Rund 20 Neonazi haben am Wochenende das Jugendzentrum “Wohnwelt” in Wunstorf (bei Hannover) angegriffen. Es gabe mehr als 10 Verletzte. Der Jugendtreff steht schon länger im Fokus der gewaltbereiten Neonazisszene. Schon mehrfach gab es Angriffe auf Gäste der Wohnwelt. [weiter...]
„Polacken, verpisst euch“-Rufe bei einer Gewalttat gelten in Berlin nicht als rassistisches Tatmotiv? Rechte Gewalttaten tauchen in der Statistik oft nicht als solche auf – das muss sich ändern! Ein Kommentar von Clara Hermann (Grüne)[weiter...]
Bis zu 1000 Neonazis wollen am 2. Juni in Hamburg aufmarschieren. Rund 200 Gruppen, Künstler und Einzelpersonen haben in einem gemeinsamen Aufruf angekündigt den Aufmarsch zu blockieren. Sie rechnen mit mehr als 20.000 Gegendemonstranten. Am Samstag findet von 10.00 – 18.00 Uhr das erste Blockadetraining im Gewerkschaftshaus im Besenbinderhof 60 statt. Bei einem Mobilisierungskonzert gegen das Nazitreffen sind am 5. Mai bereits Deichkind und viele weitere Künstler aufgetreten. [weiter...]
Zehn Wochen lang hat ZEIT ONLINE in einer Serie über “Die neuen deutschen Nazis” berichtet. Jetzt ziehen unsere Redakteure Bilanz und antworten auch auf Kritik von Lesern. Bald wird es auf ZEIT ONLINE eine Themenwoche zum Alltagsrassismus geben.
Unter dem Motto “Schweigen und Verschweigen: NSU, Rassismus und die Stille im Land“ organisiert ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis ein öffentliches Hearing mit Betroffenen der NSU-Anschlagsserie, Rassismus- und RechtsextremismusexpertInnen und JuristInnen. Die Veranstaltung findet am 2. Juni 2012 von 11:00 – 17:00 Uhr in der Akademie der Künste, Pariser Platz 4 (S+U Brandenburger Tor) in Berlin-Mitte statt. [weiter...]
Martin Wiese gehört zu den führenden Köpfen im Kameradschaftsnetzwerk „Freies Netz Süd“ (FNS). Der 36-Jährige wurde am Mittwoch vom Amtsgericht Gemünden wegen Volksverhetzung, Tragen von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen und Bedrohung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt. [weiter...]
In der Reihe „Geschichte kompakt“ der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft legt der Politikwissenschaftler Gideon Botsch eine komprimierte Gesamtdarstellung der extremen Rechten in Deutschland von 1949 bis heute vor. Die Reihe richtet sich an „Interessierte, Lehrende und Lernende“ und zielt darauf ab, „komplexe und komplizierte Inhalte konzentriert, übersichtlich konzipiert und gut lesbar“ dazustellen. Die von Botsch vorgelegte Gesamtdarstellung versucht damit eine Lücke zu schließen, die der Autor selbst in einer neuen „Bewertung und Interpretation“ der Entwicklungen der extreme Rechten sieht, um den Forschungstand der ausgehenden 1980er Jahre zu aktualisieren. [weiter...]
Anhänger der rechtspopulistischen Vereinigung Pro NRW protestieren gegen ein muslimisches Gemeindeszentrum im Dortmunder Stadteil Hörde. // Roland Geisheimer/attenzione
Seit der Aufdeckung der Morde des Nationalsozialistischen Untergrunds liest man in den Medien wieder viel über Rechtsextremismus. Doch ein wichtiger Aspekt bleibt unbeachtet, findet Patrick Gensing: Der Alltagrassismus in der Mitte der Gesellschaft. Er ist die wahre Ursache, die bekämpft werden muss. Wir freuen uns sehr über diesen kritisch-konstrukiven Beitrag unseres Gastautors in der ZEIT-ONLINE-Serie “Neue deutsche Nazis”.
Nachdem mit Daniel Weigl, Robin Siener und Simon Preisinger bereits drei führende NPD-Kader aus der Oberpfalz aus der rechtsextremen Partei austraten und ihrem Bezirksverband den Rücken kehrten, folgen nun einige andere bayerische Neonazis diesem Beispiel. Es scheint, als könnte die Bayern-NPD bald ein ernstes Problem bekommen. [weiter...]
Sein Name schien bis vor ein paar Monaten schon längst in Vergessenheit geraten zu sein. Erst, als der mörderische Feldzug der rechtsterroristischen Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) aufflog war er plötzlich wieder im Gespräch: Gerhard „Gerd“ Ittner. Jetzt wurde Ittner nach Informationen des Störungsmelders in Portugal verhaftet. Er ist einer der fragwürdigsten Ideologen der Neonaziszene in Deutschland, der auch intern sehr umstritten ist. So bezeichnet Ittner sich selbst als „Sachverwalter des deutschen Reichs“. [weiter...]
Hier geht es um Neonazis. Wo sie auftreten, was sie dabei sagen und vor allem: Was man gegen sie unternehmen sollte. Mehr über dieses Blog und unsere Autoren findest Du hier.