Wir müssen reden. Über Nazis. Ein Blog
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Sachsen

Angriff auf Asylbewerberheim in Hoyerswerda

Von 23. April 2014 um 14:56 Uhr

Knapp drei Monate nach dem Einzug der Flüchtlinge, ist es in Hoyerswerda zum ersten Angriff auf die Unterkunft gekommen. Dem inzwischen ermittelten Tatverdächtigen wird Sachbeschädigung und versuchte schwere Körperverletzung vorgeworfen.

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“Nationale Sozialisten Chemnitz” – Verbotsverfügung mit Lücken

Von 10. April 2014 um 12:28 Uhr
Neonazi-Demo in Chemnitz am 5. März 2014, Foto: Johannes Grunert

Neonazi-Demo in Chemnitz am 5. März 2014 © Johannes Grunert

Die kürzlich verbotene Kameradschaft „Nationale Sozialisten Chemnitz“ (NSC) war eine konspirative Gruppe, deren Mitglieder sich auf den teils bewaffneten Kampf vorbereitet haben, wie die Verbotsverfügung zeigt. Die militanten Neonazis verabredeten sich mehrfach zu Überfällen auf Migranten. Dennoch hat die Verbotsverfügung Lücken.

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Fußball, Freundschaft, Fackelmärsche

Von 1. April 2014 um 18:25 Uhr

aaaaaaaaAm 28. März kurz vor sechs Uhr morgens stürmten mehr als ein dutzend schwer bewaffnete und vermummte Polizisten ein Vereinsheim in der Markersdorfer Straße in Chemnitz. Zeitgleich fanden Razzien in 15 Wohnungen statt, um das vom sächsischen Innenministerium erlassene Vereinsverbot gegen die Nationalen Sozialisten Chemnitz durchzusetzen. Die Kontakte der Neonazis reichen offenbar bis in die Schweiz. Weiter…

Kategorien: Sachsen, Schweiz

NPD-Kundgebung floppt in Dresden

Von 28. März 2014 um 19:31 Uhr
Etwa 20 NPD-Anhänger fanden sich vor dem Rathaus ein  © Silvio Werner

Etwa 20 NPD-Anhänger fanden sich vor dem Rathaus ein © Silvio Werner

Am 28. März fand vor dem Dresdner Rathaus eine Kundgebung der NPD statt. Die für 10 Uhr angesetzte Veranstaltung bewies eines: Aufmerksamkeit bekam die NPD in Dresden nicht von Passanten, sondern in erster Linie von einer Vielzahl an Gegendemonstranten, welche lautstark gegen die rassistischen Parolen protestierten. Weiter…

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Neonazis wollen auch Journalisten sein

Von 16. März 2014 um 13:06 Uhr
Extrem Rechte als Presse in Weimar, Bild: Felix M. Steiner

Extrem Rechte als Presse in Weimar, Bild: Felix M. Steiner

Erneut provoziert die extrem rechte Szene mit einem Aufruf, dass sich Neonazi-Aktivisten mit Presseausweisen ausstatten sollen. Auch das Bundesministerium des Inneren weiß um diese Strategie. Ob die Wiedereinführung eines bundeseinheitlichen Presseausweises der Königsweg ist, bleibt fraglich. Weiter…

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Bundesweit Neonazi-Aufmärsche zum 1. Mai 2014 geplant

Von 14. März 2014 um 16:22 Uhr
Ein Großaufgebot der Polizei ermöglichte in Berlin der NPD das Marschieren © Theo Schneider

Ein Großaufgebot der Polizei ermöglichte 2013 in Berlin der NPD das Marschieren am 1. Mai © Theo Schneider

Auch in diesem Jahr wollen Neonazis bundesweit zum Tag der Arbeit in derzeit sieben sechs verschiedenen Städten aufmarschieren. Anderthalb Monate vorher sind derzeit Planungen für Berlin, Dortmund, Duisburg, Essen, Kaiserslautern, Erfurt und Plauen bekannt. Der Trend scheint sich fortzusetzen: Bereits im letzten Jahr marschierte die Szene getrennt in verschiedenen Städten und verzichtete auf eine zentralen Großveranstaltung. Gerade die NPD dürfte ihre Versammlungen vor allem auch im Hinblick auf die Wahlen zum Europaparlament am 25. Mai planen. Ein aktueller Überblick zu den diesjährigen Aufmärschen. Weiter…

12. und 13. Februar in Dresden – Bildergalerie

Von 15. Februar 2014 um 20:17 Uhr

Der 12. Februar 2014 sollte sich für die Neonaziszene als ideologischen Erfolg darstellen: Während im Vorfeld mit einer zweistelligen Anzahl von Demonstranten gerechnet wurde, zogen 350 Neonazis direkt durch die historische Altstadt von Dresden – begleitet von Musik von Richard Wagner und einer massiven Polizeipräsenz.

Den Gegendemonstranten gelang es nicht, den Naziaufmarsch zu verhindern oder nennenswert zu behindern. Einige Sitzblockaden wurden geräumt. Für den 13. Februar verzichteten die Neonazis auf eine weitere Veranstaltung. Das Bündnis Dresden-Nazifrei gelang es, für den Täterspurenmahngang mehr als 1000 Menschen zu mobilisieren. Die Stadt Dresden veranstaltete die Menschenkette, die allerdings von Nazis unterwandert wurde.

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Berlin: Neonazis wollen vor Brandenburger Tor auflaufen

Von 12. Februar 2014 um 18:23 Uhr
"Kein Fußbreit den Faschisten" forderte am vergangenen Samstag eine Demonstrantin in Berlin-Köpenick © Theo Schneider

“Kein Fußbreit den Faschisten” forderte am vergangenen Samstag eine Demonstrantin in Berlin-Köpenick © Theo Schneider

Der Berliner Landesverband von „Die Rechte“ hat für Donnerstagabend eine Kundgebung auf dem Pariser Platz angemeldet. Die Neonazi-Splitterpartei um den ehemaligen Chef der verbotenen Skinheadkameradschaft „Frontbann 24“, Uwe Dreisch will mit 40 Anhängern von 20 bis 23.59 Uhr eine Versammlung anlässlich der Bombardierung Dresdens abhalten. Die Polizei bestätigte gegenüber dem Störungsmelder die geplante Kundgebung der Neonazis, die unter dem Motto „13. Februar 1945 – Berlin gedenkt den Opfern des Dresdener Flammeninfernos“ angemeldet wurde. Weiter…

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Nach Heimeröffnung in Hoyerswerda: erster Angriff auf Flüchtlinge

Von 11. Februar 2014 um 10:56 Uhr
hoyerswerda

Ein kleiner kreis von menschen engagiert sich in der Stadt mutig gegen Rassismus © Matthias Grund

Zwei Tage nachdem die ersten Asylsuchenden in das neue Heim in Hoyerswerda gezogen sind, wurde ein marokkanischer Heimbewohner auf dem Marktplatz der Kleinstadt tätlich angegriffen. Die Polizei ermittelt gegen einen 37-jährigen Deutschen, den der Betroffene noch am Tatort mit seinem Handy fotografieren konnte. Am nächsten Tag veranstaltete die Kampagne “Hoyerswerda hilft mit Herz” vor dem Heim eine Solidaritätskundgebung und setzte ein deutliches Zeichen: Refugees welcome. Weiter…

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Asylbewerberheim in Hoyerswerda – eine unverhoffte Chance

Von 31. Januar 2014 um 08:38 Uhr
Für Anfang Februar werden die ersten Bewohner erwartet

Für Anfang Februar werden die ersten Bewohner erwartet © Silvio Werner

Die Idee, in Hoyerswerda ein Asylbewerberheim einzurichten, erscheint im ersten Moment absurd. Die Ausschreitungen von 1991 sind in den Köpfen präsent, von einer historischen Aufarbeitung ist die Stadt weit entfernt – dass diese jemals stattfindet, ist unwahrscheinlich. 2011 wurde ein damals aus der Stadt geschaffter Ghanaer in Hoyerswerda angepöbelt. Die Aktivitäten von Neonazis sind nicht zu leugnen, erst Anfang der Woche wurden acht stadtbekannte Neonazis für die stundenlange Belagerung der Wohnung eines Paares zu Bewährungsstrafen verurteilt. Hoyerswerda steht unter starker öffenlicher Beobachtung  und versucht, weitere Fehler zu vermeiden.

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