Wir müssen reden. Über Nazis.
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Nordrhein-Westfalen

Brauner Kosmos in schwarzer Einöde

Von 16. Januar 2012 um 15:16 Uhr

Neonazis aus Euskirchen bei einem Aufmarsch 2011 in Stolberg © D. Clemens

Im November wurden eine 16-Jährige und ihre Familie in Euskirchen (Eifel) von Neonazis mit dem Tode bedroht. In der Lokalzeitung erklärte der CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Voussem daraufhin er habe sich bei der Polizei informiert und habe dort erfahren, dass es „keine organisierte rechte Szene gibt“. Doch seit 2007 existiert mit den „Freien Nationalisten Euskirchen“ (FNE) eine aktive und gut vernetzte neonazistische Kameradschaft in der nordrhein-westfälischen Provinz, die auf langjährig gewachsene Strukturen und umfangreiche Infrastruktur zurückgreifen kann. Eilig beschloss der Rat der Stadt im Angesicht der medialen Berichterstattung als auch anlässlich der Zwickauer Nazi-Zelle eine Resolution gegen rechts. Geholfen ist der bedrohten Schülerin damit nicht – und die Kameradschaft wird so auch nicht gestoppt. Ein Blick auf die organisierte rechte Szene in der Eifel. [weiter...]

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In Gedenken an die Todesopfer rechter Gewalt

Von 12. Januar 2012 um 10:10 Uhr

Am 11. Januar 2012 startete in der Dortmunder St. Petri-Kirche die Wanderausstellung zum Gedenken der Opfer rechter Gewalt. Mit Bildern und einer kurzen Geschichte ihres Schicksals wird noch bis zum 28. Januar 2012 jenen Menschen gedacht, die ihr Leben durch rechtsextreme Übergriffe verloren haben. [weiter...]

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Dortmund will Neonazizentrum schließen

Von 6. Januar 2012 um 12:47 Uhr

Das "Nationale Zentrum" in Dortmund ist seit Jahren der zentrale Treffpunkt der Szene und Ausgangspunkt für Gewalttaten

Den Mietern des “Nationalen Zentrums”, ein wichtiger Treffpunkt der rechten Szene in Dortmund, wurde von der Stadt gekündigt. Dies könnte ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung der Neonazi-Szene sein. Mehrfach hatten in den vergangenen Jahren Initiativen gegen Rechts kritisiert, dass die Stadt das Rechtsextremismus-Problem nicht ernst nimmt und keine Konsequenzen aus den Gewalttaten des rechten Spektrums zieht. [weiter...]

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Gewaltbereite Neonazis planen Aufmarsch am 1. Mai in Dortmund

Von 14. Dezember 2011 um 18:44 Uhr

Jung und gewaltbereit - "Autonome Nationalisten" 2007 bei einem Aufmarsch in Dortmund © Getty

Wie vor kurzem bekannt geworden ist, planen Neonazis für den 1. Mai 2012 unter dem Motto „Arbeitsplätze zuerst für Deutsche“ einen Aufmarsch in Dortmund. Die Polizei bestätigte, dass eine entsprechende Anmeldung vorliegt. Die Stadt gilt als Hochburg der besonders gewaltbereiten “Autonomen Nationalisten”. Am 1.Mai 2009 griffen hunderte Neonazis aus dieser Szene eine DGB-Demonstration brutal an. Nur wenige Täter sind bislang verurteilt worden. [weiter...]

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Das braune Musiknetzwerk um die Band “Barking Dogs”

Von 8. Dezember 2011 um 09:15 Uhr

„Die Road Crew ist keine politische Vereinigung und distanziert sich ganz klar von den selbigen“, heißt es im Selbstverständnis der Gruppierung Road Crew 24, eine Art Fanclub der Rechtsrockband “Barking Dogs”. Mit „jeglichen extremistischen Einstellungen“ will man „nichts zu tun haben“. Politik gilt als schmutzig und bringt oftmals auch Ärger mit sich, da verbleibt man lieber im vermeintlich „Unpolitischen“. Und schließlich ist man ja auch für keine Partei aktiv. Unpolitisch ist die Gruppierung, die laut ihrer von Marcel R. aus Bochum angemeldeten Homepage aktuell über „Chapter“ in Bochum, Düsseldorf, Mönchengladbach, Bielefeld bzw. Ostwestfalen und in Stuttgart verfügt, deshalb noch lange nicht. [weiter...]

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Waffen, Drogen, Nazi-Propaganda – das falsche Spiel rechtsextremer VS-Spitzel

Von 17. November 2011 um 10:03 Uhr

Das Geld vom Verfassungsschutz, steckten viele Spitzel direkt in Hetzpropaganda gegen den Staat © Getty

Die Debatte um die Rolle des Verfassungsschutzes im Fall der Terrorgruppe “Nationalsozialistischer Untergrund” wirft viele Fragen zum Umgang mit V-Leuten auf. Nicht selten haben die angeheuerten Neonazis mit Wissen ihrer rechten Führungskader großzügige Honorare kassiert und dafür geschönte Berichte an den VS geliefert. Die Liste von Pannen bei fragwürdigen Spitzel-Einsätzen in der Szene ist lang. Der Störungsmelder präsentiert eine Auswahl der brisantesten Fälle. [weiter...]

Zurück in die 90er – die Skinhead-Front Dortmund-Dorstfeld

Von 24. Oktober 2011 um 16:42 Uhr

In den letzten Wochen und Monaten machte in Dortmund die Neonazigruppe Skinhead – Front Dortmund – Dorstfeld mit brutalen Angriffen auf sich aufmerksam. Es war nicht das erste Mal, dass die Gruppierung durch Gewalttaten auffiel. Ungewöhnlich ist, dass die Skinhead-Front auftritt wie es bislang nur aus den 80er und 90er jahren von Naziskins bekannt war. Bomberjacken, Springstiefel und kahlrasierte Köpfe sind heute auf Naziaufmärschen sonst kaum noch zu sehen. [weiter...]

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Dortmund wehrt sich gegen Naziaufmarsch

Von 6. September 2011 um 07:09 Uhr

Jung und aggressiv - die "Autonomen Nationalisten" dominieren die Neonaziszene in der Region © Jan Walther

Am Vormittag des 3. September herrscht eine ungewohnte Stille, in der sonst so lebendigen Dortmunder Innenstadt. Für diesen Tag hatte die Neonaziszene ihren „7. Antikriegstag“ im Bezirk Nordstadt angekündigt. Gerechnet wurde mit mehr als 1000 Rechtsextremisten, doch am Ende erschienen nur rund 700. Ihnen gegenüber standen knapp 15 000 Gegendemonstranten, die vergeblich versuchten den Aufmarsch zu verhindern. [weiter...]

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Erst die “Trauer”, dann der Angriff

Von 7. August 2011 um 18:52 Uhr

Mit knapp 700 Neonazis beim sog. „Trauermarsch“ der extremen Rechten in Bad Nenndorf ist die Teilnehmerzahl in diesem Jahr deutlich rückläufig. Begleitet wurden die Neonazis von Privatpartys mit lauter Musik, Sprechchören und einem Konzert von Trillerpfeifen und Vuvuzuelas. Die zu einem Anschlussaufmarsch nach Bielefeld gereisten Neonazis mussten wegen einer Blockade des Hauptbahnhofs unverrichteter Dinge kehrt machen. [weiter...]

Razzia gegen Nazi-Onlineradio

Von 1. Juni 2011 um 16:41 Uhr

Screenshot von der Webseite des rechtsextremen Radiosenders

Bei bundesweiten Durchsuchungen am Dienstag sind die mutmaßlichen Betreiber eines rechtsextremen Internetradios festgenommen worden. Eine Hauptverdächtige hatte den Sender in Berlin-Tegel betrieben. [weiter...]