„Leipzig aufräumen, befreien von Asylanten und Antifa“

„Oldschool Society“ (OSS) Gruppenphoto
„Oldschool Society“ (OSS) Gruppenfoto (Screenshot)

Am 1. Juni, dem 4. Tag im Prozess gegen die mutmaßliche terroristische Vereinigung „Oldschool Society“ wurde die Beweisaufnahme eröffnet. Der „Präsident“ der Gruppe wollte zunächst nicht weiter aussagen. Sattdessen wurden Erkenntnisse der Verfassungsschutzämter durch den Staatsschutzsenat des OLG München eingeführt. Daraus geht hervor, dass die Gruppe aus mehr als den Angeklagten bestanden haben muss. Offenbar sitzt nicht einmal die gesamte Führungsriege auf der Anklagebank. So etwa der „Sprengmeister“ der Gruppe, Kevin L. Ein Gespräch zwischen ihm und der Angeklagten Denise Vanessa G. lieferte dem Bundesamt für Verfassungsschutz entscheidende Hinweise für tatsächliches Verüben von Anschlägen – kurz darauf soll er ausgestiegen sein. Weiter„„Leipzig aufräumen, befreien von Asylanten und Antifa““

 

„National befreite Zone“ mit Hilfe der Polizei

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Berichterstattung über die extrem rechte Szene und ihre Strukturen kommt ohne lang angelegte Recherchen sowie Hintergrundwissen und -berichte nicht aus. Weil die Akteure der Szene aber die Öffentlichkeit scheuen, stehen besonders Fachjournalisten in ihrem Visier. Doch nicht nur rechte Attacken erschweren deren Arbeit, teilweise macht sich die Polizei zu Erfüllungsgehilfen der Neonazis. Jüngstes Beispiel: der extrem rechte Eichsfeldtag im nordthüringischen Leinefelde. Weiter„„National befreite Zone“ mit Hilfe der Polizei“

 

Amoklauf in Österreich: Täter war Neonazi

Der Schütze hatte gute Verbindungen in die Szene und hätte eigenbtlich keine Waffe besitzen dürfen © dpa
Der Schütze hatte gute Verbindungen in die Szene und hätte eigenbtlich keine Waffe besitzen dürfen © dpa

Wieder gibt es eine Gewalttat aus dem „Blood&Honour“-Netzwerk: Ein österreichisches Mitglied der militanten Organisation lief Amok, angeblich wegen eines Streits mit seiner Freundin. Gegen den 27-jährigen Todesschützen bestand seit 2004 ein Waffenverbot. Weiter„Amoklauf in Österreich: Täter war Neonazi“

 

„Sommer, Sonne, NPD“

„Sommer, Sonne, NPD« Murnau ©Screenshot
„Sommer, Sonne, NPD« Murnau ©Screenshot

Erneut veranstaltete der Neonazi Matthias Polt einen Redner- und Liederabend für seinen NPD-Berzirksverband Oberbayern in seinem Szeneladen „Versand der Bewegung“ in Murnau. Für Gäste sorgen sollten die Reden von Sascha Roßmüller und Baldur Landogart, der seit kurzen Beisitzer im Bundesvorstand der NPD ist. Als Musiker wurde „Lunikoff“ angekündigt. Das Motto: „Sommer, Sonne, NPD“. Weiter„„Sommer, Sonne, NPD““

 

Rechte Hools suchen Konfrontation in Dresden-Neustadt

Rechte Hools suchen Konfrontation in Dresden-Neustadt
Neonazi-Drohungen im Netz. Ziel ist die alternative Neustadt in Dresden

„Antifa zerschlagen!“, „Wir geben niemals nach“ – mit martialischen Parolen und Bildern rufen rechtsextreme Hooligangruppen für heute  Abend zum „Sturm auf das Zeckenviertel“ Dresdner Neustadt auf. Grund ist der für den Abend geplant PEGIDA-Aufmarsch, der in der Neustadt starten soll. Politiker und Initativen gegen Rechts warnen vor Übergriffen durch organisierte Neonazis. Die Polizei sieht hingegen keinen Grund zur Sorge. Weiter„Rechte Hools suchen Konfrontation in Dresden-Neustadt“

 

Teure Wahlwerbung – NPD muss Strafe zahlen

Wenn die NPD trotz Aufkleber am Briefkasten Werbung einwirft, kann man vor Gericht gehen
Wenn die NPD trotz Aufkleber am Briefkasten Werbung einwirft, kann man vor Gericht gehen

Die tägliche Werbeflut im Briefkasten kann richtig nerven. Wenn die Post dann aber auch noch von rechtsextremen Parteien kommt, wird es richtig ärgerlich. Im brandenburgischen Buchholz haben mehrere Personen gegen die unerwünschte Nazi-Propaganda geklagt. Mit Erfolg: die NPD muss für eingesteckte Flugblätter nun 4.000 Euro Strafe zahlen. Weiter„Teure Wahlwerbung – NPD muss Strafe zahlen“

 

„Allgida“ 2.0: Alter Wein in neuen Schläuchen

Aufruf zur Demo „Asyl stopen“ in Kempten ©Screenshot
Aufruf zur Demo „Asyl Stopen“ in Kempten ©Screenshot

Alter Wein in neuen Schläuchen, aber jetzt noch blöder: Nach dem Scheitern von „Allgida“ spielt sich nun ein Tätowierer ohne Studio auf zur „Division Kempten – Nationaler Widerstand“ und kündigt für den 25.6. – etwas holprig – eine Demonstration „Deutsche zu erst Asyl Flut stopen“ als „Allgida Kempten“ an. Als Kundgebungsredner werden Viktor Seibel und der Initiator Michael K. selbst versprochen. Darauf macht die antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München aufmerksam. Weiter„„Allgida“ 2.0: Alter Wein in neuen Schläuchen“

 

Sarrazin’s „Apologie des weißen Mannes“ im Bürgersaal

Sarrazin im Bürgersaal Betzigau

Vergangenen Montag durfte Thilo Sarrazin sein neues Buch „Wunschdenken“ in der bayerischen Provinz vorstellen. Den Auszügen aus seiner „Apologie des weißen Mannes“, bestehend aus analytisch schwachen Vorwürfen an die Politik, völlig ahistorischen Ausführungen zu Deutschlands Rolle in der Welt und diversen rassistischen Zuschreibungen lauschten allerdings gerade einmal 70 Personen. Ausgelegt war die Veranstaltung für weit mehr Gäste. Das Podium bot die Gemeinde Betzigau mit ihrem Bürgersaal. Weiter„Sarrazin’s „Apologie des weißen Mannes“ im Bürgersaal“