Ist ein Wohlstands- und Nachhaltigkeitsgesetz nötig?

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Nachdem sich der Sachverständigenrat für Wirtschaft dagegen ausgesprochen hatte, neue wirtschaftspolitische Ziele in das alte Stabilitäts- und Wachstumsgesetz aufzunehmen, plädiert in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst Willi Koll, ehemaliger Mitarbeiter im Bundeswirtschafts- und –finanzministerium, dafür, Nachhaltigkeitsziele in das Stabilitätsgesetz (StabG) zu integrieren oder es gar durch ein entsprechendes neues Gesetz zu ersetzen. Weiter“Ist ein Wohlstands- und Nachhaltigkeitsgesetz nötig?”

 

Neue Ziele für das Stabilitätsgesetz?

Logo: Wirtschaftsdienst - Zeitschrift für WirtschaftspolitikExklusiv aus dem Wirtschaftsdienst: Im Jahre 1967 verabschiedete die damalige von der ersten großen Koalition gebildete Bundesregierung das Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft (StabG), kurz auch Stabilitäts- (und Wachstums)gesetz genannt. Im Geiste einer globalen Nachfragesteuerung wurde es als Antwort auf die erste Wirtschaftsrezession in der Bundesrepublik geschaffen und sollte auch zukünftig dem Staat die Mittel in die Hand geben, um rasch auf Störungen des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts zu reagieren.

Knapp 50 Jahre später hat die heute regierende dritte große Koalition in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart zusammen mit dem Sachverständigenrat das StabG zu überprüfen – insbesondere auch vor dem Hintergrund inwieweit andere wirtschaftspolitische Ziele für eine nachhaltige Entwicklung berücksichtigt werden sollten.

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Flüchtlinge integrieren!

Logo: Wirtschaftsdienst - Zeitschrift für WirtschaftspolitikExklusiv aus dem Wirtschaftsdienst: In diesem Jahr kommt eine große Zahl von Flüchtlingen nach Europa und viele davon nach Deutschland. Im kommenden Jahr wird es voraussichtlich nicht anderes sein und eine gemeinsame europäische Lösung zeichnet sich bislang nicht ab. Die Debatte, welche Optionen Deutschland vor diesem Hintergrund hat, ist im vollen Gange. In der November-Ausgabe des Wirtschaftsdienst analysieren Holger Hinte, Ulf Rinne und Klaus Zimmermann vom Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) die Effekte und Möglichkeiten, die sich aus der Zuwanderung der Flüchtlinge für den Arbeitsmarkt ergeben. Eine Chance für Deutschland sehen sie dann, wenn die Integration von Flüchtlingen intensiviert und in ein umfassenderes Konzept für Migration eingebettet wird. Die damit verbundenen Herausforderungen gelte es anzunehmen, zumal die Bevölkerung bereit ist, Unterstützung zu leisten, und auch die Unternehmen angesichts der komfortablen wirtschaftlichen Situation hierzulande ihren Beitrag leisten können. Weiter“Flüchtlinge integrieren!”

 

Einkommensverteilung besser messen!

Logo: Wirtschaftsdienst - Zeitschrift für WirtschaftspolitikExklusiv aus dem Wirtschaftsdienst: Um wirtschaftspolitische Empfehlungen auszusprechen, ist eine solide Datenbasis nötig. Wer die Einkommensverteilung realistisch darstellen will, betritt ein besonders sensibles Gebiet. Wie hat sie sich in Deutschland tatsächlich entwickelt? Hat sich die Einkommenskonzentration verstärkt? Hatten Wirtschaftskrisen darauf Einfluss, und wenn ja welchen? Weiter“Einkommensverteilung besser messen!”

 

Eurozone stärker integrieren – möglich und nötig?

Logo: Wirtschaftsdienst - Zeitschrift für WirtschaftspolitikExklusiv aus dem Wirtschaftsdienst: Eine vertiefte Integration der Europäischen Union scheint derzeit alternativlos, die Frage der Flüchtlinge, die in die EU kommen, und die nicht enden wollende Griechenlandkrise unterstreichen dies. Die Uneinigkeit der Mitgliedstaaten, wenn es um die Lösung dieser dringenden Probleme geht, vermittelt aber immer wieder ein anderes Bild – den vermeintlichen Abbau von Gemeinsamkeiten. Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt hat dagegen erst kürzlich der Präsident der Kommission, zusammen mit den Präsidenten des Rates, der Eurogruppe, des Europäischen Parlaments und der Europäischen Zentralbank, eine Reformblaupause für die Währungsunion vorgelegt. Mit dem sogenannte Juncker-Papier wollen die fünf Präsidenten den Weg weisen, auf dem eine vertiefte Wirtschafts-, Finanz- und Fiskalunion zu erreichen ist. Im Zeitgespräch der September-Ausgabe des Wirtschaftsdienst diskutieren acht Wissenschaftler (Ökonomen, Politologen und Juristen) die Vorschläge und den Stand der allgemeinen Debatte zur europäischen Integration. Weiter“Eurozone stärker integrieren – möglich und nötig?”

 

Staatsschulden – eine Belastung für künftige Generationen?

Logo: Wirtschaftsdienst - Zeitschrift für WirtschaftspolitikExklusiv aus dem Wirtschaftsdienst: Lange Zeit hörte man aus der Wissenschaft Warnungen vor der zu hohen Staatsverschuldung, was sich schließlich auch in der Politik niederschlug: 2009 wurde die Schuldenbremse im Grundgesetz verankert.

Mittlerweile scheint sich das Blatt zu wenden. Nachdem im April eine Arbeitsgruppe um Marcel Fratzscher in ihrem Bericht “Stärkung von Investitionen in Deutschland” vor dem massiven Investitionsstau bei der Infrastruktur gewarnt hatte, haben sich Experten mit ganz unterschiedlichen Ausgangsmeinungen – wie beispielsweise Lars P. Feld und Wolfgang Streeck – auf einen Bericht zu den Staatsschulden geeinigt, der die Angelegenheit sehr differenziert betrachtet. Der Sprecher der Arbeitsgruppe, Carl-Ludwig Holtfrerich, hat diese Analyse in der August-Ausgabe des Wirtschaftsdienst zusammengefasst. Weiter“Staatsschulden – eine Belastung für künftige Generationen?”

 

Erbschaftsteuer: eine schlummernde Reichensteuer?

Logo: Wirtschaftsdienst - Zeitschrift für WirtschaftspolitikExklusiv aus dem Wirtschaftsdienst: Die Besteuerung von Erbschaften ist ein sensibles Gebiet. Steuerfachleute halten sie für eine verträgliche Variante der Reichenbesteuerung, in der breiten Öffentlichkeit ist sie aber unpopulär. Dabei ist das Einnahmenpotenzial angesichts der starken Vermögenskonzentration und der anrollenden Erbschaftswelle beträchtlich. Besteuert wird davon bisher aber nur ein unbedeutender Teil. Dies ist auch in den anderen OECD-Ländern nicht anders. Weiter“Erbschaftsteuer: eine schlummernde Reichensteuer?”

 

Niederlande – ein Vorbild für Deutschland?

Wirtschaftsdienst exklusiv im Herdentrieb“, das ist unsere heutige Meldung in eigener Sache. Im Herdentrieb wird es ab sofort exklusiv einen Artikel aus dem jeweils aktuellen Wirtschaftsdienst zu lesen geben. Der Wirtschaftsdienst, eine der traditionsreichsten ökonomischen Fachzeitschriften Deutschlands, passt mit seinen kontroversen Kommentaren und Debattenbeiträgen ausgezeichnet zum Anliegen dieses Blogs, differenziert den Kapitalismus zu ergründen. Wir wünschen unseren interessierten Lesern eine anregende Lektüre.

Logo: Wirtschaftsdienst - Zeitschrift für WirtschaftspolitikExklusiv aus dem Wirtschaftsdienst: Die Niederlande haben schon lange vor Deutschland auf Lohnzurückhaltung gesetzt. Das reale niederländische Bruttoeinkommen von Arbeitnehmern ist dabei seit 1977 so wenig gestiegen, dass es einer Stagnation gleichkommt. Welche Folgen hatte das für Produktivität und Innovationen? Wie die Wissenschaft erwartet, nahm die Beschäftigung modellgerecht deutlich zu. Allerdings konnte das Produktionswachstum nicht in gleichem Tempo mithalten. Die Arbeitsproduktivität wuchs entsprechend deutlich langsamer – übrigens auch im Vergleich zu den anderen Ländern der Europäischen Union.

Was aber kann Deutschland daraus lernen, das sich selbst seit einiger Zeit in Lohnzurückhaltung übt? Das deutsche Wirtschaftsmodell hat immer auf Loyalität, Vertrauen und Beständigkeit gesetzt. Deshalb werden die deutschen Produkte auch weltweit geschätzt. “Made in Germany” ist ein Markenzeichen. Dieses Modell ist in Gefahr. Lohnzurückhaltung hat mittlerweile auch in Deutschland zu einem langsameren Produktivitätswachstum geführt. Aber vor allem eine Lockerung des Kündigungsschutzes könnte das deutsche Modell ins Wanken bringen. Die Anhänger effizienter Allokation bevorzugen das angelsächsische Ideal umfassender Flexibilität. Das nützt aber nur in statischer Perspektive. Eine dynamische Wirtschaft mit großer Innovationsbereitschaft sollte die Arbeitnehmerbindung an den Betrieb nutzen, finden Alfred und Robert Kleinknecht in ihrem Artikel in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst.

 

EZB auf einem gefährlichen Pfad – Eine Replik von Hans-Werner Sinn

Mark Schieritz hat am Dienstag hier im HERDENTRIEB argumentiert, dass die Aufregung über den Ankauf von sogenannten Asset Backed Securities (ABS) durch die Europäische Zentralbank übertrieben ist. Der Präsident der Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, erklärt in einer Replik, warum die EZB aus seiner Sicht einen gefährlichen Weg beschreitet.

Hier die Replik von Hans-Werner Sinn: Weiter“EZB auf einem gefährlichen Pfad – Eine Replik von Hans-Werner Sinn”

 

Klarheit über Target-Salden – Ein offener Brief von Hans-Werner Sinn

Von Anfang an haben wir im HERDENTRIEB die Target-Debatte ausführlich und kritisch begleitet. Nun äußert sich mit Hans-Werner Sinn ihr geistiger Vater hier im Blog. Er nimmt Mark Schieritz gestrigen Beitrag (“Hatte Hans-Werner Sinn doch recht?”) zum Anlass auch unseren Lesern den vertrackten Sachverhalt “noch einmal klar zu legen”. Für die offene Debatte möchten wir Ihm ausdrücklich danken.

Hier also der Brief von Hans-Werner Sinn: Weiter“Klarheit über Target-Salden – Ein offener Brief von Hans-Werner Sinn”