Brandanschlag in Barsinghausen

Hunderte Menschen protestieren als Reaktion gegen rechtsextreme Gewalt
Hunderte Menschen protestieren als Reaktion gegen rechtsextreme Gewalt

Bereits in der Planungsphase des neuen Flüchtlingsheims kommentierte ein Barsinghäuser auf Facebook: „Da werden eh wieder ein paar Neonazis kommen und es abfackeln… Wie immer also können sie sich das Geld auch sparen und das andere Städte erledigen lassen und uns verschonen“. Nun wurde tatsächlich ein Brandanschlag auf den Rohbau verübt. Weiter“Brandanschlag in Barsinghausen”

 

Rechte Bürgerwehren rüsten auf

Büergerwehren im Allgäu ©Screenshots, Montage
Büergerwehren im Allgäu ©Screenshots, Montage

Mit vermeintlichen oder tatsächlichen Übergriffen wird gegen Asylsuchende gehetzt, woraufhin sich Bürgerwehren gründen und in Selbstjustiz vor allem Asylsuchende bedrohen. Wir haben einige aktuelle Beispiele aus einer Region herausgegriffen. Diese verdeutlichen das verheerende Potential, das der nach dem Silvesterabend ausgelösten Debatte innewohnt. Ein unsensibel geführter Diskurs wird weiter rechten Hetzern in die Hände spielen und die Zahl der Übergriffe – mindestens 122 Brandanschläge im Jahr 2015 – auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte auch im neuen Jahr weiter in die Höhe treiben. Weiter“Rechte Bürgerwehren rüsten auf”

 

Zehn Tote – Täter auf freiem Fuß

Zehn Tote in Lübeck - Täter auf freiem Fuß
Zehn Menschen starben, als im Januar 1996 dieses Flüchtlingsheim in Lübeck angezündet wurde. Wer den Brandanschlag verübt hat, ist nicht geklärt. Der Verdacht auf rechte Täter bleibt. Foto: dpa

Bei einem Brandanschlag auf ein Lübecker Flüchtlingsheim starben vor 20 Jahren zehn Menschen. Bis heute sind die Täter nicht verurteilt worden.

In der Nacht vom 17. auf den 18. Januar 1996 steht das Haus in der Lübecker Hafenstraße 52 lichterloh in Flammen. In Todesangst springen Menschen aus den Fenstern. Zehn Bewohner des Flüchtlingsheims – sieben Kinder und drei Erwachsene – können nicht gerettet werden. Noch immer ist der Brandanschlag auf das Heim für Schutzsuchende wie eine offene Wunde. Niemand ist für das Verbrechen verurteilt worden. Weiter“Zehn Tote – Täter auf freiem Fuß”

 

Allgäuer Neonazi-Immobilie zwangsversteigert

Neonazis räumen Immobilie ©Robert Andreasch
Neonazis räumen Immobilie in Rieggis ©Robert Andreasch

Anton Pfahler, der ehemalige „Offizier“ der paramilitärischen „Wehrsportgruppe Hoffmann“, hat seine „Alte Sennküche“, ein Anwesen in Südschwaben bei Immenstadt im Allgäu, bei einer Zwangsversteigerung am 15. Januar 2016 verloren. Zuletzt nutzte Bernd Burger, „erster Stellvertretender Leiter“ der „Artgemeinschaft“, einer in der Szene bedeutenden völkisch-rassistischen und neonazistischen Religionsgemeinschaft, die Immobilie. Weiter“Allgäuer Neonazi-Immobilie zwangsversteigert”

 

Angriff mit Ankündigung

Leipzig-Connewitz: Angriff mit Ankündigung

Knapp 250 vermummte Neonazi-Hooligans, die ganze Straßenzüge entglasen und illegale Sprengkörper in Kneipen und Imbisse werfen. Einen Tag nach dem nächtlichen Angriff steht der Leipziger Stadtteil Connewitz unter Schock. Die Täter feiern ihre Tat im Internet: man habe die “Leipziger Hurensohn-Antifa platt gemacht” und werde bald wiederkommen. Die Sicherheitsbehörden wurden von der gut geplanten Aktion offenbar überrascht. Dabei gab es viele Hinweise darauf, dass Neonazis aus mehreren Städten etwas in Leipzig vorbereiteten.
Weiter“Angriff mit Ankündigung”

 

Rechtsextreme randalieren bei Pegida Demonstration in Köln

Böller, Flaschen, Hassparolen - Pegida-Aufmarsch in Köln © Danny Marx
Böller, Flaschen, Hassparolen – Pegida-Aufmarsch in Köln © Danny Marx

“Pegida schützt” – unter dieser Parole lud die rassistische Pegida NRW nach Köln zu einer Demonstration am 09.01 ein. Anlass waren die Ereignisse an Silvester am selbigem Ort. In der Silvester Nacht war es zu massiven sexuellen Übergriffen und anderen Straftaten gekommen. Die Demonstration von Pegida NRW endete in heftigen Auseinandersetzungen zwischen rechtsextremen Hooligans und der Polizei.

Weiter“Rechtsextreme randalieren bei Pegida Demonstration in Köln”