei 3,03 Prozent, nachdem sie von ihrem historischen Tiefststand Ende August 2010 von 2,12 Prozent bis zum 11. April dieses Jahres zügig auf 3,49 Prozent gestiegen war. Für viele sah dieser Anstieg wie die längst überfällige Korrektur der Renditen aus: Schließlich hatten die Notenbanken, einschließlich der EZB, so viel Geld in die Wirtschaft gepumpt wie seit Menschengedenken nicht mehr, die Weltkonjunktur befand sich offenbar auf dem Weg in Richtung eines sich selbst tragenden Aufschwungs, die Rohstoffpreise und in ihrem Fahrwasser auch die Inflationsraten der Verbraucherpreise stiegen sehr stark, von Deflation war keine Rede mehr, alle Frühindikatoren zeigten nach oben und die meisten Zentralbanken waren dabei, die Zinsen zu erhöhen. Nur die amerikanische und die japanische Notenbank waren sich ihrer Sache noch nicht sicher und signalisierten, dass sie sich vorläufig nicht bewegen wollten.

Aber sonst sprach eigentlich alles gegen den Kauf von Renten, sie waren daher die Verlierer der Stunde. Weiter…