Die neue Normalität – eine Wachstumsrate von 1,8 Prozent

Am Mittwoch gab es die detaillierten Zahlen zum BIP im zweiten Quartal. Die Struktur des Wachstums war deutlich anders als im ersten Quartal: dynamischer Außenhandel, kleine positive Beiträge vom privaten und staatlichen Konsum, aber Bremseffekte durch die Ausrüstungsinvestitionen und den Bau. Nichts Dramatisches.

Grafik: Wachstumsbeiträge zum BIP

Da die Stimmung bei den Haushalten und den Unternehmen gut ist, die staatlichen Finanzen gesund und die Zinsen rekordniedrig sind, ist damit zu rechnen, dass die inländische Nachfrage weiter zunehmen wird. Dass der Außenbeitrag noch einmal so groß ausfällt wie zuletzt, ist nicht wahrscheinlich, weil der Welthandel vor sich hin dümpelt – die Globalisierung legt zurzeit eine Pause ein – und weil der Euro eher auf- als abwertet.

Grfik: Entwicklung des Welthandels seit 1992

Es herrscht ein breiter Konsens (dem ich mich anschließe), dass das reale BIP in diesem Jahr knapp zwei Prozent höher sein wird als 2015, und dass es 2017 wegen des sogenannten Kalendereffekts etwas weniger sein wird. So sieht derzeit ein deutscher Aufschwung aus. Echte Inflationsgefahren sind in einem solchen Umfeld nicht auszumachen.

Die neue Wachstumsformel lautet: +0,8 Prozent Produktivität mal Zunahme der Arbeitsstunden um etwa ein Prozent ergibt einen jährlicher Anstieg des realen BIP von rund 1,8 Prozent. Es ist erfreulich, dass die Beschäftigung in den vergangenen Jahren so kräftig zugenommen hat, aber das wird sich nur aufrechterhalten lassen, wenn die Regierung nicht versucht, die Zuwanderung zu unterbinden oder stark zu beschränken. Auf Dauer hängt das Wachstum sonst allein von der Produktivität ab. Und da sieht es nicht gut aus.

Bekanntlich bestimmen vor allem die Investitionen in Ausrüstungen, Infrastruktur und berufliche Qualifikation, wie viel mehr pro Stunde erzeugt werden kann und wie sich daher unser Lebensstandard entwickelt. Die Infrastruktur gilt vielfach als ein bisschen verrottet, und auch bei der Bildung besteht immer ein Verbesserungsbedarf, entscheidend ist auf die kürzere Sicht, was sich bei den Ausrüstungen tut, also beim Wachstum des direkt in der Produktion eingesetzten Sachkapitals. Sie hängen von den Umsatz- und damit den Gewinnerwartungen der Unternehmen ab, zudem von der Attraktivität des Standorts „Deutschland“ im Vergleich zu ausländischen Alternativen.

Grafik: Entwicklung der realen Ausrüstungsinvestitionen seit 1991

Trotz der ausgezeichneten internationalen Wettbewerbsfähigkeit, der niedrigen Realzinsen auf Fremd- und Eigenkapital und des erstaunlich spannungsarmen Verhältnisses zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern kommen die Investitionen einfach nicht in Schwung. Nach der kurzen Erholung in den Jahren 2010 und 2011, als Reaktion auf die tiefe Rezession, treten sie fast auf der Stelle. Seit dem zweiten Quartal 2011 sind die realen Ausrüstungen im Jahresdurchschnitt nur um 1,0 Prozent gestiegen und liegen immer noch um sechs Prozent unter dem Vor-Krisenwert von 2007. Zum Vergleich: Zwischen 1991 und 2007 hatten sie im Jahresdurchschnitt um 2,5 Prozent zugelegt. Die Dynamik ist raus.

Wer daraus schließt, daran sei der Euro schuld, liegt falsch. Deutschland ist unter den Industrieländern kein Einzelfall: Überall schwächeln die Investitionen – und mit ihnen das Produktivitätswachstum. Wie die folgende Tabelle zeigt, leiden auch die beiden anderen großen entwickelten Volkswirtschaften – die USA und Japan – unter diesem Phänomen; es ging ihnen zuletzt nur marginal etwas besser als der deutschen Wirtschaft. Vom allgemeinen Trend haben sie sich nicht abkoppeln können.

Tabelle 1: Produktivitätszuwachs in USA, JP und DE seit 1970

Von den Wundern der Digitalisierung ist bisher nichts zu sehen. Vielleicht ist es noch zu früh für ein abschließendes Urteil, aber wenn sie so große Effizienzgewinne mit sich bringt wie immer behauptet, müssten in den Zahlen doch zumindest erste Anzeichen zu erkennen sein. Sind sie nicht. Robert Gordon, der Produktivitätspapst von der Northwestern University in Illinois, hat kürzlich darauf hingewiesen, dass eine Reise vom Zentrum in Chicago nach Manhattan trotz der schnelleren Flugzeuge heute genauso lange dauert wie 1930 (wenn ich mich recht erinnere) – weil man an beiden Enden ständig im Stau steht. Produktivitätsgewinne werden vielfach durch Produktivitätsverluste (sogenannte externe Effekte) aufgefressen.

Innerhalb Eurolands dasselbe Bild: Nach den Wirtschaftwunderjahren der Nachkriegszeit, die bis Ende der Achtziger dauerten, gingen die Zuwachsraten abrupt zurück. Sie betragen nur noch ein Viertel dessen, was in den siebziger Jahren Standard war. Am härtesten hat es Italien getroffen: Das Festkurssystem des Euro hat die strukturellen Schwächen erbarmungslos offengelegt. Es gibt kein Ventil namens „Abwertung“ mehr, und es fehlt offenbar an Konzepten, wie man unter diesen Bedingungen überleben kann. Immer mehr Analysten, vor allem angelsächsische, gehen daher davon aus, dass Italien den Euro über kurz oder lang aufgeben muss.

Tabelle 2: Produktivitätszuwachs in FR, IT, SP und NL seit 1970

Dass die Produktivitätsschwäche wenig bis nichts mit der europäischen Einheitswährung zu tun hat, zeigt auch ein Vergleich mit den Entwicklungen in Großbritannien, Schweden, der Schweiz und Kanada, also Ländern mit eigener Währung. Die Botschaft lautet: Auch wenn ich mein Pfund, meine Krone, meinen Franken und meinen Dollar behalte und bei Bedarf abwerten kann, komme ich nicht gegen die globalen Megatrends an, also den unaufhaltsamen Rückgang der Zuwachsraten bei der Produktivität. Am drastischsten war der Einbruch bislang außer in Italien auf der britischen Insel, wo man sich viel darauf zugutehält, dass man mit den Wirren des Kontinents nichts zu tun hat. Hat nichts geholfen. Vielleicht war es keine so gute Idee, sein Wohl und Wehe so sehr vom Immobilienmarkt, dem Londoner Finanzzentrum und dem Nordseeöl abhängig zu machen.

Tabelle 3: Produktivitätszuwachs in UK, SE, CHE und CA seit 1970

Insgesamt ist es verständlich, dass sich immer mehr Ökonomen fragen, woher denn nun diese secular stagnation komme. Es ist, ein bisschen verspätet, die Modefrage der Saison. Zwei Denkschulen stehen sich gegenüber. Die Angebotstheoretiker weisen darauf hin, dass die Grenzproduktivität des Kapitalstocks nachlässt, je größer er ist. Ein zweiter Suezkanal verbessert die internationale Arbeitsteilung nicht im selben Maße wie der erste, oder wenn ich schon zwei Autos habe, bringt mir ein drittes nicht viel an Zusatzgewinn. Es ist eine plausible Argumentation. Begleitet wird das Ganze von der sogenannten Saving Glut, einem globalen Überangebot an Ersparnissen, verbunden mit sogenannten Fehlallokationen – zu viel Geld fließt in wenig produktive Immobilienprojekte.

Für die Nachfragetheoretiker liegt das Übel in einer übertriebenen Restriktionspolitik der Staaten: Sie haben auf die gewaltig gestiegenen Haushaltsdefizite und Schulden im Gefolge der Rettungsaktionen für die Banken mit pro-zyklischen Maßnahmen reagiert und dadurch die Sache noch schlimmer gemacht. Die Analysten dieses Lagers plädieren dafür, Defizite hinzunehmen oder sogar bewusst zu vergrößern, bis die gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten wieder annähernd voll ausgelastet sind. Das wäre besonders dann wichtig, wenn wichtige Teile des privaten Sektors damit beschäftigt sind, von ihren Schuldenbergen herunterzukommen, also übermäßig viel zu sparen (im Berliner Finanzministerium und in der Bundesbank dürfte eine solche Argumentation Begeisterungsstürme auslösen).

Vielleicht haben wir es tatsächlich mit einer Art ehernen Gesetzes zu tun, dessen Ergebnisse im Wesentlichen hinzunehmen wären. In alternden Gesellschaften wäre das aber die falsche Reaktion. Es ist ja nicht so, dass der Wirtschaftspolitik die Instrumente ausgegangen wären, mit denen die Produktivität auf einen steileren Wachstumspfad gehievt werden kann. Da es sich um langfristige Entwicklungen handelt, ist das Problembewusstsein leider nicht sehr ausgeprägt. Wahlen lassen sich nach allgemeinem Verständnis nicht mit einer Wachstumspolitik gewinnen. Ich glaube, dass das ein Irrtum ist.

 

Gewaltiger Überschuss in der Leistungsbilanz – nicht alle freuen sich darüber

Im zweiten Quartal ist das deutsche Sozialprodukt stärker gestiegen als von den meisten erwartet, wenn auch nicht so stark wie im ersten. Real und saisonbereinigt betrug das Plus 0,4 Prozent, nach 0,7 Prozent, und lag damit um 1,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Nach der kleinen Wachstumsdelle von Ende 2011 bis Anfang 2013 befindet sich die deutsche Wirtschaft weiterhin im Aufschwung. Er ist nicht spektakulär, aber robust, und kann sich international sehen lassen. In den USA betrugen die vergleichbaren Quartalszahlen beispielsweise nur 0,3 und 0,2 Prozent. Weiter„Gewaltiger Überschuss in der Leistungsbilanz – nicht alle freuen sich darüber“

 

Brexit dämpft das Wachstum, Zuwanderer stimulieren es

Eins ist sicher, der Austritt Großbritanniens aus der EU wird einen beträchtlichen negativen Effekt auf das Wachstum in unserem Land haben: Im zweiten Halbjahr 2016 und ersten Halbjahr 2017 wird das reale BIP wohl um etwa einen halben Prozentsatz niedriger ausfallen als ursprünglich gedacht. Es handelt sich um einen Einmal-Effekt. Andererseits hat die EU-Kommission am Dienstag ein Arbeitspapier veröffentlicht (An Economic Take on the Refugee Crisis, Institutional Paper 33, July 2016), in dem sie schätzt, dass das deutsche BIP durch die Flüchtlinge und die anderen Zuwanderer von außerhalb der EU real um 0,4 bis 0,8 Prozent zunehmen wird. Die beiden Effekte heben sich kurzfristig also in etwa auf. Weiter„Brexit dämpft das Wachstum, Zuwanderer stimulieren es“

 

Mehr Zuwanderung, mehr Wachstum

Im ersten Quartal ist die deutsche Wirtschaft endlich wieder einmal kräftig expandiert. Sie ist sogar richtig in Schwung gekommen und es könnte sein, dass sich das fortsetzt. Für eine optimistische Sicht der Dinge spricht vor allem, dass sich die positiven Effekte der Zuwanderung von Ausländern in den Zahlen für das Sozialprodukt noch nicht sehr bemerkbar gemacht haben. Weil sie den Staat zu höheren Ausgaben zwingen und den Wohnungsbau und die Ausgaben für den privaten Konsum stimulieren, werden sie aber nicht ausbleiben. Auch die ultralockere Geldpolitik, der schwache Euro, die immer noch zügige Zunahme des Welthandels, die großen Spielräume in den staatlichen Haushalten und ein geradezu boomender Arbeitsmarkt sind Teil des zurzeit überaus erfreulichen konjunkturellen Gesamtbilds. Weiter„Mehr Zuwanderung, mehr Wachstum“

 

Der IWF schreibt Merkel ein Regierungsprogramm

Wenn der Internationale Währungsfonds Wolfgang Schäuble vorrechnet, warum Deutschland mehr Geld ausgeben sollte, dann antwortet Schäuble gerne, die Ökonomen des Fonds hätten keine brauchbaren Vorschläge, was er denn mit dem Geld anstellen solle.

Nun hat der Fonds ein sehr interessantes Papier veröffentlicht, das noch für einige Diskussionen sorgen könnte. Der IWF schaut sich drei sehr konkrete Reformen an – einen Ausbau der Kita-Betreuung und der Ganztagsschulen, eine Abgabensenkung für Geringverdiener und einer Liberalisierung des Dienstleistungssektors – und modelliert die makroökonomischen Folgen (und als wollte er Schäuble eins auswischen, bezeichnet er alle drei Reformen als Strukturreformen, die Deutschland ja bekanntlich von anderen einfordert). Weiter„Der IWF schreibt Merkel ein Regierungsprogramm“

 

Die Notenbanken schaffen es nicht

Nullzinsen, aggressives Gelddrucken durch Verlängerung der Notenbankbilanzen (Quantitative Easing), Zusicherungen durch die Geldpolitiker, dass die Leitzinsen auf Jahre hinaus nicht angehoben werden (Forward Guidance), negative Zinsen auf die Überschussreserven der Banken bei der EZB, der Riksbank, der Schweizer Nationalbank und jetzt auch der Bank von Japan. Die „unkonventionellen“ Maßnahmen wollen kein Ende nehmen. Aber sie schlagen nicht an. Das Angebot an finanziellen Mitteln für die Banken ist reichlich und billig, nur es fehlt an der Nachfrage – die Wirtschaft steckt weiterhin in einer sogenannten Liquiditätsfalle, aus der sie sich mit geldpolitischen Maßnahmen allein offenbar nicht befreien kann.

Im Euroraum ist der Output, gemessen am realen Bruttoinlandsprodukt, im Zeitraum 2008 bis 2015 trotz der ultraexpansiven Geldpolitik im Jahresdurchschnitt nur um 0,16 Prozent gestiegen. Die Arbeitslosenquote hat sich seit ihrem Höchstwert von 12,0 Prozent im Jahr 2013 kaum vermindert und lag 2015 immer noch bei 11,0 Prozent. In den vergangenen beiden Jahren hat die Wirtschaft zwar etwas an Fahrt aufgenommen. Aber angesichts des starken Rückenwinds durch die Euroabwertung, den Einbruch der Rohstoffpreise und die niedrigen Zinsen waren Zuwachsraten von rund 1,5 Prozent dann doch enttäuschend. Zumal jetzt schon wieder die nächste globale Rezession droht und der Instrumentenkasten der EZB de facto leer ist. Weiter„Die Notenbanken schaffen es nicht“

 

Flüchtlinge zwingen den Staat zu einem Konjunkturprogramm

Jeder darf mal rechnen! Auf ZEIT ONLINE gab es heute früh eine viel kommentierte Nachricht mit der Überschrift „Flüchtlinge kosten Deutschland 50 Milliarden Euro“. Der Artikel bezog sich auf eine Berechnung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), die auf den folgenden Annahmen beruhte:

1. Im Jahresdurchschnitt wird es 2016 insgesamt 1,5 Millionen, im Jahr 2017 dann 2,2 Millionen Flüchtlinge geben, die versorgt werden müssen. Nur etwa jeder Vierte von denen, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, wird einen Job finden. Weiter„Flüchtlinge zwingen den Staat zu einem Konjunkturprogramm“

 

Deutschland geht’s gut

Das Statistische Bundesamt hat am Donnerstag die erste Schätzung des Bruttoinlandsprodukts und seiner Komponenten für 2015 bekannt gegeben. Sowohl die Dynamik als auch die Struktur des Aufschwungs sind höchst erfreulich. Das reale BIP ist gegenüber 2014 um 1,7 Prozent gestiegen, die Inlandsnachfrage hat endlich die Exporte als Wachstumstreiber abgelöst, die Investitionen, das verfügbare Einkommen und die Beschäftigung haben allesamt kräftig zugelegt.

Einziger Schwachpunkt ist die langsame Zunahme der Produktivität – aber das ist schon seit Jahren so. In einer alternden Gesellschaft, die ohne eine jährliche Nettozuwanderung von 500.000 bis 800.000 Menschen auskommen möchte, lassen sich die Lasten für die Erwerbstätigen nur in Grenzen halten, wenn der Output pro Stunde deutlich rascher steigt als mit den Raten von nur etwa einem halben Prozent, bei denen sich der jährliche Produktivitätsanstieg inzwischen eingependelt hat. Es wird immer noch zu wenig investiert. Weiter„Deutschland geht’s gut“

 

Eine Rezession der Weltwirtschaft ist nicht unwahrscheinlich

Von den Ökonomen des Internationalen Währungsfonds, der EU-Kommission, der OECD, des Sachverständigenrats oder der deutschen Forschungsinstitute wurde in den vergangenen Monaten wieder einmal vorhergesagt, dass sich die wirtschaftliche Lage verbessern wird, und zwar sowohl international als auch im Inland: Das Wachstum beschleunigt sich, die Arbeitslosigkeit sinkt, die Haushaltsdefizite der Staaten vermindern sich, und da die Inflation wieder anzieht, gibt es kein Deflationsrisiko mehr. Wie üblich, sind die Analysten der Banken in dieser Jahreszeit besonders optimistisch; sie sagen voraus, dass die Gewinne der Unternehmen im kommenden Jahr um rund zehn Prozent steigen werden und die Anleger daher nicht viel falsch machen können, wenn sie ihre Aktienbestände aufstocken. Ich möchte noch einmal erleben, dass sie einen Rückgang der Gewinne und Kurse prophezeien. Sie sind offenbar strukturell dazu gar nicht in der Lage. Weiter„Eine Rezession der Weltwirtschaft ist nicht unwahrscheinlich“

 

Flüchtlinge nutzen mehr, als sie kosten

Ökonomisch war selten etwas so sinnvoll wie Angela Merkels „Wir schaffen das“ von Anfang September, während ihr peinlicher Bittgang zum türkischen Autokraten aus ökonomischer Sicht unnötig und sogar kontraproduktiv war. Unser alterndes Land braucht auf Jahrzehnte hinaus Zuwanderer, wenn es seinen Lebensstandard halten will, wenn nicht immer weniger Erwerbstätige eine immer größere Zahl von Alten versorgen sollen.

Ich halte die Flüchtlinge für ein unerwartetes und höchst willkommenes Geschenk. Ein paar arme Länder treten einen Teil ihres „Humankapitals“ an eines der reichsten Länder ab, ohne etwas für die „Investitionskosten“ zu verlangen, also die Kosten für die Erziehung und Ausbildung der meist jungen Menschen, die zu uns kommen. Wir sollten uns für dieses Geschenk erkenntlich zeigen, auch finanziell, wenn es die Umstände eines Tages zulassen. Weiter„Flüchtlinge nutzen mehr, als sie kosten“