Der Chart den Markus Söder nicht zur Hand hatte

Ich habe gestern an dieser Stelle Markus Söder für seine Aussagen zu den angeblichen Verlusten der deutschen Sparer durch die niedrigen Zinsen angegriffen aber erstens bin ich bayerischer Staatsbürger und zweitens generell eher an konstruktiven Debatten interessiert, deshalb hier ein Service für das bayerische Finanzministerium.

Die Frage war ja, wie es um die Rendite des deutschen Sparers bestellt ist und wie bei fast allen wichtigen makro-ökonomischen Fragen findet man bei der Bundesbank die Zahlen dazu.

Fazit: Alles halb so wild.

 

Wie Markus Söder einmal zum Fake-News-Produzenten wurde

Am Mittwoch wurde, wie sich inzwischen herumgesprochen hat, bekannt gegeben, dass die deutsche Inflationsrate auf 2,2 Prozent gestiegen ist. Das ist nach Jahren einer viel zu niedrigen Inflationsrate überhaupt nicht dramatisch sondern eher eine Normalisierung und wahrscheinlich wird die Teuerung auch wieder sinken – egal, jedenfalls hat die FAZ bei Markus Söder angerufen und ihn nach seiner Meinung gefragt. Hier ist die Antwort: Weiter„Wie Markus Söder einmal zum Fake-News-Produzenten wurde“

 

Schwacher Euro, starke Wirtschaft

Die Schwäche des Euro wirkt wie ein massives Konjunkturprogramm – und sie heizt inzwischen nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten Währungsunion die Inflation an. Es ist ein bisschen wie in den Wirtschaftswunderjahren, als eine unterbewertete D-Mark für hohe Wachstumsraten und, in den frühen siebziger Jahren, für einen starken Anstieg der Inflationsraten sorgte. Weiter„Schwacher Euro, starke Wirtschaft“

 

Trügerische Ruhe an den Märkten

Während sich die Schwäche der Bondmärkte noch eine Weile fortsetzen dürfte, wird an anderen Märkten eine Trendwende immer wahrscheinlicher: Der Anstieg der Renditespreads gegenüber Bundesanleihen dürfte demnächst beendet sein, ebenso wie der Boom an den Aktienmärkten oder die Seitwärtsbewegung der Wechselkurse und des Ölpreises. Sollte es zudem zu einem Handelskrieg kommen, vielleicht sogar zu einer globalen Rezession, sind große Korrekturen vorprogrammiert. Weiter„Trügerische Ruhe an den Märkten“

 

Schwaches Produktivitätswachstum – Warum?

Logo: Wirtschaftsdienst - Zeitschrift für WirtschaftspolitikExklusiv aus dem Wirtschaftsdienst: In den entwickelten Volkswirtschaften ist das Produktivitätswachstum seit den 1970er Jahren tendenziell gesunken, zeigen die Statistiken – eine Beobachtung, die angesichts der weitreichenden Digitalisierung der Wirtschaft erstaunt. Sie könnte auf Messfehlern beruhen, ist sie aber realistisch, kann es dafür viele Gründe geben. Innovationen sind zunehmend kostenintensiv und durchdringen die Wirtschaft nur langsam. Der produktivitätsschwache Dienstleistungssektor nimmt einen größeren Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Produktion ein. Es könnte aber auch an der zu geringen Zunahme der Investitionen liegen. Letztlich muss diese Entwicklung nicht unbedingt einen langfristigen Trend widerspiegeln, sie kann auch konjunkturell bedingt sein. Weil ein Anstieg der Produktivität wirtschaftspolitisch aber für wünschenswert gehalten wird, stellt sich die Frage, was die Politik tun kann. Über diesen Themenkomplex diskutieren die Teilnehmer des Zeitgesprächs in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst. Weiter„Schwaches Produktivitätswachstum – Warum?“

 

Hurra, die Inflation ist zurück!

Am Freitag gab es die neuen Preise für den deutschen Außenhandel. Sie sind in den vergangenen Monaten stark gestiegen und üben damit Druck auf die nachgelagerten Stufen aus, insbesondere auch auf die Verbraucherpreise. Die Export- und Importpreise sind wichtige Frühindikatoren: Schließlich beläuft sich die Summe aus Ausfuhren und Einfuhren von Waren auf rund 2,2 Billionen Euro im Jahr – zum Vergleich: Das Bruttoinlandsprodukt beträgt etwas mehr als drei Billionen Euro. Für Euroland insgesamt geht es in dieselbe Richtung, nur gibt es da bislang keine neueren Zahlen. Weiter„Hurra, die Inflation ist zurück!“

 

Warum die Produktivität stagniert – und was dagegen getan werden kann

Aus deutscher Sicht läuft es wirtschaftlich ziemlich gut, wenn wir mal von den vielen Millionen prekärer Jobs oder der ungleichen Verteilung von Vermögen und Einkommen absehen. Es gab 2016 so viele Jobs wie noch nie, 43,5 Millionen und damit ein Prozent mehr als im Vorjahr, es herrscht nicht nur nahezu Vollbeschäftigung, sondern auch Preisstabilität, der Staat erwirtschaftet seit Jahren Budgetüberschüsse, kaum ein anderes Land ist international so wettbewerbsfähig, und die Zuwachsrate des realen BIP von 1,9 Prozent, wie sie im abgelaufenen Jahr erreicht worden ist, kann sich sehen lassen.

Aber in einer Hinsicht läuft es gar nicht gut: Die Produktivität wächst seit fast zehn Jahren nur noch sehr langsamen. Weiter„Warum die Produktivität stagniert – und was dagegen getan werden kann“